Sommergefühl – Summer feeling

Die letzten beiden Tage ist es hier ein wenig kühl und verregnet – das Wasser von oben ist auch bitter nötig, denn die Pflanzen können sonst ihren Job nicht richtig machen.

Davor waren die Tage aber richtig sommerlich. Das heißt, wir haben am Wochenende gegrillt, abends draußen zusammengesessen und über den Sommer 2020 geplaudert. Die Hunde haben ihre Spaziergänge genauso genossen wie ich und ich hab mich wieder über die hübsche Dekoration an den Wegrändern gefreut, die so gar keinem Muster oder Trend folgt, sondern einfach ist, wo und was sie ist: hübsch anzusehen und dazu noch Versorgung für die Kleinsten.

Nachdem in Deutschland die Lockerungen der Coronabeschränkungen immer mehr werden, finde ich es wunderbar, dass ich wieder in den Gottesdienst gehen kann. Trotzdem produzieren wir weiter Video-Gottesdienst, Gemeindetreff am Mittwoch und Abendmahl online für die, die noch nicht persönlich vor Ort sein können oder mögen. Ist es nicht toll, dass wir überhaupt diese Möglichkeit haben, das zu tun? Außerdem können auf diese Weise auch Leute dabei sein, die weit weg sind, sich aber mit der Gemeinde verbunden fühlen.

Auch super: man darf wieder ins Fitness-Studio. Ich war ja vor Corona schon gut 2 Jahre nicht mehr, habe aber dieses Jahr eine Probemitgliedschaft für ein paar Wochen gewonnen – seit ein paar Tagen trainiere ich also wieder.

Selbst Sommerurlaub ist wieder erlaubt – eingeschränkt, aber erlaubt. Man sollte aber schon beachten, dass es natürlich Reiseziele im Land gibt, die plötzlich alle sehen wollen und die dann auch ganz schnell mal überlaufen sind. Gute Planung und Vorbereitung hilft da. Erstaunlicher Nebeneffekt: du lernst dein Land kennen – viele Menschen kennen die halbe Welt vom Reisen, aber haben die schönen Flecken der Heimat noch nie gesehen.

Unschön in diesen Tagen und Wochen finde ich aber die Ungeduld und den Unmut, der viele Menschen antreibt. Statt dankbar zu sein für die kleinen Schritte, stellt man Forderungen oder meckert an allen möglichen Dingen herum. Jede noch so kleine Entscheidung wird in Frage gestellt und kritisiert. Dabei möchte ich dir sagen: überdenke einmal deine eigenen täglichen Entscheidungen. Sind die alle perfekt? Sind die alle 100% akzeptabel für jeden einzelnen in deiner Umwelt? Deine Kinder, deinen Chef, deine Oma? Denkst du nicht, dass alle Menschen Entscheidungen treffen müssen und diese dabei sicher nicht für alle gleich gut sind? Schau mal in deiner Familie: der Koch des Tages (in jeder Familie unterschiedlich, oder?) entscheidet, dass es heute Pizza gibt. Und jetzt geht’s los: der eine mag keine Pilze drauf, der andere muss unbedingt extra Käse haben und der dritte hätte aber lieber Nudeln. Entweder fängt der Koch jetzt an, zu diskutieren und das Risiko steigt, dass es am Ende gar kein Mittagessen gibt, oder er entscheidet einfach und wer nicht mitzieht, kriegt halt nichts. Für die einen ist dann der Koch der beste Koch der Welt und für den anderen der Böse.

So ist es in jeder Form von Gemeinschaft. Angefangen in der Familie, in der Schule, der Arbeit, der Stadt, dem Land. In jeder Gemeinschaft ist es einfach, den anderen zu kritisieren. Mein Vorschlag: mach’s besser. Aber dann wirst du sehen, dann bist du derjenige, der die Kritik einstecken muss.

Und nochwas: bei uns mag sich die Lage aktuell entspannen, aber in anderen Ländern sieht es ganz anders aus. Glaub mir, ich kenne Menschen, die seit Monaten ihren Ehepartner nicht in den Arm nehmen konnten, weil er auf einem anderen Kontinent sitzt und auf die Rückreiseerlaubnis des Partners wartet. Und je älter man ist, desto schwerer ist es für diejenigen.

Mein Fazit für heute: Versuche den Sommer in vollen Zügen zu genießen, auch wenn deine ursprüngliche Planung über den Haufen geworfen werden musste. Das Leben ist zu schön, um es mit ständigem Genörgel zu verschwenden. Ich schenk dir heute ein paar Sommerbilder!

It got a bit cool and rainy in the last two days – the water from above is so needed, otherwise the plants won’t be able to do their job properly.

Before that the days were really summerly. So we had barbeque on the weekend and sat outside together chatting about summer 2020. The dogs enjoyed their walks just like me and I was delightet about the beautiful decoration along the paths which doesn’t follow any pattern or trend, but simply is where and what it is: a beautiful view plus supply for the smallest.

Since relaxing of the Corona restrictions is increasing in Germany, I find it awesome to be able to visit our church service again. Yet, we keep on producing video services, church meetings on Wednesday and communion online for all those who still cannot or do not want to be at church personally at the moment. Isn’t it great to have the possibilities to do that? Moreover this way people who are further away but feel connected to our church can be with us.

Also great: you can visit the gym again. Before Corona I hadn’t been to the gym for about 2 years, but I won a trial training for a few weeks – so for the last two weeks I went training at the gym again.

Even summer vacations are allowed again – with restrictions but allowed. Of course you should consider that there are destinations that everyone wants to visit now and that they will be somewhat crowded. Good planning and preparation helps. Astonishing side effect: you get to know your country – a lot of people know half of the world from travelling but have never seen the beauty spots in their home country.

Not nice in these days and weeks: impatience and dissatisfaction that drives many people. Instead of being thankful for little steps, people start demanding or complaining about all sorts of things.
Every single decision is being questioned and criticized. Let me tell you this: think about your own daily decisions. Are they all perfect? Are they all 100% acceptable for every single person around you? Your children, your boss, your grandma? Don’t you think that all people have to make decisions and they will not be equally good for everyone? Take a look at your family: the chef of the day (different in every family, right?) decides to make pizza today. And here we go: one doesn’t want any mushrooms, the other one has to have extra cheese and the third one would prefer pasta. Either the chef starts discussing and the risk of having no lunch at all increases, or he makes his decision and who doesn’t like it doesn’t eat. That way the chef is the best in the world for some and the evil one for the others.

That’s how it is in any kind of community. Starting with the family, at school, at work, in town, in your country. It is easy to criticize people in any community. My suggestion: do it better. You will see, though, that then it is you who is being criticized.

One more thing: here the situation might relax at the moment but it looks totally different in other countries. Believe me, I know people who couldn’t hug their spouse in months because they stay on another continent and wait for the permission to travel home. And the older they are, the harder it is.

My conclusion for today: try to enjoy this summer to the fullest, even when you had to throw over all your plans. Life is too beautiful to waste it with constant complaining. The summer pictures are for you!

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