Fastenzeit – Lenten Season

Nachdem ich diesen Fasching echt heftig über die Stränge geschlagen habe – ich war immerhin eine Stunde beim Faschingsball im Dorf und beim Kinderfasching 😉 – (ich sag das mal so: meinetwegen könnte Fasching auch nicht stattfinden) – ist jetzt endlich Fastenzeit.

Ich könnte jetzt Wikipedia zitieren, aber die Definitionen und Ursprünge kannst du dort selber nachlesen, wenn du möchtest.

Lass mich dir nur kurz erzählen, wie ich die Fastenzeit erlebe.

Seit gut 30 Jahren verzichte ich in der Fastenzeit komplett auf Alkohol. In der Schule nannten wir das Leber-Schutz-Wochen 😉 . Am Ostersonntag haut mich dann regelmäßig das erste kleine Gläschen Rotwein um.

Ich lösche auch alle Spiele vom Handy. Nicht am Handy zu spielen ist für mich sogar um einiges härter, als Wein oder Bier wegzulassen.

Ansonsten verbiete ich mir garnichts. Im Gegenteil: ich versuche, mehr von manchem in meinem Leben zu integrieren. Mehr Achtsamkeit, mehr positive Gedanken, mehr Zeit mit meiner Familie, mehr Zeit mit Gott.

Was heißt das im Einzelnen? Ich achte zum Beispiel bewusst mehr auf meine Bedürfnisse. Habe ich Hunger? Und wenn ja, was möchte ich gerade essen? Brauche ich Schlaf oder Bewegung? Und wenn Bewegung, will ich laufen oder schwimmen? Ich versuche, mich nicht zu ärgern, wenn etwas schiefgeht. Ich versuche, mich nicht zu beschweren, wenn mein Kopf oder mein Rücken schmerzt. Ich treffe mich regelmäßig mit meiner Mama oder gehe öfter als sonst mit meinem Mann aus. Ich lese täglich in einem Andachtskalender und versuche bewusst, mehr mit Gott zu sprechen.

Natürlich tue ich das alles auch vor und nach der Fastenzeit. Aber bestimmt nicht ganz so bewusst. Und wenn ich jetzt 40 Tage lang auf all die vorgenannten Dinge achte und sie in meinen Alltag integriere, dann sind sie am Ende der Fastenzeit so oft passiert, dass sie ganz natürlich weiter passieren. Denn so ist unser Unterbewusstsein gestrickt: es merkt sich Dinge, die wir über einen gewissen Zeitraum wiederholen. Und das ist doch toll, wenn sich gute Gewohnheiten von alleine halten, ohne dass man letztlich immer dran denken muss.

Beteiligst du dich auch an einer Fastenaktion? An welcher? Oder ist das überhaupt kein Thema für dich? Erzähl doch mal!

Mein Karnevalskostüm dieses Jahr – My carnival costume this year
Was will mein Bauch? – What does my bell want?
Frühstück mit dem Liebsten – Breakfast with my love

Regina Hagmann – Ein Weg durch die Fastenzeit – A Path through the Lenten Season

Since I got carried away pretty much this carnival – after all I was at the carnival party in our village for about an hour and I attended the kids‘ party 😉 – (let me say it that way: I wouldn‘t be sad if there were no carnival) – it finally is lenten season.

I could quote Wikipedia now but you can read about definitions and origins yourself there, if you like.

Let me tell you shortly about how I go through the lenten season.

For a good 30 years now I do not drink any alcohol during lent. In school we called it liver-protection-weeks 😉 . Easter Sunday that first small glass of red wine knocks me off my feet every year.

I also delete all games from my cell-phone. Not playing on the phone is a lot harder for me than not to drink wine or beer.

Apart from that I do not forbid myself anything. On the contrary I try to integrate more of some things in my life. More awareness, more positive thoughts, more time with my family, more time with God.

What does that mean in particular? For example I pay more attention on my needs. Am I hungry? And if yes, what do I like to eat right now? Do I need sleep or movement? If it is movement, do I want to go for a walk or do I want to go swimming? I try not to be angry, when something goes wrong. I try not to complain about headaches or backaches. I meet my Mom regularly or I go out with my husband more often. I read a daily devotional and try deliberately to talk with God more.

Of course I also do all that before and after lent. But certainly not as aware. And when I now pay attention to all the above mentioned things in the coming 40 days and integrate them in my daily life, then they will have happened so many times, that they naturally will happen after that. That‘s how our subconsciousness works: it remembers things we repeat over a certain time. And I find it marvelous that good habits stay, without us having to think about them all the time.

Do you take part in any lenten move? Which one? Or is that no topic for you? Tell me about it!

Kultur-Vielfalt – Variety of Culture

Wir haben das vergangene Wochenende in Berlin verbracht. Warum? Dort wurde der Karneval der Kulturen gefeiert. Berlins ethnische Gruppen nutzen die Gelegenheit, ihre Kulturen zu zeigen durch ihre Kostüme, Tanz, Musik, Rituale, Speisen und Getränke – jeder kann die kulturelle Diversität sehen und feiern. Mit etwa einer halben Million Menschen aus der ganzen Welt, die die Straßen am Pfingstsonntag säumen, ist der Strassenumzug der Höhepunkt des Karneval der Kulturen in Berlin, wo tausende Tänzer, Musiker und Künstler über Stunden auftreten.

Wir haben Freitag und Samstag das große Straßenfest besucht, afrikanisch gegessen, Thailändisches Bier getrunken, unzählige Verkaufsstände angeschaut, ein paar Kleinigkeiten gekauft und die Atmosphäre genossen. Am Sonntag waren wir beim Strassenumzug und haben dort die herrlichsten Kostüme, Tänze, Instrumente und z. T. wunderbar geschmückte Wägen bestaunt.

Unser Fazit: der Karneval der Kulturen ist ein Event, das man wirklich gesehen haben sollte!

Karneval der Kulturen – Carnival of Cultures
Berlin 2019

We spent this past weekend in Berlin. Why? They celebrated the Carnival of Cultures there. Berlin’s ethnic groups take the opportunity to make their cultures visible with their costumes, dance, music, rituals, food and drink – everybody can see and celebrate the cultural diversity. With around half a million people from all over the world lining the streets on Pentecost Sunday, the street parade is the highlight of the Carnival of Cultures in Berlin, where thousands of dancers, musicians and artists perform for hours.

Friday and Saturday we visited the big street festival, had african food, beer from Thailand, checked out numerous sales booths, bought some little things and enjoyed the atmosphere. On Sunday we were at the parade and marvelled at the most beautiful costumes, dances, instruments and some really nicely decorated wagons.

Our conclusion: the Carnival of Cultures is an event one should have visited!