Was ist mit „Und was ist mit Donnerstag?“ – What about „What about Thursday?“

Hallo! Ja, ich bin’s wieder 😊. Am 1. Oktober hab ich den letzten Beitrag geschrieben und dann ging auf einmal nichts mehr. Aus der kurzen Pause von ein oder zwei Wochen sind nun 3 Monate geworden. Aber ganz ehrlich – es hat mir gutgetan. Ich musste nicht krampfhaft nach einem Thema suchen, damit ich wenigstens einen kurzen Beitrag schreiben konnte. Ich musste nicht wild in der Gegend rumfotografieren, damit ich zumindest ein paar Fotos posten konnte. Schöner Nebeneffekt: einige der älteren Beiträge wurden öfter mal aufgerufen und zu neuem Leben erweckt.

Weihnachten ist um, das Neue Jahr steht direkt vor der Tür. Die Pandemie hat uns immer noch im Griff und alle wünschen sich wieder Normalität zurück. Naja, vielleicht nicht alle – z. B. in den Gebieten, wo Krieg herrscht oder Hunger, dort sollte es nicht wieder so werden, wie es Anfang des Jahres war.

Mein Resumee für das vergangene Jahr: Trotz aller Widrigkeiten hätte alles noch viel schlimmer sein können.

Die so lang ersehnte Reise nach Trinidad & Tobago musste leider ausfallen, der Kurzurlaub in Südbayern ein halbes Jahr verschoben werden. Familientreffen konnten nicht stattfinden und auch Besuche bei Freunden wurden gestrichen. Trotzdem haben wir uns dank neuester Technik sehen und miteinander sprechen können – die Video- und Internettelefonie lebe hoch!

Gottesdienst in der Gemeinde war für einige Wochen überhaupt nicht möglich – aber wir wurden kreativ, wuchsen teilweise über uns hinaus. Die Gottesdienste wurden in Einzelteilen aufgenommen, zusammengefügt, online gestellt und dort besucht – und es kam trotz fehlender Gemeinschaft ein Gefühl von Zusammensein auf.

Die Arbeit im Home-Office war gar nicht so schlecht – zumindest das Dreamteam fand es wunderbar, dass ich zuhause gearbeitet habe. Wobei diese Phase nicht so lang gedauert hat und ich bald wieder im Büro saß. Dort war vieles natürlich einfacher, weil einfach alles an einem Ort zu finden war. Trotzdem: auch hier konnte sich Kreativität entfalten und der Zusammenhalt unter den Kollegen war top.

Nebenbei konnte ich mit meiner Scentsy-Schnupperstube beginnen und auch da war, trotz der Kontaktbeschränkungen immer ein Weg frei, Produkte zu präsentieren und zu verkaufen. Das haben fast alle Kolleginnen bestätigen können.

Ich habe auf vieles verzichten müssen im vergangenen Jahr und in vielen Bereichen musste ich mit Veränderungen klarkommen– wie wohl jeder einzelne von euch auch – aber ich habe auch so viel bekommen. Ich habe mein Geschäft begonnen. Ich habe Lieder aufgenommen. Ich habe Gottesdienste für die Website geschnitten. Ich habe es auch genossen, einfach nein sagen zu dürfen.

Und ich sage weiter nein. Nein zu Meckereien – egal, ob es die Einschränkungen wegen Corona oder irgendetwas anderes betrifft. Nein zu Schwarzseherei. Nein zu Gejammer und Gezeter. Nein zum Aufgeben.

Ich sage JA zum Leben. Ja zu Veränderung. Ja zu Neuem. Ja zum „Raus aus der Komfortzone“. Und immer wieder Ja zu Gott. Denn Er weiß, wohin mein Weg mich führt. Auch wenn es manchmal holprig wird auf dem Weg. Es ist wie beim Bergsteigen: der Weg und der Aufstieg mögen hart und anstrengend und sicher auch gefährlich sein. Aber der Ausblick am Gipfel entschädigt dich für alle Strapazen.

