Eine Sache des Gewichts – A Matter of Weight

Nein, es geht nicht um’s Abnehmen oder ein paar Pfund Hüftspeck – es geht um etwas völlig anderes.

In den vergangenen Tagen jährte es sich zum 31. Mal, dass ich ein erstes Mal geheiratet habe. Am Montag war es die standesamtliche, am Dienstag die kirchliche Trauung, die sich jährte. Am Montag und Dienstag jährte sich zum 57. Mal der Geburtstag zweier sehr lieber Menschen, eines sehr engen Freundes und einer sehr engen Freundin.

Viele Jahre lang waren die Hochzeitstage Tage, die ich gern gefeiert habe – nach meiner Scheidung war es eher so, dass ich sie gar nicht mochte. Aber die Geburtstage der Freunde haben dem Tag wieder eine schöne Bedeutung gegeben.

Wie ist das mit dem Gewicht der Tage? Sicher gibt es Tage, die in meinem Empfinden sehr viel Gewicht haben. Manche würde ich einfach als schwer bezeichnen. Manche sind aber auch federleicht und haben trotzdem viel Gewicht.

Schwere Tage sind oft Tage, an denen ich jemanden verloren habe. Todestage oder Tage der Trennung können sehr schwer werden. Oder Tage, an denen ich eine schlimme Nachricht oder Diagnose erhalten habe, z. B. der Tag, an dem ich informiert wurde, dass ich einen Schlaganfall hatte. Leichte Tage mit viel Gewicht hingegen sind meist fröhliche Tage oder Tage, an denen wunderbare Dinge passiert sind. Z. B. als ich meine Stieftochter zum ersten Mal in den Arm nehmen durfte – zwei erwachsene Frauen, die sich zum ersten Mal begegnen und auf Anhieb einen guten Draht zueinander haben. Einfach toll. Leichte Tage mit viel Gewicht sind auch jene Tage, die ich ganz bewusst mit Gott verbringe, vielleicht mit Gottesdienst oder mit besonderen Gebetszeiten oder einer Gruppe Gleichgesinnter. Dann gibt es Tage, die schwer und leicht zugleich sind. Wie z. B. der Geburtstag meiner mittlerweile verstorbenen Großeltern. An diesen Tagen ist es schwer, weil sie nicht mehr da sind, aber es ist auch leicht, weil wir so viel Tolles miteinander erlebt haben. Selbst der Jahrestag meines Schlaganfalls ist mittlerweile leicht für mich geworden, denn mein Vertrauen auf Gottes guten Plan hat mich getragen.

Warum habe ich das „Tages-Gewicht“ heute zum Thema gemacht? Weil ich finde, dass wir alle lernen sollten, dass es natürlich immer wieder schlimme oder schwere Tage geben wird, wir aber selbst entscheiden dürfen, ob wir uns von dem Gewicht herunterdrücken lassen wollen oder ob wir lieber der Leichtigkeit soviel Gewicht verleihen, dass sie uns emporhebt, wie ein Luftballon. Aber ich gebe auch zu, dass ich ohne Glauben diese Freiheit, zu entscheiden, wohl nicht hätte.

Vorgestern hatte ich den genau passenden Text auf meinem Kalender im Büro – schau mal auf das Foto.

Ich versuche, jeden Tag nach diesem Motto zu leben. Meist gelingt es auch. Und wenn ich doch mal einen echt schweren Tag habe, dann verlasse ich mich ganz fest darauf, dass Gott den „Fluch in Segen“ verwandelt. Schau dich mal um, ob du auch solche Menschen im Umfeld hast, die trotz schlimmer Zeiten niemals aufgeben, aus allem etwas Positives ziehen können und anderen so ganz viel Mut zum Leben schenken können. Mir fällt da eine Frau ein, die ich persönlich leider noch nicht kennengelernt habe, aber mit der mich eine gemeinsame Zeit auf einem US-Army-Stützpunkt in Deutschland und eine daraus resultierende Facebook-Freundschaft verbindet. Ihre Tage sind derzeit sicher nicht leicht – sie ist verheiratet und Mutter von drei bezaubernden Mädchen und bekam kürzlich die Diagnose Krebs. Aber sie ist eine Kämpferin, sie verleiht ihren Tagen Gewicht, indem sie sich auf den Bibeltext auf dem Foto stützt. Das verleiht ihrer Situation das richtige Gewicht. Und ihr Vertrauen trägt sie nicht nur durch sondern gewissermaßen über die Situation hinaus.

