Sehnsucht – Longing

In ein paar Tagen wäre es losgegangen… unsere Karibikreise. Aber COVID19 hat dafür gesorgt, dass wir nicht fliegen können. Damit hätten wir bei der Reiseplanung niemals gerechnet.

Was bleibt, ist die Sehnsucht.

Sehnsucht nach meinem Traumstrand. Sehnsucht nach der Familie. Sehnsucht nach exotischen Früchten. Sehnsucht nach dem, was so anders ist, als hier.

Was wir allerdings tun können, ist ein Stück Karibik zu uns nach Hause holen. Wie? Mit wunderbaren authenthischen Gerichten. Das haben wir am 1. Mai getan.

Zur Hochzeit haben wir eine echte Tawa – ein karibisches Backblech – bekommen, mit den passenden Holzwerkzeugen, um die Fladen zu wenden. Herrlich!

Der Plan: Roti und Buss up Shot – zwei Varianten von Fladen, Hühnchencurry mit Channa (Kichererbsen), Garnelenpfanne mit Gemüse und asiatischer Soße.

Zuerst mussten wir den kleinen Gaskocher aufbauen – die Tawa verträgt sich nicht mit meinem Elektroherd.

Während an einem Ende der Küche Fleisch und Gemüse geschnitten, gebraten und gekocht wurden, versank die andere Seite mehr oder weniger im Mehl. Wir haben morgens angefangen, Teig zu mischen, kleine Teigbälle zu formen, auszurollen, wieder zusammenzurollen, ruhen zu lassen, wieder auszurollen und auf der Tawa auszubacken. Die Prozedur ist ein echter Zeitfresser, darum wird immer eine große Portion gemacht – gleich soviel, dass wir noch ein paar Fladen einfrieren können. Die gibt es dann mit Kürbisbrei (vergleichbar mit Kartoffelbrei, nur viel bunter 🙂 ) oder mit frischem Gemüse.

Ich liebe es, Roti zu machen, oder andere Leckereien aus der Heimat meines Liebsten. Dann fühle ich mich den Menschen dort ganz nah. Es lindert die Sehnsucht und es weckt sie gleichzeitig.

Wenn du dir die Bilder von den leckeren Sachen ansiehst, wirst du verstehen, was ich meine.

Sehnsucht kann in vielen Varianten kommen. Und zu allen Zeiten. Wenn du getrennt bis von deinen Liebsten, sehnst du dich nach ihnen. Wenn du allein bist, sehnst du dich nach Begleitung. Wenn du ständig unter Stress stehst, sehnst du dich nach Ruhe. Lebst du in der Stadt, sehnst du dich nach ländlicher Idylle. Wohnst du auf dem Land, sehnst du dich nach städtischem Flair. Der Mensch sehnt sich nach Anerkennung, Erfolg, Zufriedenheit, Lob, Wertschätzung und Liebe. Doch darf man dabei nicht vergessen, dass man nicht glücklich werden kann, wenn man bei aller Sehnsucht vergisst, was man schon hat und dafür dankbar ist. Aber ein wenig Sehnsucht und Träumen kann dich dazu antreiben, nicht am gleichen Fleck stehen zu bleiben. Um es mal mit den Roti zu sagen: ohne die Sehnsucht nach der Karibik hätte ich nicht gelernt, Roti zu machen.

Eins noch: Ein Roti-gefüllter Bauch ist etwas, was dich sehr sehr glücklich machen kann 🙂 !

Probier‘s mal – es gibt unzählige Tutorials im Netz – und dann guten Appetit!

Traumstrand – Dream Beach
Tawa – Buss up Shot – Roti
Roti in Arbeit – Roti in the making
Guten Appetit! – Enjoy!

In a few days we were supposed to… travel to the Caribbean. But COVID19 is to blame for the fact that we can‘t fly. We would never have expected that when making the travel plans.

What stays is the longing.

Longing for my dream beach. Longing for family. Longing for exotic fruits. Longing for all that is different to here.

What we can do though is to bring a piece of the Caribbean home. How? With wonderful authentic dishes. That‘s what we did on May 1st.

We received a real Tawa – a Caribbean baking iron – as a wedding present, together with the matching wooden tools to turn the flatbreads. Fantastic!