Ein kleiner Ausblick auf das nächste Jahr? Gute Vorsätze gibt es jedenfalls nicht, die überleben sowieso höchstens bis Ende Januar. Groß Pläne schmieden ist auch nicht sinnvoll, denn spätestens seit diesem vergangenen Jahr wissen wir alle, wie schnell alle Pläne umsonst gemacht wurden.

Aber Hoffnung und Wünsche habe ich für 2021. Zuerst natürlich, dass unsere Karibikreise nachgeholt werden kann und wir dort die Familie wieder live, ohne Handybildschirm dazwischen, sehen können. Außerdem wünsche ich mir natürlich Wachstum in meinem Scentsy-Geschäft. Ich würde auch gern mal wieder Schwimmen gehen. Ganz wichtig wäre mir auch, dass ich wieder regelmäßig in meine Gemeinde gehen kann und dort auch wieder live singen darf. Aber mein größter Wunsch für 2021 ist, dass ich mit meiner Familie und meinen Freunden jeden Tag in dem Bewusstsein genießen kann, dass Gott alles, was passiert, zu meinem Besten verwenden wird und sein Plan für mich am Ende zu 100 % gut ist.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen wunderschönen letzten Tag in diesem verrückten Jahr und einen großartigen und gesegneten Start ins neue Jahr 2021!

PS: Ich habe mich entschieden, nicht wieder jede Woche einen Beitrag zu veröffentlichen – als Beitrag zu meinem JA zu Veränderung – aber ich werde schreiben, wann immer meine Gedanken eine gute Geschichte versprechen 😊. Auf diese Weise stresse ich mich nicht über Themen und du wirst hoffentlich gutes Zeug zu lessen kriegen.     

Hello! Yes, it’s me again 😊. I wrote my last story October 1st and then suddenly there was a dead end. The short break of one or two weeks became 3 months. But honestly – it was good for me. I didn’t have to frantically search for a subject to at least write a short posting. I didn’t have to wildly take pictures so I could at least post a few of them. Nice side effect: some of my older articles were clicked again and this way came to new life.

Christmas is over, the New Year is right at the door. The pandemic still has its tight grip around us and everybody wants to go back to normality. Well, maybe not everybody – e.g. in areas where there’s war or hunger – there it should not become like at the beginning of this year.

My resume for the past year: despite all adversities it could have come so much worse.

The so longed for journey to Trinidad & Tobago had to be cancelled, the short trip to Southern Bavaria had to be postponed to 6 months later. Family meetings could not take place and visiting friends was cancelled. Still, thanks to state-of-the-art technology, we could see each other and talk to family and friends – yay to video- and internet calls!

Services at church haven’t been possible for quite some weeks – but we became creative, outgrew our old ways. Services were recorded in parts, combined, posted online and visited online – and even though there was no community, there was a sense of community.

Working at the home-office wasn’t that bad at all – at least the dreamteam enjoyed that I worked from home. That phase didn’t last too long, so I could back to the office where things were a bit easier because I had all info at one place. Yet even there creativity developed and the sense of being a team grew a lot.

I was able to start my Scentsy-Snuffle-Snuggery and there also – despite the contact restrictions – ways were found to present the products and to sell them. Almost all colleagues confirmed that.

I had to waive a lot this past year and in a lot of areas I had to get used to changes – like every single one of you, I guess – but I also received a lot. I started my business. I recorded songs. I edited online services for the church website. And I enjoyed being able to say No.

And I will go on saying No. No to nagging – no matter if about Corona or anything else. No to pessimism. No to whining and moaning. No to giving up.

I say YES to life. Yes to changes. Yes to new things. Yes to “getting out of the comfort zone”. And Yes again and again to God. He knows where my path leads to. Even if the way there can be uneven quite often. It is like mountaineering: the way and climbing may be hard, exhausting and certainly dangerous. But the view from the mountain top will compensate for all hardships.

A little lookout into next year? New Year’s resolutions won’t be made. They survive longest to the end of January anyway. Making plans isn’t reasonable either. At least since this past year we all know how fast plans can turn out as made in vain.

