Himmlische Aussichten – Heavenly Preview

Am vergangenen Sonntag bin ich durch den Morgennebel zum Gottesdienst gefahren. Die Sonne hat den Nebel in einen geheimnisvollen Schleier verwandelt. An manchen Stellen war der Nebel bereits verschwunden und hat einen herrlichen Blick auf die bunt gefärbten Wälder freigegeben. Ich musste an Papa denken und an einen wunderschönen Ausblick, den uns die Bibel verheißt. Den findest du im Buch der Offenbarung, im vorletzten Kapitel der Bibel:

Offenbarung 21

1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. 2 Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut für ihren Bräutigam…

10 Gottes Geist ergriff mich und führte mich auf einen großen, hohen Berg. Dort zeigte er mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott aus dem Himmel herabkam. 11 Die Stadt erstrahlte im Glanz der Herrlichkeit Gottes. Sie leuchtete wie ein Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis…

17 Dann maß er auch die Mauer der Stadt und verwendete dabei ein Maß, das auch wir Menschen gebrauchen. Sie war 144 Ellen hoch– das sind etwa 70 Meter – 18 und bestand ganz und gar aus Jaspis. Die Stadt war aus reinem Gold gebaut, klar und durchsichtig wie Glas. 19 Die Grundsteine der Stadtmauer schmückten die verschiedensten Edelsteine. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Karneol, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth und der zwölfte ein Amethyst. 21 Die zwölf Tore bestanden aus zwölf Perlen, jedes Tor aus einer einzigen Perle. Und die Hauptstraße war aus reinem Gold, klar und durchsichtig wie Glas.

Ich hatte das Gefühl, dass Gott mir einen Vorgeschmack auf die neue Stadt schenken will, mit all den wundervollen Farben – von Bernsteinfarben über Rubinrot, Smaragdgrün, Opalblau, und so vielen mehr. In allen Schattierungen. Einfach herrlich. Dann dachte ich, wenn wir hier schon so prächtige Farben und Formen sehen dürfen, wie wunderbar wird es dann erst sein, wenn wir in der neuen Stadt sein werden.

Für den einen oder anderen mag mein Gedankengang verrückt klingen. Das macht mir aber nichts aus, denn jeder hat sicher seine eigene Betrachtungsweise. Ich glaube nun einmal an die Verheißungen des Neuen Testamentes. Und ich kann aus ganz viel Erfahrung berichten, dass mir dieser Glaube in sehr vielen Situationen Trost, Freude und Hoffnung geschenkt hat. Mein Papa hat auch an diesen herrlichen Himmel geglaubt. Auch das ist für mich ein enormer Trost. Und so wird diese Zeit der Trauer in Kombination mit Nebel, Sonne und buntem Laub zu einer Zeit der Hoffnung. Das ist doch wunderbar!

Worin findest du Trost, Freude, Hoffnung? Schreib mir doch mal in die Kommentare.

This past Sunday I drove to church through a foggy morning. The sun transformed the fog into a mysterious mist. In some places the fog was gone already and revealed a wonderful view onto the multicolored forests. I had to think of Dad and of a glorious view the Bible promises. You can find it in the Book of Revelation, in the next-to-last chapter of the Bible.

Revelation 21

1 Then I saw “a new heaven and a new earth,” for the first heaven and the first earth had passed away, and there was no longer any sea. 2 I saw the Holy City, the new Jerusalem, coming down out of heaven from God, prepared as a bride beautifully dressed for her husband…

10 And he carried me away in the Spirit to a mountain great and high, and showed me the Holy City, Jerusalem, coming down out of heaven from God. 11 It shone with the glory of God, and its brilliance was like that of a very precious jewel, like a jasper, clear as crystal…

17 The angel measured the wall using human measurement, and it was 144 cubits thick.18 The wall was made of jasper, and the city of pure gold, as pure as glass. 19 The foundations of the city walls were decorated with every kind of precious stone. The first foundation was jasper, the second sapphire, the third agate, the fourth emerald, 20 the fifth onyx, the sixth ruby, the seventh chrysolite, the eighth beryl, the ninth topaz, the tenth turquoise, the eleventh jacinth, and the twelfth amethyst 21 The twelve gates were twelve pearls, each gate made of a single pearl. The great street of the city was of gold, as pure as transparent glass.