Wieviel Gewicht haben deine Tage? Denk mal darüber nach und schreib mir deine Gedanken in die Kommentare.

No, it is not about losing weight or about your love handles – the subject is totally different.

In the last couple of days it was the 31st anniversary of my first marriage. Monday it was the civil ceremony and Tuesday the church wedding. Monday and Tuesday it was the 57th birthday of two very lovely people, a very close male friend and a very close female friend.

For years those anniversaries were days I loved to celebrate – after my divorce they rather were unliked days. But our friends’ birthdays gave these days a nice meaning again.

So how does that work with the weight of days? Certainly there are days that in my understanding have a lot of weight. Some days I would simply call heavy. Some others on the other hand are as light as a feather and yet they weigh a lot.

Heavy days often are days when I lost somebody. Days of death or days of separation can become very heavy. Or days when I received terrible news or diagnosis like the day when I was told that I had suffered a stroke. Then again light days with lots of weight mostly are happy days or days when wonderful things happen, e.g. when I met my stepdaughter for the first time – two grown women meeting for the first time and being on good terms with each other from the start. Simply amazing. Also, light days which weigh a lot are those days that I consciously spend with God, maybe at church or in special prayer times or with a group of like-minded people. Then there are days which are heavy and light at the same time. Like my late grandparents’ birthdays. Those days can be hard, for my grandparents aren’t there any more, but also they can be easy because we went through great things together. Even the anniversary of my stroke has become easy by now because my trust in God’s good plan has carried me.

Why did I choose the “day-weight” as today’s subject? Because I find it important that we all learn that of course there will be bad or heavy days, but we also are free to decide if we want to let that weight press us down or if we will give enough weight to lightness to make it lift us up like a balloon. But I also admit that without faith I would not have that freedom to decide.

Two days ago I had the matching text on my calender in the office – the photo says: From any situation – even the most painful – God can make something good. (Uschi Marty) – Deut. 23, 5b But the LORD thy God turned the curse into a blessing unto thee, because the LORD thy God loved thee

I try to live by that every day. Most of the time it works. And even if I do have a very heavy day, I firmly rely on the promise that God will “change the curse into blessing”. Take a look around you and check if you have such people around you who despite terrible times never give up, who can draw something positive out of everything and that way give others a whole lot of courage for life. This reminds me of a woman I personally haven’t met yet, but we’re connected by the time we shared on an Army-Base in Germany and a friendship via facebook resulting from it. Her days are certainly not lightweight at the moment – she’s married and mother of three adorable little girls and she received not long ago a bad report saying she has cancer. But she’s a fighter, she gives her days weight by standing on the Bible verse from the picture. That puts the weight of her situation into the right position. And her trust doesn’t only carry her through but more or less over the situation.

How much weight do your days have? Think about it and leave your thoughts in the comments.

Auftanken – Fuelling up

Wie voll sind deine Akkus gerade? Voll? Halb leer? Im kritischen Bereich? Oder schon ganz leer?

Es ist wichtig, sich diese Frage immer wieder zu stellen. Bei meinem Handy, Laptop oder anderen Geräten achte ich immer darauf, dass sie ausreichend aufgeladen sind. Ist es wirklich so schwer im Bezug auf uns selber? Wir sind kein Perpetuum Mobile, das, einmal angestupst, immer weiter läuft. Unser Leben fordert Energie – und die müssen wir uns immer wieder zuführen.

