Sturmwetter – Stormy Weather

Ich habe mal wieder ziemlich spät mitbekommen, dass ein Sturm über Deutschland ziehen soll. Sonntag nachmittag war ich nochmal mit den Hunden draußen, bevor es losgehen sollte.

Der Wind war ziemlich stark und es wurde wirklich kalt draußen. Montag Vormittag gab es einen Mix aus starken Regenschauern, heftigem Wind und Phasen von strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Jedesmal, wenn ich dachte, jetzt kann ich die Hunde ausführen, hat es wieder angefangen zu regnen.

Es sind sogar einige Bäume auf die Straße gestürzt und die örtliche Feuerwehr musste die Straße um etwa 5 Uhr früh und gegen 11 Uhr freiräumen. Aber trotzdem wurde unsere Gegend nicht zu stark getroffen, Gott sei Dank.

Dienstag auf Mittwoch hat es dann tatsächlich geschneit und gefroren. Weder die Hunde noch ich haben wirklich viel geschlafen. Aber trotzdem sind wir morgens fröhlich aufgestanden und in eisigem Wind spazieren gegangen. Das war ganz schön anstrengend – zumindest für mich 😉 .

Jeder Sturm im Leben kann dich durcheinanderwirbeln, durchschütteln, aus der Bahn werfen. Wie gut ist es dann, einen sicheren Ort zu haben, in dem du geschützt das Ende des Sturms abwarten kannst.

Unser Haus ist für mich ein Zufluchtsort, wenn das Wetter heftig wird. Und Gott ist mein Zufluchtsort, wenn es in meinem Leben turbulent zugeht.

Bei Ihm darf ich mich sicher fühlen, auch wenn Stürme um mich herum toben.

Wo suchst du Schutz vor den Stürmen des Lebens? Schreib mir doch in den Kommentaren. Ich freue mich, von dir zu lesen!

Die Ruhe vor dem Sturm – The calm before the storm
Stürmisches Wetter – Stormy weather
Kuscheln mit Mami – Cuddling with Mommy

I found out rather late that there was a storm about to hit Germany. Sunday afternoon I walked the dogs one more time before it was supposed to start.

The wind was quite strong and it got really cold outside. Monday morning was a mix of heavy rain, strong wind and phases of bright sunshine and blue sky. Every time I thought about walking the pups, it started raining again.

Even a few trees had fallen on the road and the local firemen had to clear the road at about 5 in the morning and later at about 11. But still, but thank God our area was not hit too hard.

Tuesday to Wednesday it actually snowed and got freezing cold. Neither the dogs nor I really got to sleep much. Anyway we happily went for a walk in the ice-cold wind. That was pretty exhausting – at least for me 😉 .

Every storm in life can whirl you around, shake you, throw you off track. How good is it then to have a safe place where you are protected while you wait for the end of the storm.

Our house is my shelter in severe weather. And God is my shelter when my life is becoming turbulent.

I can feel safe in His presence while the storms are raging around me.

Where do you find shelter in the storms of life? Tell me in the comment section. I‘m looking forward to reading from you!

Wenn die Traurigkeit dich überfällt – When sadness hits you

An manchen Tagen scheint einfach die Sonne nicht aufgehen zu wollen. Auch emotional nicht. Dann überfällt mich eine Traurigkeit, die ich gar nicht richtig beschreiben kann.

So einen Tag hatte ich vergangene Woche. Ich konnte den ganzen Tag nur weinen, wusste aber nicht, warum. Es kam einfach so. Dabei war es ein völlig normaler Tag, mit Spaziergang, Haushalt, Arbeit usw. Aber die Traurigkeit hielt mich fest bis in den Nachmittag hinein.

Also, was sollte ich tun? Versuchen, dieses Gefühl zu verdrängen? Das hätte sicher nicht geholfen, denn wenn ich das getan hätte und das Gefühl wäre irgendwann wieder aufgetaucht, dann wäre es noch viel stärker gewesen. Stattdessen habe ich es zugelassen, akzeptiert und durchlebt. Ich habe beim Telefonat mit meinem Mann geweint und zugegeben, dass ich mich schlecht fühle, aber es eigentlich gar keinen Grund dafür gab. Auch auf der Arbeit habe ich es nicht versteckt. Und weißt du was? Nachdem ich eine zeitlang geweint und getrauert habe, begann ich mich besser zu fühlen. Die Energie kehrte zurück und ich habe sowohl auf der Arbeit als auch nach Feierabend zu Hause einiges weggeschafft. Der Rest der Woche war auch fast durchgehend positiv.

Es gibt keinen Grund, sich zu schämen, wenn einen so starke Gefühle überfallen. Aber in dieser Welt soll man immer gut drauf sein und lächeln. Wenn man das nicht tut, ist man gleich schwach. Aber das ist völliger Blödsinn. Denn wer sich traut, zu zeigen, dass es ihm nicht gut geht, der ist der wirklich Starke. Denn sich nicht zu verstecken ist mutig. Schließlich muss man immer damit rechnen, sich damit angreifbar zu machen.

Als meine Freude zurückkehrte und mein Lächeln wieder strahlte, habe ich auch das wieder deutlich nach außen tragen können. Darüber haben sich die Menschen in meinem mit mir gefreut.

Ich bin Gott sehr dankbar dafür, dass er mir die Fähigkeit gegeben hat, zu fühlen. Es wäre eine sehr kalte Welt, wenn es keine Gefühle gäbe. Wenn ich meine eigenen Gefühle zulassen kann, kann ich auch lernen, die Gefühle anderer zulassen und mitfühlen.