I felt like God wanted to make me a present of a fortaste of the new city, with all the glamorous colors – from amber to ruby red, emerald green or opal blue, and so many more. In all shades. Simply gorgeous. Then I thought if we can see these splendid colors and shapes here, how glorious will it be when we arrive at the new city.

One or the other might think of my thoughts as quite crazy. That does not bother me because everybody has their own perspective. I simply do believe in the promises of the New Testament. And from a lot of experience I can tell you that this faith has given me comfort, joy and hope in numerous situations. My Dad also believed in this wonderful heaven. That itself is of huge comfort for me. Thus this time of mourning combined with the fog, sun and colorful leaves transforms into a time of hope. Isn‘t that wonderful?

Where do you find comfort, joy hope? Tell me in the comments.

Einzigartig und wunderbar – Unique and wonderful

Heute erzähle ich dir eine echte Donnerstagsgeschichte 😉 – vor 8 Jahren, als ich in Schweinfurt in der US-Kaserne arbeitete, besuchte ich Donnerstags immer den Bibelkreis. Eines Abends, während der Heimfahrt, kam mir der folgende Text in den Sinn und ich denke, er ist perfekt für heute. Also denke ich, ich teile ihn einfach mit dir. Geschrieben hab ich ihn im Juni 2011.

Auf dem Heimweg vom Bibelkreis am Donnerstag werde ich immer mit wunderschönen Sonnenuntergängen gesegnet. Heute kam mir etwas in den Sinn, als ich wieder einmal das beeindruckende Bild sehen konnte, das mein Vater für mich gemalt hat.

Es ist immer der gleiche Himmel – Gott hat ihn gemacht – aber er sieht jeden Tag anders aus, für all die verschiedenen Menschen, mit ihren vielen verschiedenen Perspektiven. Genauso verschieden, wie wir sind. Wir sind alle Gottes Kinder, und doch sind wir alle verschieden. Und so ist auch Gottes Wort. Es ist das selbe – gestern, heute und in Ewigkeit. Trotzdem ist es verschieden für uns, abhängig von unseren verschiedenen Lebensperspektiven. Und es lässt sich für jedes Leben etwas anders anwenden. Es ist bunt, schön und wunderbar. Und jedes Mal, wenn wir eine Portion davon abbekommen, können wir etwas Neues entdecken.

Ich bin so dankbar für meine Freunde, die so verschieden sind – jeder einzelne. Sie passen auf verschiedene Weise in mein Leben, jeder einzelne ist genau richtig. Ich bin so dankbar für Gottes Wort. Es gilt für mein Leben auf so viele verschiedene Arten. Und ich bin dankbar für den Himmel, der mich immer wieder in Staunen versetzt, wenn ich eine schöne Wolke sehe, einen Sonnenuntergang, einen Regenbogen. Gottes Kunstwerke.

Und ich fühle mich sehr privilegiert – weil ich weiß, dass Gott diese Bilder nur für mich malt.

Und dich.

Und dich.

Today, I tell you a real Thursday story 😉 – 8 years ago, when I worked on the Schweinfurt army base, I attended the Thursday bible studies on a regular basis. One evening while driving home, I had the following text on my mind and I think it is perfect for today. So I think, I just share it with you. It was written in June 2011.

On the way back home from bible study on Thursdays I always am blessed with beautiful sunsets. Today something came to my mind, when I again had the chance to see the awesome picture my Father painted for me.

 It is alway the same sky – God made it – but it looks different every day, to all the different people, with all different perspectives. Just as different as we are. We are all God’s children, yet we all are different. And so is God’s Word. It is the same – yesterday, today and forever. Yet it is different to us, depending on our different perspectives of life. And it applies to each life differently. It is colorful, beautiful, wonderful. And each time we get a portion of it, we might discover something new.