The plan: Roti and Buss up Shot – two flatbread variations, Chicken-Curry with Channa (chickpeas), Shrimps with veggies and asian sauce.

First we had to set up the little gas stove – the Tawa won’t work on the electric stove.

So while in one part of the kitchen meat and veggies were cut, fried and cooked, the other part more or less drowned in flour 😉 . We started in the morning, mixing dough, making little dough balls, rolling them, rolling them up again, letting them sit, rolling them again and frying them on the Tawa. This procedure is very time consuming. That‘s why we always make a big portion – so many Roti that there‘s enough to put some in the freezer. We sometimes have them with mashed pumpkin (almost like mashed potatoes, but more colorful 🙂 ) or with fresh veggies.

I love to make Roti, or other delicious dishes from my loves home country. Then I feel very close to the people there. It softens and at the same time prompts the longing.

If you look at the pictures of the delicious dishes, you will understand what I mean.

Longing can come in many different ways. And at all times. When you‘re separated from your loved ones, you are longing for them. If you‘re always stressed, you are longing for silence. If you live in a city, you‘re longing for countryside idyll. If you live in the countryside, you‘re longing for urban flair. Man/woman is longing for acknowledgement, success, happiness, compliments, appreciation and love. Still, don‘t forget that you cannot be happy when you forget what you already have while you‘re stuck in your longings and desires. But a little longing and dreaming can encourage you to not stay in the same place. To say it with Roti: without longing for the Caribbean I never would have learned to make Roti.

And there‘s one more thing: A Roti-filled belly is something that can make you very very happy 🙂 !

Why don‘t you try? There is a vast number of tutorials on the internet – and then: Enjoy!

Do-it-Yourself-Woche – Do-it-yourself-week

Diese letzte Woche war vermutlich für alle Menschen eine ganz besondere. Mit vielen neuen Herausforderungen. Wie kommst du damit zurecht?

Ich habe am Montag meinen schon im Januar geplanten einwöchigen Urlaub angetreten. Natürlich bin ich nicht mit meiner Mutter zum Wellness gefahren, sondern sitze brav zuhause und gehe nur raus, um das Dreamteam auszuführen. Das ist immer ein Spaß für die zwei, besonders bei dem herrlichen Wetter der letzten Tage. Alle gebotenen Vorsichtsmaßnahmen inklusive.

Darüberhinaus tue ich eigentlich genau das, was ich bei ein paar freien Tagen zuhause vermutlich sowieso getan hätte. Nur mit ganz anderen Gedanken im Hinterkopf. Ich bete mehr, ich danke mehr, ich nehme bewusster wahr.

Also, womit habe ich mich nun in den letzten Tagen so beschäftigt?

Zum einen habe ich natürlich gekocht – ICH, die ich normalerweise so wenig in der Küche agiere. Leckere Kombinationen habe ich gefunden und jedes Mal das Essen liebevoll auf dem Teller angerichtet. Damit konnte ich die Mahlzeiten doppelt genießen, das Auge isst nämlich mit.

Am Montag habe ich mir mein eigenes kleines Aufnahmestudio gebastelt und ein paar der Lieder eingesungen, die ich schon im Gottesdienst mit dem Lobpreisteam gesungen habe. Das hat mir viel Spaß gemacht und ich werde mir wohl das ganze bisher aufgebaute Repertoire noch aufnehmen.

Dienstag waren dann die Hundekekse dran. Ich habe vor einiger Zeit mal ein Rezept gesucht, wo man überreife Bananen verarbeiten kann. Dabei bin ich auf das Rezept für die Kekse gestolpert und habe es bereits einmal ausprobiert. Das Dreamteam war begeistert und hat die Dinger geliebt.

Für die Hundemamas und -papas hier das Rezept (ich weiß nicht mehr, wo ich es gefunden habe):

  • 1 Banane, 1 Ei, 100 ml Milch und ca 370 g Vollkornmehl
  • Banane zerdrücken, alle Zutaten miteinander mischen und verkneten, bis der Teig glatt ist. Ausrollen und in Form schneiden bzw. ausstechen.
  • Bei 150°C ca. 30 Minuten backen
  • Gut auskühlen lassen und trocken aufbewahren. Richtig knusprig werden die Kekse, wenn du sie offen liegen lässt.