In meinem neuen Planer steht täglich die Frage, ob mir etwas, das mir negativ erschien, eine positive Seite hatte. An diesem traurigen Tag habe ich am Abend hingeschrieben, dass ich es als positiv empfand, dass ich das Gefühl der Trauer zulassen konnte und dass ich dadurch ganz bewusst auf die vielen kleinen positiven Dinge meines Lebens schauen durfte.

Versuch einmal, besonders an einem schlechten Tag, die schönen Kleinigkeiten bewusster wahrzunehmen. Ich verspreche dir, das lohnt sich!

Traurig – Sad
Kraniche, Gäste, Sonnentag, Kekse für Mensch und Hund, Dreamteam – Cranes, guests, sunny day, cookies for human and dog, dreamteam

There are some days when it seems the sun just doesn‘t want to rise. Even emotionally. Then a kind of sadness hits me that I cannot really describe.

I had such a day last week. I could only cry all day, but didn‘t know why. It just happened. But it was just a regular day with walking the dogs, household, work and so on. But the sadness didn‘t loosen its grip on me until the afternoon.

But what to do? Trying to eliminate the feeling? That certainly would not have helped, because had I done that and the feeling had come back, it would have become much more intense. Instead I allowed it, accepted it and went through it. I cried when my husband called and I admitted that I felt bad and there was not really a reason for it. Even at work I didn‘t hide it. And you know what? After I had cried and was sad for a while, I started feeling better. My energy came back and I accomplished a lot at work as well as at home after work. The rest of the week was almost completely positive.

There‘s no reason to be embarrassed about being hit by such strong feelings. But in this world you‘re supposed to always be in a good mood and smile. If you aren‘t, you are considered weak. But that is pure nonsense. The one who dares to show that they‘re not feeling well is the real strong one. Because not to hide is courageous. After all you always have to reckon becoming vulnerable.

When my joy came back and my smile was shining again, I could show that too. The people around me shared my happiness.

I thank God for the ability to feel. It would be a cold world without feelings. When I‘m able to accept my own feelings I can learn to accept the feelings of others and I can feel for them.

In my new planner I‘m asked daily if something that looked negative to me had a positive side. On the evening of that sad day I wrote that I found it positive to be able to accept the feeling of sadness and that I consciously concentrated on the many little positive things in my life.

You should try – especially on a bad day – to appreciate the beautiful little things in your life. I promise, it‘s worth it!

Pulloverwetter – Sweater weather

Die vergangenen Tage war das Wetter ja nicht sehr prickelnd. Es war windig, kalt und es hat meistens geregnet. Trotzdem haben wir uns aufgerafft und sind gelaufen. Zur Lieblingswiese mit den Lieblingskletterbäumen und den Lieblingsmauselöchern. Wie wir dabei aussahen, kannst du auf der Fotocollage sehen. Und meinen dritten Hund – den Tee-Mops, den ich zu Weihnachten bekommen habe, lernst du heute auch kennen 😀 .

Da ich diese Woche irgendwie so keine Schreibidee habe, bekommst du heute einfach mein Dreamteam zu sehen.

Ein Tipp noch: es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung! Warst du diese Woche mal draußen an der frischen Luft? Frische Luft lässt dich gut schlafen!

DREAMTEAM

These past days the weather was not really so nice. It was breezy, cold and most of the time it rained. But anyway we pulled ourselves together and went walking. To the favorite field with the favorite climbing logs and the favorite mouse holes. What we looked like, you can see on the picture collage. And you get to know my third dog – the tea-pug, that I got as a christmas present 😀 .

After I don‘t have any idea this week what to write about, you will just get to see my dreamteam.

One more advice: there‘s no such thing as bad weather, only bad clothing! Have you been outdoors last week? Fresh air makes you sleep well!

Leben in Farbe – Life in color

Ich war vor ein paar Tagen am Flughafen. Dort sitze ich gern mit einem Becher Kaffee und schau mir nicht nur die Flugzeuge, sondern vor allem die Menschen an. Ich finde es einfach faszinierend, wie unterschiedlich wir alle aussehen und wie wir doch alle dieser einen, besonderen Spezies angehören.

Und jetzt stell dir mal vor, es gäbe nur rund und eckig und schwarz und weiß. Bei allem. Stell dir vor: Bäume und Gras, Vögel und Fische, Hund und Katz, Auto und Fahrrad, Mann und Frau usw.– alles rund oder eckig und schwarz oder weiß. Hast du das Bild? Nicht einfach, sich das vorzustellen, oder?

Wie gut, dass wir eine völlig andere Welt erleben dürfen, mit vielen bunten Farben und genauso vielen verschiedenen Formen. Nochmal zurück zur Aufzählung: Bäume allein gibt es in so vielen Farben und Formen, dass man das kaum fassen kann. Ebenso bei allem anderen.

Auch kann alles im Leben mal seine Farbe verlieren, verblassen oder aus der Form geraten, während es altert. Ein Blatt verliert im Herbst sein Grün, genauso wie meine Haare ihr Braun verloren haben. Ein Autoreifen kann, wenn er lange nicht bewegt wird, platt werden, ich dagegen werde in der Mitte eher rund, wenn ich mich nicht bewege 😉 . Alles unterliegt der Veränderung. Und Veränderung ist nicht auch gleichzeitig immer Verschlechterung (wobei das beim Autoreifen wohl zutrifft). Nein, Veränderung ist meistens Verbesserung. Ja, ich bin grauer geworden, aber ich bin auch schlauer geworden. Ich habe ein wenig mehr Speck als früher, aber auch ein dickeres Fell. Ich war schon immer ein wenig verrückt, aber ich habe das Leben noch nie so genossen, wie jetzt. Und wenn mal etwas nicht so funktioniert, wie ich das gerne hätte, dann habe ich mittlerweile entweder die Geduld, zu warten oder aber den Mut, einen anderen Weg zu suchen.