 I am so thankful for my friends, who are so different – each one of them. They fit into my life in different ways, just every single one in the right way. I am so thankful for God’s Word. It applies to my life in so many different ways. And I am thankful for the sky which makes me stand in awe every time I see a beautiful cloud, a sunset, a rainbow, God’s artwork.

 And I feel very priviledged – ‚cause I know my God paints these pictures just for me.

And you.

And you.

Vollsperrung oder „Von Abkürzungen und Umwegen“ – Road Blocks or „About Shortcuts and Detours“

Stell dir vor, du fährst von A nach B und plötzlich stehst du vor einer Straßensperrung und kannst nicht weiterfahren. Kann passieren. Ist gestern abend einer Freundin passiert. Jetzt hatte sie zwei Möglichkeiten – eigentlich drei. Erstens: stehenbleiben und schimpfen, weil sie in einer Sackgasse gelandet war. Zweitens: Umdrehen und wieder nach Hause fahren – vielleicht etwas frustriert, weil die Pläne durchkreuzt waren. Drittens: Umdrehen und einen anderen Weg nehmen. Das tat sie auch, nachdem sie mich kurz angerufen hatte und ich ihr eine Alternativstrecke erklärt hatte. Mit nur ein paar Minuten Verspätung traf sie lächelnd am Treffpunkt ein. Ich hab sie mit „Aufgeben ist keine Alternative“ begrüßt, wir haben alle herzlich gelacht und haben einen wunderbaren Abend genossen.

Ja, so ist das manchmal im Leben. Du gehst einen Weg, den du kennst oder zu kennen meinst. Dann ist da auf einmal ein Hindernis im Weg, mit dem du nicht gerechnet hast. Im Fall meiner Freundin war es eine echt mies ausgeschilderte Vollsperrung. Sie hätte sicher Zeit und ein paar Kilometer sparen können, wäre diese Baustelle schon ein paar Abzweigungen vorher angekündigt gewesen. Aber im Leben ist das oft leider nicht der Fall, sondern du stehst plötzlich da und kannst nicht weiter.

Im allerbesten Fall gibt es eine Abkürzung zum Ziel. Aber auch hier ist es oft, wenn nicht meistens so, dass dich auf der Abkürzung irgendwo eine Überraschung erwartet, die es dir schwer bis unmöglich macht, dein Ziel zu erreichen.

In den meisten Fällen bedeutet eine Vollsperrung aber, dass du eine längere Route nehmen musst, um an dein Ziel zu kommen. Manchmal ist gleich klar, welchen Weg die Umleitung geht. Manchmal musst du erst eine Karte oder dein Navi konsultieren, oder jemanden fragen, der da schon mal langgefahren ist. Es kann auch sinnvoll sein, so jemanden zu bitten, einfach mitzukommen und sicherzustellen, dass du dich nicht verirrst.

So ein Umweg kann natürlich lästig sein – frag mal Pendler, die wegen einer Vollsperrung monatelang Umwege zur Arbeit fahren müssen. Wenn du klug bist, lässt du dich aber auf ein Experiment ein: du erkundest, was es da Neues gibt auf dem Umweg. Vielleicht gibt es da Dörfer, die du noch nie im Leben besucht hast, Häuser mit besonders schöner Fassade, ein Waldstück mit bezauberndem Flair. Vielleicht gibt es auch Brachland, bei dem du ein wenig Herzschmerz bekommst, weil du dir vorstellst, wie es aussehen könnte, wenn sich da mal jemand darum kümmern würde. Vielleicht siehst du Tiere, die du schon lange nicht mehr gesehen hast auf deiner üblichen Strecke. Oder Kinder, die völlig angstfrei draußen spielen, weil es einfach viel ruhiger ist als du es gewohnt bist. Es gibt einfach viel zu entdecken und zu lernen.