But I do have hopes and wishes for 2021. First of all of course that our trip to the Caribbean will take place and that we’ll be able to meet the family without the little screen of the phone between us. Also, I wish for growth of my Scentsy-business. I would like to go swimming again. Very important: attending church on a regular basis again and singing there live. My biggest wish for 2021 is this: enjoying every day with family and friends in the knowledge that God will use all that happens for my best and that His plan for me is 100 % good for me in the end.

In this spirit I wish you a wonderful last day in this crazy year and a fabulous and blessed start into the New Year 2021!

PS: I decided to not release an article per week – contributing to my YES to changes – but I’ll write whenever my mind promises a good story 😊. This way I will not stress myself over subjects and you will hopefully read good stuff.

Fernweh – Wanderlust

Gestern abend bin ich von der Arbeit nach Hause gekommen und mein Schatz hat (wie immer) für mich gekocht. Aber diesmal wollte er mir nicht verraten, was es ist. Also musste ich mit geschlossenen Augen probieren. Ich kam aber nicht darauf, bis ich die Augen öffnen durfte. Es war Callaloo! Wow!

Und sofort hatte ich Fernweh! Die Sehnsucht nach Sandstrand und Palmen, nach frischen Kokosnüssen und eiskaltem Carib.

Heute habe ich Reste davon gegessen, mit Dasheen – noch ein solcher Fernwehtrigger.

Was ist denn eigentlich Callaloo? Es ist ein Gemüsegericht, ähnlich unserem Spinat oder Wirsinggemüse. Auf Trinidad gemacht aus den Blättern der Dasheen. Aus Mangel an Dasheenblättern hat Schatz Blattspinat verarbeitet. Dazu Okra, Knoblauch, Kokosmilch und verschiedene Gewürze. Auf Trinidad habe ich es das erste Mal mit blauen Landkrabben serviert bekommen. Die Krabbe war jetzt nicht so mein Ding, aber das Gemüse – ich liebe es. Und es ist schon über 2 Jahre her, dass ich das gegessen habe. Umso mehr hab ich gestern und heute mein Abendessen genossen.

Es gibt noch einige solcher kulinarischer Trigger, die mich sofort wieder von Trinidad träumen lassen: Roti oder Buss Up Shut (Fladen), Baigan Choka (Auberginenpüree mit Knoblauch), Pholourie (fritierte Teigbällchen), Mango Chutney, Bene Balls (Sesambällchen als Süßigkeit) oder Kurma (ein knuspriges Teiggebäck) – all das habe ich selber schon zubereitet und ich habe jedes mal Fernweh.

Gibt es etwas, was dir Träume in ferne Länder beschert? Oder einfach nur den Wunsch, mal woanders hinzugehen?

Last night I came home from work and my sweetheart had cooked dinner for me (like always). But this time he didn‘t want to reveal what it was. So I had to try with my eyes closed. I didn‘t figure out what it was until I was allowed to open my eyes. It was Callaloo! Wow!

Immediately I got wanderlust! Longing for sandy beaches, palm trees, for fresh coconuts and icecold Carib.

Today I had the leftovers, with dasheen – another wanderlust trigger.

Anyway, what is Callaloo? It is a vegetable dish, similar to our spinach or savoy cabbage. In Trinidad it is made of dasheen leaves. Because of a lack of dasheen leaves here, hubby used spinach leaves. Along with okra, garlick, coconut milk and several spices and herbs. The first time I was served Callaloo in Trinidad it came with blue land crab. The crab was not so much my thing, but I loved the veggies. And now it has been 2 years since I last ate it. All the more I enjoyed last night‘s and tonight‘s dinner.

There are quite a few more of those culinary triggers that make me dream of Trinidad right away: Roti or Buss Up Shut (flat bread), Baigan Choka (mashed eggplant with garlic), Pholourie (deep fried dough balls), Mango Chutney, Bene Balls (balls made of sesameseeds, sweet) or Kurma (crispy pastry) – all of which I prepared here myself and got wanderlust every time.

Is there something making you dream of countries far away? Or simply lets you wish to go some place else for some time?