Und ich bin noch dankbarer geworden. Ich freue mich noch mehr an den Dingen, die mir geschenkt werden. Sei es die Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen darf, oder die kleine Geburtstagstorte von Freunden, oder ein Kompliment für die Liedauswahl, die ich für den Gottesdienst getroffen habe, oder den strahlend blauen Himmel, oder mein warmes Bett.

Auch an grauen Tagen wie heute, an denen es nicht richtig hell werden will, weiß ich doch, dass die Sonne scheint. Über dem Grau. Das kannst du sehen, wenn du im Flieger sitzt und hoch über den Wolken schwebst.

Was man auch nicht vergessen darf: es gibt nichts auf der Welt ohne ein Gegenüber. Eben wie grau und bunt, Winter und Sommer, Licht und Schatten.

Entscheidend ist allein, ob du annehmen kannst, dass das eine ohne das andere nicht existiert – und wie du damit umgehst. Siehst du immer nur die Schattenseiten? Dann wird es Zeit, dass du dich mal umdrehst und ins Licht schaust. Dann fallen die Schatten hinter dich. Ich sage nicht, dass sie verschwinden, sie sind noch da, aber du siehst sie nicht mehr. Und im Licht wird deine Welt wieder bunter werden. Probier das doch mal aus!

Das Leben ist bunt
Leben in Farbe – Life in color

A few days ago I was at the airport. I like to sit there with a cup of coffee and watch not only the airplanes but especially people. I find it fascinating how different we all look and yet all belong to this one special species.

And now imagine there was only round and angular, and black and white. In everything. Imagine: trees and grass, birds and fish, dogs and cats, cars and bicycles, men and women etc. – all round or angular and black or white. You got the picture? Not easy to imagine, is it?

How good, that we may experience a whole different world, with lots of bright colors and just as many shapes. Back to the list: trees alone exist in so many colors and shapes that you can hardly conceive it. Just like everything else.

Things can lose their color, fade or get out of shape while aging. A leaf loses its green in autumn just like my hair lost its brown. A tyre can – if not being moved for some time – become flat, while I rather get rounder in the middle, when I don‘t move 😉 . Everything is subject to changes. Changes don‘t always mean a change for the worse (considering the tyre it would be, though). No, change most of the time is improvement. Yes, I got greyer, but also I got smarter. I have a little more fat around my belly, but I also have thicker skin. I have always been a little crazy but I never enjoyed life like I do now. And if something doesn‘t work the way I want it to, I finally have the patience to wait or the courage to find another way.

Also, I became even more thankful. I rejoice even more at things I receive. Be it time I can spend with my family, or the little birthday cake from friends, or a compliment about the choice of songs for the church service, or the bright blue sky, or my warm bed.

Even on grey days like today, when it seems that it will not clear up, I know that the sun is shining. Above the grey. You can see that when you‘re in a plane flying high above the clouds.

You should not forget: there‘s nothing in this world without a counterpart. Like grey and colorful, winter and summer, light and shadow.

Crucial alone is if you can accept that one does not exist without the other – and how you handle it. Do you always see the shady sides? Then it‘s about time to turn around towards the light. Then the shadows will fall behind you. I don‘t say they will disappear, they are still there, but you don‘t see them anymore. And your world will become more colorful again in the light. Why don‘t you just try it?

Was ist drin im Werkzeugkoffer? – What‘s inside the toolbox?

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In unserem Haus gibt es nicht nur einen, sondern mehrere Werkzeugkoffer. Ich hab meinen eigenen mit Hammer und Nägeln, Schraubenziehern, verschiedenen Schrauben, unterschiedlichen Zangen, Cuttermesser und verschiedenem Kleinkram. Schließlich muss ich hin und wieder mal was reparieren oder ein Bild aufhängen. Den Umgang mit Werkzeug hat mir mein Papa schon sehr früh beigebracht. So konnte ich sogar einmal mit meinem Satz Feinwerkzeug mein Saxophon komplett auseinandernehmen und nach der Reparatur wieder zusammensetzen, ohne dass ein Schräubchen übrig geblieben wäre. Heute würde mir dazu vermutlich die Geduld fehlen. Mein Mann hat übrigens seine Werkzeugkoffer mit Profiwerkzeug – immerhin ist er Handwerker – Schreiner, um genau zu sein.

Für alles im Leben gibt es Werkzeuge.

Ich habe zum Beispiel schon öfter erwähnt, dass ich das intueat-Programm nutze, um wieder einen intuitiven Zugang zum Essen und zu einem besseren Wohlbefinden zu finden. Und es funktioniert wunderbar. Ich fühle mich richtig wohl in meinem Körper, auch wenn ich nicht aussehe, wie die Models, die uns ständig als Idealfrauen vorgeführt werden. Dieses Programm ist auch wie ein Werkzeugkoffer mit verschiedenen Werkzeugen drin, z. B. Texte, Audios, Übungen, Trackern, Podcast und vieles mehr. Für mehr Informationen klick mal auf die Überschrift „Wohlfühlen!“.

Ein neues Werkzeug ist unterwegs. Ein neues Buch, ein Planer, ein Buch, Lese- und Lernstoff. Ich werde später darüber berichten.

Auch in der Küche liebe ich meine Werkzeuge. Gern nutze ich unseren Standmixer, denn ich liebe „dicke“ Smoothies. Dazu werfe ich Früchte inklusive Schale einfach in den Mixer und drücke ein paarmal auf den Knopf. Prima als Frühstück oder Zwischenmahlzeit. Vor kurzem hat mein Mann eine Heißluft-Fritteuse gekauft. Das Teil ist einfach grandios. Es spart Zeit, das Aufheizen des Backofens entfällt, es ist wunderbar für kleinere Portionen. Ich habe die letzte Woche häufig Abendessen darin bereitet. Also beides perfekte Werkzeuge für mich, die ich ja nicht unbedingt so gern in der Küche stehe.