Am besten ist sowieso, immer ein paar Extraminuten einzuplanen für Unvorhergesehenes. Dann musst du im Falle einer Umleitung nicht in Stress verfallen, weil du Angst hast, zu spät zu kommen. Ich habe im Nachhinein entdeckt, wie wunderbar mich die eine oder andere Vollsperrung in meinem Leben umgeleitet hat. Mittlerweile freue ich mich nicht nur auf das Ziel, sondern auch auf den Weg dorthin. Wenn du dich zu sehr nur auf das Ziel fokussierst, verpasst du einiges.

Nur in einem Punkt gehe ich keine Umwege, und das ist im Gebet, im Gespräch mit Gott. Da brauche ich keine Umleitung. Zugegeben, ich brauche manchmal Hilfe auf dem direkten Weg, dann suche ich mir Begleitung in Form von Menschen, die auch eine Direktverbindung haben. Aber selbst hier plane ich nichts minutiös, denn es könnte ja sein, dass ich mich mal zum Plaudern hinsetze oder dass ich den Weg mehrmals langgehe. Manchmal ist es auch einfach nur zu schön, um gleich wieder wegzugehen.

Ich kann nur empfehlen, dass du deine Augen, Ohren und dein Herz offen hältst für all das, was dir auf deinen Wegen begegnen kann. Egal, ob du gerade eine coole Abkürzung gefunden hast, deinen üblichen Weg gehst oder einen Umweg machen musst. Überall gibt es Tolles zu entdecken!

Abkürzung oder Umweg? – Shortcut or Detour?

Imagine driving from A to B and suddenly there‘s a road block in front of you and you cannot drive any further. That can happen. It happend to a friend last night. Now she had two alternatives – or better three. One: stay there and fuzz about being stuck in a dead end road. Two: Turn around and drive back home – maybe a bit frustrated because her plans had been foiled. Three: Turn around and take another route. Which she did after she called me and I told her about and alternative route. With only a few minutes delay she arrived at our meeting point. I greeted her with „Giving up is no alternative“, we all had a good laugh and enjoyed a beautiful evening together.

Yes, that‘s how life goes sometimes. You are on a way you know or you mean to know. Then all of a sudden there‘s an obstacle on your way which you did not expect. In my friend‘s case it was a terribly signposted total road block. She certainly could have saved time and several miles if the construction site had been announced a few intersections earlier. But every so often this isn‘t the case in life. You suddenly stand somewhere and can‘t move on instead.

In the very best case there‘s a shortcut towards your goal. But also, often if not most of the time somewhere on that shortcut a surprise awaits you, making it hard or even impossible for you to reach your goal.

Most of the time a total road block means for you to take a longer route to get to your goal. Sometimes it is clear from the beginning which way the detour leads you. Sometimes you have to consult a map or your navigation system or ask someone who took that way before. It can also make sense to ask that person to simply come with you and make sure you don‘t get lost.

Such a detour can be annoying – ask a commuter who has to take long alternative roads to work for months because of a road block. If you are smart though you get into an experiment: you explore all the new things on that detour. Maybe there are villages you‘ve never visited before, buildings with a beautiful faces, a part of a forest with charming flair. Maybe there‘s some waste land that gives you a little heartache when you think of how it could look if someone took care of it. Maybe you see animals you haven‘t seen in a long time on your regular route. Or children fearlessly playing outside because it is so much quieter than what you are used to. There‘s simply so much to discover and learn.

Anyway, best thing is to always consider a few extra minutes for unplanned things. Then you don‘t have to stress yourself out if you need to take a detour and fear to arrive late. In retrospect I discovered how wonderfully one or the other total road block sent me alternative routes in my life. By now I not only look forward to reaching my goal but also to the way there. If you focus too much on your goal, you miss so much traveling there.

There is only one thing where I do not take any detours, and that is in prayer, in my conversations with God. No detours necessary. Admittedly, sometimes I need help on that direct path. I then search company with people who also have the direct connection. Even there I do not preplan meticulously because it could happen that I sit down for a little chat or walk the way several times. Somtimes it is simply too nice to leave right away.

I can only recommend you to keep your eyes, ears and your heart open for all that can come your way. No matter if you‘re on a cool short cut, you‘re walking your regular route or you have to take a detour. There are stunning things to discover everywhere!