Übrigens macht es nichts aus, wenn du deine Weihnachtsplätzchenausstecher benutzt. Das ist den Hunden total egal 😉

Der große Vorteil dieser Kekse: du weißt genau, was drin ist und im Notfall (wenn dir z.B. beim Spaziergang flau wird) kannst du selber auch dran knabbern 🙂 .

Mittwoch hab ich auch ein bißchen was geschafft: ich habe meinen Gefrierschrank sortiert, den Vorratsschrank aufgeräumt und dazu beschriftete Kartons gebastelt und ein Mobile gebastelt aus alten CDs, die ich umhäkelt habe.

Also keine Langeweile diese Woche bisher. Dabei ist auch Ausruhen und Entspannen nicht zu kurz gekommen. Auch in den nächsten Tagen möchte ich gern diesen ausgeglichenen Mix aus Aktivität und Ruhe pflegen. Ich merke richtig, wie mir die Entschleunigung im Alltag guttut.

Dabei will ich nicht vergessen, ganz besonders an die zu denken, die gerade genau das Gegenteil von Entschleunigung erleben: Alle die, die jetzt ihren Job nicht von zu Hause aus erledigen können, sondern an vorderster Front für uns alle weiterarbeiten. Euch allen gilt mein größter Respekt und mein Wunsch, dass ihr alle gut durch die Krise kommt!

In diesem Sinne wünsche ich dir und mir und allen da draußen: bleibt gesund!

(scroll below the fotos for the English text ;-))

Mein Studio und Publikum – my studio and audience
bunt gemischt – colorful variations
Mischen und schneiden – mix and cut
oder ausstechen – or use a cookie cutter
Sogar das Popcorn ist selbstgemacht – even the popcorn is diy
Mobile = active recycling

This last week most likely was very special for all of us. With lots of new challenges. How do you deal with this?

Monday I started my vacation of one week which was already planned since January. Of course I didn‘t travel to the wellness hotel with my mother, but I obediently sit at home and only leave the house to walk the dreamteam. That‘s always a lot of fun for the two, especially with the great weather these days. All required precautions inclusive.

In addition to that I actually do exactly what I most probably would have done being off work for a few days anyway. But with a totally different mindset. I pray more, I thank more, I perceive more.

So how did I fill these last few days?

For one thing of course I cooked – I, who normally doesn‘t use the kitchen so often. I found delicious combinations and I arranged my food nicely on the plate every day. Thus I was able to double-enjoy my meals, because you eat with your eyes first.

Monday I arranged my own little recording studio and recorded a few of the songs that I already sang in church with the worship team. That was a lot of fun and I plan on recording the whole repertoire I collected.

Tuesday was cookie time for the pups. Some time ago I searched the internet for a recipe to use up very ripe bananas. That‘s when I found the recipe for the cookies and I tried it then. The dreamteam was really excited and loved the treats.

Here‘s the recipe for all doggie-mamas and -papas (I don‘t remember which site I found it on):

  • 1 banana, 1 egg, 100 ml milk and 370 g whole-grain flour
  • Mash the banana, mix the ingredients and knead until the dough is smooth
  • Roll and cut in bits or use a cookie cutter
  • Let cool and store dry. The cookies get really crunchy if you let them dry in an open container.

By the way – it doesn‘t matter if you use your Christmas cookie cutters – the dogs don‘t care 😉 .

The big advantage of these treats: you exactly know the ingredients and just in case (when you e.g. start feeling weak on your walks) you can nibble them yourself 🙂 .

I accomplished quite a bit on Wednesday too: I sorted the stuff in the freezer, cleaned out the pantry and created little boxes with labels. And I crafted a mobile made from old CDs that I crocheted around.

So there was no boredom this week so far. Yet I didn‘t miss out on resting and relaxing. In the coming days I would like to cherish this well balanced mix of activity and rest. I totally notice the positive effects of this slowing down in my everyday life.

In all that I do not want to forget to think of all those, who right now experience the opposite of slowing down: All those who can‘t work from home, but have to work front and center for all of us. My deepest respect for you all and my wish that you all stay fine through this crisis!

With this in mind I wish you and me and everyone out there: stay healthy!