Auch mein Handy, Laptop, Waschmaschine, Auto, Hundegeschirre und noch viel mehr sind Werkzeuge, die mir täglich das Leben erleichtern.

Aber weißt du, alle diese Werkzeuge sind zweitrangig, denn das allerwichtigste Werkzeug in meinem Leben ist das Gebet, der Dialog mit Gott. Ein Werkzeug, das funktioniert. Als ich nach meinem Schlaganfall wieder klar denken konnte, war das erste, was ich tat, beten. Und ich bat auch Freunde, für mich zu beten. Nicht mal für Gesundheit, sondern für Ruhe, um mit der Situation umgehen zu können. Und es hat funktioniert. Ich hatte keinerlei Angst mehr vor dem, was folgen würde. Und es war nicht nur ein einseitiges Gespräch mit Gott, nein, es war ein Dialog. Oh ja, Dialog. Ein Reden und ein Zuhören. Das gehört zu einer guten Kommunikation. Ich konnte im Herzen hören, wie Gott mir Trost zusprach. Auch, als mein Papa im Sterben lag, war es der Dialog mit Gott, der mir Ruhe und Trost geschenkt hat. In meinem Lebens-Werkzeugkoffer darf also das Gebet nicht fehlen. Hast du das schon mal ausprobiert?

Du siehst, Werkzeuge für’s Leben sind so vielfältig wie das Leben selbst. Es ist ganz abenteuerlich, herauszufinden, welche Werkzeuge du in deinem Leben brauchst.

Was hast du denn so alles in deiner Werkzeugkiste? Erzähl mal davon, ich freu mich auf deinen Kommentar!

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In our house there is not only one but there are several toolboxes. I got my own one with a hammer and nails, screwdrivers, various screws, different pliers, a cutter knife and all sorts of little stuff. Every now and then even I have to repair stuff or hang up a picture. I was taught by dad how to use tools at young age. Thus I was even able to take my saxophone apart and reassemble it after the repair, without a screw being left over. Today I most probably wouldn‘t be patient enough for that. By the way, my husband has his own toolboxes with professional tools – he is a craftsman – carpenter, to be exact.

There are tools for everything in life.

I already told you about using the intueat program to find back to an intuitive way of eating and to physical and emotional well-being. And it works wonderfully. I really feel good in my body, even if I do not nearly look like the models that the media presents us as the ideal women all the time. The program is like a toolbox with different tools, like texts, audio files, exercises, trackers, podcast and much more. For more information click the headline „Feel Good!“. (Unfortunately the program is not available in Englisch yet.)

A new tool is on its way. A new book, a planner, reading and studying material. I will tell you about it later on.

Also, in the kitchen I love my tools. I like to use our blender, because I love „thick“ smoothies. I throw fruit with the shell in and press the button a few times. Perfect for breakfast or a snack. Shortly hubby bought an air fryer. That piece is simply gorgeous. It saves time, pre-heating the oven is not necessary, it is great for smaller portions. I prepared dinner often this past week. So both are perfect tools for me, especially because I do not really like to spend my time in the kitchen.

My cell phone, laptop, washing machine, car, dog harnesses among many others also are tools to make my life easier.

But you know what? All these tools are secondary, because the most important tool in my life is prayer, the dialogue with God. A tool that works. After I was able to think clearly again after my stroke, the first thing I did was to pray. I also asked friends to pray for me. Not even for health, but for calmness to handle the situation. It worked. I was not afraid anymore of whatever would follow. And it was not a one-way conversation with God, no, it was a dialogue. O yes, a dialogue. A talking and listening. That‘s what good conversation is composed of. I could hear in my heart how God consoled me. Also, when Dad was on his deathbed, it was the dialogue with God that comforted me. I cannot imagine my life‘s tool box without prayer. Have you tried?

You see, tools for life are as manifold as life itself. It is an adventure to find out which tools you need in your life.

What are the things you have in your toolbox? Tell me about it, I‘m looking forward to reading your comments!

Kaum zu glauben – Hard to believe

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Die erste Woche im Januar ist schon wieder um, bald ist wieder Weihnachten 😉 .

Selten habe ich eine ganze Woche so genossen, wie die letzte. Warum? Oh, da gibt es eine Menge Gründe:

* Ich bin gesund und kann jeden Morgen aus einem gemütlichen Bett aufstehen. * Ich konnte ein paar Tage Urlaub und ein Wellness-Wochenende genießen. * Seit Dienstag gehe ich wieder arbeiten und im Büro darf ich meinen neu gestalteten Arbeitsplatz genießen. * Ich hatte gestern Geburtstag und wurde wunderbare 53.

Wusstest du übrigens, dass Geburtstage sehr gesund sind? Wenn du viele davon hast, kannst du richtig alt werden.

Groß gefeiert habe ich nicht, meine Mama war morgens auf einen Kaffee da und ich habe nachmittags gearbeitet. Am Abend hat Schatz eine dicke Bohnensuppe für uns bereitet und zwei Freunde kamen vorbei, mit kleiner Torte (lecker!!!) und einer Flasche eiskaltem Sekt. Den haben wir auch gleich genossen. Von Schatz habe ich einen neuen Bürostuhl und einen bezaubernden Blumenstrauß bekommen und ich selber habe mir einen neuen Fitness-Tracker gegönnt (wieder mit Blutdruckmess-Funktion – das nutze ich ganz gern seit ich 2018 die Schlaganfall-Episode hatte). Das ist das gute Stück: SW 660 ECG schwarz – Smart-Wearable mit Bluetooth Funktion und Herzfrequenzmessung sowie EKG-überwachung

Ja, ich habe 2020 glücklich begonnen – trotz Erkältung – und jetzt ist es wieder dran, ein wenig Struktur in die Tage zu bekommen. Nach all den Feiertagen und dem Urlaub wird das sicher ein paar Tage dauern, aber es wird sich mit Geduld entwickeln.

Wichtig für mich ist dabei, nicht irgendein schwammiges Ziel zu haben, sondern es genau zu formulieren. Denn das geht ins Unterbewusstsein über. So möchte ich nicht einfach „mein Zimmer entrümpeln“ sondern „bis Ende März werde ich die zwischengelagerten Kartons in meinem Zimmer aussortiert haben und das Zimmer neu gestalten“. Ein weiteres Ziel ist nicht „mehr lesen“, sondern „Im Januar lese ich dieses Buch: Wohlfühlgewicht: Wie du dich vom Diät-Zwang befreist und intuitiv deine Wohlfühlfigur erreichst und höre dazu täglich ein Audio aus dem Programm.“

Du darfst mich in ein paar Wochen gern mal fragen, ob ich meine Ziele erreicht habe.

Zu Beginn dieses Jahres habe ich dazu ein passendes Wort für mein Jahr 2020 erhalten: FOKUS – ein starkes Wort für jemanden wie mich, der sich ständig und von allem ablenken lässt. Ich habe mir das Wort groß vorne in meinen Kalender geschrieben, damit ich es immer wieder vor Augen habe. Fokus – auf was? Auf meine Ziele, auf die Aufgaben die vor mir liegen. Fokus auf immer nur eine Sache, denn ich bin absolut nicht Multitasking-fähig, wenn ich gute Arbeit liefern soll. Fokus vor allem auf Gott, denn Ihm verdanke ich mein Leben. Wenn du mich persönlich kennst, weißt du, dass mir das am Wichtigsten ist.

Oh, noch eine kleine Anmerkung: Zu Neujahr und zum Geburtstag hat man mir sehr oft als Hauptsache Gesundheit gewünscht. Viel wichtiger aber für mich ist es, den Glauben nicht zu verlieren, wenn es mal brenzlig wird. Ganz nach der Jahreslosung für diese Jahr:

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,24

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gute Woche!

The first week of January is already over, soon it will be Christmas again 😉 .

Rarely I have enjoyed a whole week like last week. Why? O, there are a whole lot of reasons:

* I am healthy and can get up from a cozy bed every morning.* I could spend a few days off work and a wellness-weekend. * Since Tuesday I am back to work and I may enjoy my newly designed workplace in the office. * It was my birthday yesterday and I turned wonderful 53 years old.

By the way, did you know that birthdays are very healthy? If you have many of them, you are likely to get quite old.

I didn‘t have a big party, my Mom came over for a cup of coffee in the morning and I went to work in the afternoon. Hubby prepared thick bean-soup for us for dinner and two friends came over with a little cake (delicious!!!) and a bottle of ice-cold sparkling wine. We enjoyed that right away. Hubby surprised me with a new office chair and a beautiful bouquet of flowers and I bought a new fitness-tracker for myself (again with the feature for measuring my blood-pressure – I like to use this since I had my stroke-episode in 2018). This is the one: SW 660 ECG schwarz – Smart-Wearable mit Bluetooth Funktion und Herzfrequenzmessung sowie EKG-überwachung

Yes, I started 2020 happy– inspite of the cold I had caught – and now it is time for bringing a little structure into my days. After all the holidays and vacation it might take a few days but with patience it will eventually develop.

It is important for me not to have some blurry goals but to define them. That is what takes it into subconsciousness. So I don‘t simply want to „declutter my room“ but „to sort out the cartons I stored in my room by the end of March and to redesign my room“. Another goal is not to „read more“ but to „read this book in January“: Wohlfühlgewicht: Wie du dich vom Diät-Zwang befreist und intuitiv deine Wohlfühlfigur and to listen daily to an audio from the program.

You‘re welcome to ask me in a few weeks if I have reached my goals.

At the beginning of this year I received a relevant word for my year 2020: FOCUS – a strong word for someone like me who gets distracted all the time by everything. I wrote this word down in big letters in my calender so I see it every day. Focus – on what? On my goals, on the tasks that lie before me. Focus on one thing at a time, because I am not able to multitask when I‘m expected to work good. Focus first and foremost on God, because it is thanks to Him that I‘m alive. If you know me personally, you know this is my priority.

O, one more thing: a lot of people wished me health at New Year and on my birthday. Much more important for me though is not to lose my faith when the situation gets hairy. According to the bible quote for this year:

I do believe; help me overcome my unbelief!” Mark 9,24

With this in mind I wish you a good week!

Die gleiche Prozedur wie jedes Jahr? – The same procedure as every year?

Nun ist es also da, das neue Jahr mit der hübschen Wiederholung in der Nummerierung. Ich bin sehr gespannt, was es uns bringen wird.

Gute Vorsätze habe ich keine, denn in spätestens 3 Wochen sind die eh dahin. Aber unsere Familientraditionen haben wir gepflegt: Spieleabend an Silvester und Haxen, Sauerkraut und Kartoffelbrei am Neujahrstag. Das war super lecker und das kenne ich schon seit Kindertagen. Also eine Prozedur wie in jedem Jahr 🙂 .

„Dinner for One“ am Silvester schauen ist übrigens keine meiner Traditionen 😉 .

Mein Kalender schenkte mir zum Jahresbeginn einen Spruch von Goethe: Das neue Jahr sieht mich freundlich an. Und ich lasse das alte mit seinem Sonnenschein und Wolken ruhig hinter mir.

Das ist auch mein Plan – das alte Jahr ruhig hinter mir lassen, mit allem, was es gebracht hat. Eine ehemalige Klassenkameradin wünschte mir am Sonntag einen „versöhnlichen“ Abschied vom Altjahr. Das fand ich sehr treffend gewählt.

Eine andere Prozedur wie jedes Jahr war vergangenen Sonntag das Jahresabschlusskonzert, bei dem ich mit VIERPLUSEINS dabei sein durfte. Eine gut gefüllte Kirche, ein super zusammengestelltes Programm und ein gelungener Auftritt. So macht es Freude, sich vom Altjahr zu verabschieden.

Jetzt liegen noch ein paar freie Tage vor mir. Ein wenig Regeneration, ein wenig Jahresrückblick auf 2019, vielleicht ein wenig Ziele formulieren für 2020 und einfach die Tage genießen. Das ist vielleicht doch ein Vorsatz für dieses Jahr. Vielleicht aber auch nur ein kleiner Plan, meine erste Woche 2020 zu verbringen.

Wie bist du denn ins neue Jahr gekommen? So wie jedes Jahr? Oder anders? Erzähl mir mal davon in den Kommentaren.

Ich wünsche dir ein großartiges Jahr 2020!

VIERPLUSEINS – FOURPLUSONE

Now it has arrived, the new year with the nice repetition in the numbers. I wonder what it will have in store for us.

I don‘t have any New Year‘s resolutions, because I wouldn‘t stick with them longer than 3 weeks. But we cherished our family traditions: playing games on New Year‘s Eve and ham hocks, Sauerkraut and mashed potatoes on New Year. It was super delicious and it is something I‘ve known since childhood. So it was a procedure as every year 🙂 .

Watching „Dinner for One“ is not one of my traditions though 😉 .

My calendar presented me a quote by Goethe at the beginning of this year: The new year looks friendly at me. And I leave the old one with it‘s sunshine and clouds quietly behind me.

That is my plan – leaving the old year quietly behind me, with all the things it brought. A former classmate wished me a „forgiving“ goodbye from the old year. I find this very appropriate.

Another procedure as every year was the annual closure concert last Sunday where I was able to take part as member of FOURPLUSONE. A well filled church, a perfectly mixed program and a successful performance. That‘s a great way to bid adieu to the old year.

Now there are a few days off work ahead. A little regeneration, a little review of 2019‘s events, maybe a little drafting 2020‘s goals and simply enjoying these days. That might be a New Year‘s resolution. Or maybe just a little plan of how to spend my first week in 2020.

How did you get into the new year? Like every year? Differently? Tell me about it in the comment section.

I wish you a fabulous year 2020!

Frohe Weihnachten – Merry Christmas

Weihnachtsgottesdienst, Geschenke, Würstchen und Kartoffelsalat, Weihnachtslieder auf dem Dorfplatz, Entenbraten mit Klößen, Spaziergang im Regen, ein paar gute Filme, Würfelspiele, Geschichten und Lachen. Und immer wieder Tränen, denn es ist unser erstes Weihnachtsfest ohne Papa. Wir feiern Weihnachten nur zu dritt: Schatz, Mama und ich. Am ersten Weihnachtsfeiertag gestern waren es genau 3 Monate, dass Papa nach Hause gegangen ist. Das Leben geht weiter. Aber er fehlt so sehr.

Trotzdem ist ganz deutlich der Weihnachtsfriede zu spüren. Das ist wunderbar, ein Wunder, genau wie Weihnachten voller Wunder ist.

Ich wünsche dir auch diesen wunder-vollen Frieden!

Geschenke – Presents
Spaziergang im Regen – Walk in the rain
Ente und Klöße – Duck and Dumplings

Christmas service, presents, hot-dogs and potatoe salad, Christmas Carols on the village square, grilled duck with dumplings, a walk in the rain, some good movies, game of dice, stories and laughter. And tears every so often, because it is our first Christmas without Dad. We are three to celebrate Christmas, Hubby, Mom and I. Yesterday, on the First Holiday (in Germany we have two) it were 3 months since Dad went home. Life goes on. But he is deeply missed.

Still, we can clearly feel the Christmas peace. That is wonderful, a wonder, just like Christmas is full of wonders.

I wish you that wonder-ful peace as well!

Advent – Weihnachten kommt – Christmas is coming

Bist du gerade auch so sehr beschäftigt? Statt die adventliche Besinnlichkeit zu genießen, hetzt du von Termin zu Termin und hast vor den Feiertagen noch so viel zu erledigen?

Hier sind nur ein paar Aktivitäten der letzten Woche – neben Arbeit, Dreamteam, Familie und Haushalt:

Einkaufsbummel mit Mama – Weihnachtsmarkt – Weihnachtsfeier vom Chor am Samstag.

Lobpreisleitung im Gottesdienst – kurzfristig Auftritt als Märchenoma bei einem Konzert am Sonntag.

Der übliche Wäscheberg und ein geplanter, aber dann doch abgesagter Probentermin am Montag.

Ein Dreamteam-Spaziergang mit Spielstunde in der Sonne und am Abend VIERPLUSEINS-Probe am Dienstag.

Am Mittwoch abend dann ein sehr leckeres Essen – vom Gatten gekocht und lieb serviert, direkt nach Feierabend.

Und heute abend direkt nach der Arbeit zum Weihnachtsessen mit Chef und den Kollegen.

Bleibt da noch Zeit für Adventsstimmung?

Nun, das ist deine eigene Entscheidung. Du hast die Wahl, dich von den Aktivitäten in Stress versetzen zu lassen oder sie als Erinnerung daran zu nutzen, dass wir schon bald Weihnachten feiern dürfen. Feiern tun wir doch deswegen, weil Weihnachten vor der Tür steht. Die Proben sind auch auf dem Plan, weil wir für Weihnachten proben. Und Dekorieren und Schmücken ist doch auch Vorbereitung auf die Feiertage.

Nein, ich lasse mich nicht stressen. Ich nehme mir Zeit, zu entschleunigen und mir inmitten der Emsigkeit Ruhepausen zu schaffen. Ein Bad, eine schöne heiße Tasse Tee, ein Viertelstündchen auf der Couch, ein Spaziergang an der frischen Luft oder einfach nur ein langer Blick aus dem Fenster.

Und in der nächsten Woche stehen noch ein paar Termine im Kalender. Aber das stört mich nicht, denn jeder erledigte Termin bringt mich ein Stück näher an die Feiertage.

Ja, ich freue mich auf Weihnachten. Wir werden es gemeinsam mit Mama verbringen. Zum ersten Mal ohne Papa. Das wird sicher nicht einfach, aber ich freue mich trotzdem. Auf das Fest, an dem wir die Geburt Jesu feiern. An dem wir feiern, dass Gott seinen Sohn sandte, damit wir wieder seine Familie sein können.

Freust du dich auf Weihnachten? Wie wirst du die nächsten Tage verbringen.

Are you too so very busy at the moment? Instead of enjoying the Advent contemplation you run from appointment to appointment and you have so many things to get done before the holidays?

Here are just a few activities of last week – besides work, dreamteam, family and household.

Shopping tour with Mom – Christmas market – Christmas party with the choir on Saturday.

Leading worship in church – last minute performance as a story telling grandma at a concert on Sunday.

The regular loads of laundry and a planned but cancelled rehearsal on Monday.

A dreamteam walk with an hour of playing in the sun and FOURPLUSONE-rehearsal on Tuesday.

Wednesday night delicious dinner – cooked by hubby and served nicely, right after work.

And tonight after work our Christmas dinner with the boss and the colleagues.

Is there time left for the Advent spirit?

Well, that is your own decision. It is your choice if you let yourself get stressed by your activities or if you use them as a reminder that we‘ll soon be able to celebrate Christmas. The parties are taking place because Christmas is almost here. The rehearsals are on the list because we practice for Christmas. And decorating and adorning are preparations for the holidays.

No, I don‘t let things stress me out. I take time to slow down and create periods of rest among the business. A bath, a nice hot cup of tea, a quarter-hour on the couch, a walk in fresh air or simply a long look out of the window.

Next week there will be more appointments in the calender. But that doesn‘t bother me because every finished appointment takes me closer to the holidays.

Yes, I am looking forward to Christmas. We will spend it together with Mom. Without Dad for the first time. That certainly will not be easy, but yet I am looking forward to it. To the feast when we celebrate Jesus‘ birth. When we celebrate that God sent His son so we could become His family again.

Are you looking forward to Christmas? How are you going to spend the coming days?

Noch eine großartige Frau – Another great woman

Ich habe dir vor ein paar Wochen von meiner „kleinen Oma“ erzählt, die mit Freuden ihren 100sten Geburtstag feiern durfte, bevor sie ein halbes Jahr später ganz in Frieden starb.

Vor ein paar Tagen nun hätte die „große Oma“ Geburtstag gehabt. Sie wäre 97 geworden, aber sie hat uns ein paar Wochen nach ihrem 85sten Geburtstag verlassen.

Sie kam 1922 im Dezember zur Welt, verlor als 6jährige ihre Mutter und wuchs, weil sie sich nicht mit der sehr jungen Stiefmutter verstand, bei einer Tante auf, deren Name „Tante Trudel“ bis ins hohe Alter ein Lächeln auf Omas Gesicht zauberte. Dort wurde sie zwar streng erzogen, aber auch sehr geliebt. Als der Zweite Weltkrieg begann, war Oma ein Teenager. In der Kriegszeit lernte sie auch den schmucken Feldjäger kennen, der mein Opa wurde. Die beiden waren über 50 Jahre verheiratet – bewundernswert.

Wenn Oma erzählte, dann waren es oft Geschichten aus ihrer Kindheit in Goldberg, Oberschlesien, von wo aus sie flüchten musste und wohin sie erst wieder gehen konnte, als sie schon uns Enkelkinder hatte. Nach dieser Reise, auf der sie viele Bilder gemacht hat, wurden die Geschichten noch viel lebendiger. Z. B. wenn sie von den Kochstunden in der Schule erzählte, wo die Jungen, die in einer anderen Schule waren, als die Mädchen, immer zum Essen eingeladen wurden.

Noch während des Krieges floh Oma nach Würzburg, wo bei einem Bombenangriff ein Feuer ihre hüftlangen schwarzen Haare erwischte und verbrannte. Gott sei Dank waren es nur die Haare und sie blieb unverletzt.

Zwei Jahre nach dem Krieg, als Opa wieder aus Gefangenschaft zu Oma zurückgekehrt war, kam ihr einziges Kind – meine Mama – zur Welt. Die kleine Familie fand ihr Zuhause in der Nähe von Würzburg. Dort machte Oma ihr Hobby zum Beruf. Sie nähte. Sie war eine richtige Künstlerin an der Nähmaschine. Ich erinnere mich, dass ich fasziniert zusah, wenn sie zuerst mit einem Zickzackrädchen auf Papier ein Muster machte, dann die Teile aus Papier schnitt, auf dem Stoff feststeckte, wieder schnitt und dann mit ihrer Tret-Nähmaschine von Blusen und Kleidern für uns Mädels in der Familie, über Hemden, Hosen, Jacken für die Männer über Miniaturkleider für meine Puppen bis hin zu meinem ersten Hochzeitskleid (das dann allerdings schon auf der elektrischen Nähmaschine) zauberte. Dabei erzählte sie, wie sie direkt nach dem Krieg aus einem Betttuch Hemdchen für sich selbst und ihr Baby nähte und diese mit Stickereien verzierte, damit niemand sah, dass sie ein Betttuch trugen.

Als ich geboren wurde, war mein Opa sehr krank und meine Oma übernahm den Part des Geldverdieners. Sie zogen zu uns und während Mama sich um ihren Papa kümmerte, ging Oma nähen. Sie tat das bis zur Rente. Leider haben meine Mama und ich nie richtig von ihr nähen lernen können. Zum einen fehlt uns beiden wohl das Talent (wir sind eher Strickerinnen) und zum anderen war Oma immer zu ungeduldig mit uns. Immerhin haben wir geschafft, zu lernen, wie man eine Kissenhülle näht. Oder einen Mantel für den Quincy 😉 .

Oma liebte es, zu reisen. Dazu machte sie mit Mitte 40 den Führerschein und sie verbrachte mit Opa viele Sommer in Österreich. Später, nach der Grenzöffnung, als sie ihren kleinen Bruder nach 40 Jahren wiedersehen konnte, verbrachten sie auch viel Zeit in Leipzig. Und sowohl ich als auch mein Bruder bekamen unser erstes Auto von Oma, während sie sich zeitgleich ein neues gönnte.

Oma war auch eine Ulknudel. Sie konnte sich herrlich verkleiden oder einfach nur urkomisch sein. Für jeden Blödsinn war sie zu haben. Beim Rommee waren ihre Kommentare unschlagbar.

Kurz nach ihrem 85sten Geburtstag wurde Oma dann sehr krank. Da wurde ihre Urenkelin geboren. Ich erinnere mich noch genau, wie Oma, obwohl sie sonst schon sehr abwesend war, verwundert ein Bild meiner 2 Tage alten Nichte anschaute und sagte: „Ich dachte, es ist ein Mädchen. Warum hat das Baby eine blaue Mütze auf?“ Das war einer der letzten klaren Sätze von ihr und es schien, als hätte sie nur darauf gewartet, bis das Kind geboren war, bevor sie sich auf ihren Heimweg machen wollte. Und das tat sie einige Tage später.

Ich durfte in meinem Leben sehr viel von dieser tollen Frau lernen und habe auch die eine oder andere Angewohnheit von ihr übernommen. Z. B., dass ich unglaublich gern die Möbel zuhause umstelle. Aber ich denke, es gibt Schlimmeres 🙂 .

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Oma! Du bist immer in meinem Herzen!

A few weeks ago I told you about my „little Grandma“, who happily celebrated her 100th birthday before she died peacefully 6 months later.

Some days ago was my „big Grandma‘s“ birthday. She would have turned 97, if she hadn‘t left us a couple of weeks after her 85th birthday.

She was born in December 1922, lost her mother at the age of 6 and grew up with her aunt because she didn‘t get along with the very young stepmother. Her aunt‘s name „Auntie Trudel“ made Grandam smile up to old age. Her auntie raised her quite strict, but Grandma was loved there dearly. When World War II startet, Grandma was a teenager. During war she met that handsome militar police who became my Grandpa. The two were married for more than 50 years – admirable.

When Grandma told stories, those stories often were about her childhood in Goldberg, Upper Silesia. She had to flee from there and she could not visit earlier than when we grandchildren were already born. After that journey the stories became even livelier because Grandma brought home many many photos. Like the stories about the cooking lessons at school where the boys – who attended a different school than the girls – were invited for lunch every time the girls cooked.

During the war Grandma had to escape to Würzburg, where her hiplong black hair cought fire during a bombardment. Thank God it was only her hair and she stayed unwounded.

Two years after the war, when Grandpa returned to her from war imprisonment, their only child – my mom – was born. The little family found their home close to Würzburg. There Grandma made her hobby a profession. She became a seamstress. She was a real artist at the sewing machine. I remember that I was fascinated watching her use that little needle tool to stitch a pattern onto paper, then cut the parts out, fix them on the fabric, cut again and then work her magic on the foot controlled sewing machine. She made blouses and dresses for us ladies in the family, shirts, pants and jackets for the guys, miniature dresses for my dolls, even my first wedding gown (she used an electric sewing machine by that time). She told us that after war she took a bed sheet and made shirts for herself and her baby, and decorated them with embroideries so that nobody could see that they were wearing a bed sheet.

When I was born, Grandpa was very sick and Grandma took his place as the moneymaker. They moved in with us and while Mom took care of her dad, Grandma went sewing. She did until retirement. It‘s a shame that Mom and I never really learned stitching from her. Firstly we both seem to lack that talent (we both are better at knitting) and secondly Grandma lacked the patience to teach us. Anyhow we were able to learn how to sew a cushion cover or a coat for Quincy 😉 .

Grandma loved travelling. Therefore she got her driver‘s licence in her mid fourties. She and Grandpa spent many summers in Austria. Later, after the German reunification and reuniting with her little brother whom she hadn‘t seen in 40 years, they spent a lot of time in Leipzig. And my brother as well as I got our first cars from Grandma while she bought herself a new car at the same time.

Grandma also was a jokester. She could disguise wonderfully or simply act hilariously. She was up to all kinds of fun. And her comments when playing cards were unbeatable.

Shortly after her 85th birthday Grandma became very ill. That was at the time when her great-granddaughter was born. I vividly recall her reaction to a picture of my niece, two days old. Grandma was most of the time confused or absent minded. But looking at the picture she said: „I thought it was a girl. So why does the baby wear a blue baby cap?“ That was one of her last clear phrases and it seemed she had only waited for the child to be born before she got herself ready to go home. And that she did a few days later.

I had the opportunity to learn a lot from this great woman and I might have inherited some of her habits. Like loving to move around the furniture at home. I guess it could be worse 😉 .

Happy Birthday, Grandma! You‘ll always be in my heart!