Aber wie geht das denn? Gibt es dafür ein Rezept?

Nein, mit Sicherheit keines, das für jeden gilt. Ich glaube, es gibt für jeden Menschen einen eigenen Weg. Es kommt dabei auch nicht nur auf die Person, sondern auch auf die jeweilige Entlade-Situation an.

Ich erzähl dir mal, auf welche verschiedenen Arten ich meine Akkus auflade.

Morgens auf jeden Fall mit einer Tasse Kaffee. Es ist dabei nicht mal wichtig, ob er mit oder ohne Koffein ist – ich brauche einfach das Ritual. Tagsüber, wenn ich merke, dass ich müde oder schlapp werde, genügt oft eine kleine Pause, in der ich mit geschlossenen Augen achtsam atme.

An manchen Tagen lade ich meine Akkus mit Aktivität auf, z. B. einem langen Spaziergang mit dem Dream Team, oder einem Ausflug mit meinem Mann – zu einem Fest, auf einen Markt, in eine andere Stadt.

An manchen Tagen lade ich auf, indem ich meinem Mann etwas leckeres koche. Allerdings überwiegen die Tage, an denen ich auflade, während ich esse, was mein Mann leckeres für mich gekocht hat ;-).

Dann gibt es die Tage, an denen ich durch süßes Nichtstun meine Akkus auflade. Das ist auch wichtig und hat nichts mit Faulheit zu tun. Reisen, eine Massage, ein gutes Buch, ein schöner Film oder die Lieblingsmusik sind auch Energielieferanten. Und Malen. Und singen, egal ob im Chor, bei 4+1 oder im Lobpreisteam meiner Gemeinde.

Meine Freunde sind großartige Ladestationen, manchmal reicht es sogar aus, ganz kurz anzudocken und schon fließt wieder neue Energie – in beide Richtungen. Herrlich!

Die meiste Energie tanke ich aber, wenn ich meine Freundschaft mit Jesus pflege. Meine liebsten Tankstellen sind die sonntäglichen Gottesdienste in meiner Gemeinde http://www.fcg-saaletal.de in Hammelburg und die Übertragung des Gottesdienstes der Tabernacle Church https://www.thetabernacle.us/# in Clarksville, Tennessee. Auch die dazugehörigen Treffen mit den Geschwistern aus der Gemeinde. Bibellesen, Gebet – gemeinsam oder allein, Lobpreislieder singen – gemeinsam oder allein.

Die Möglichkeiten sind unerschöpflich, und ich bin sehr sehr dankbar dafür, dass ich eine so große Auswahl habe.

Aber all das hilft nur richtig, wenn ich es auch anwende. Das ist wie eine Tablette, die ich vom Arzt verschrieben bekomme. Wenn ich es nur auf meinen Nachttisch stelle, kann ich lange auf die Wirkung warten. Erst, wenn ich die Tablette auch nehme, wird etwas passieren. Manchmal auch nicht sofort, da braucht die Therapie ihre Zeit. Auch beim Energietanken kann es sein, dass es etwas länger dauert, je nachdem, wie weit der Akku schon runter ist.

Und du? Schreib mir mal in die Kommentare, wie du deine Akkus lädst. Je mehr Möglichkeiten wir sammeln, desto abwechslungsreicher können wir unser Energiefutter gestalten. Ich freu mich auf deinen Kommentar!

How full is your battery at the moment? Fully loaded? Half empty? Critical? Or all the way down?

It‘s important to ask yourself this question frequently. Concerning my smartphone, laptop or other devices I always check if they‘re properly loaded. Is it really so hard to do that for ourselves? We aren‘t a perpetuum mobile which, once started, moves forever. Our life requires energy – and we have to feed ourselves.

But how does that work? Is there a recipe?

Well, certainly none that suits everybody. I think, each one of us has their own way. And it is not only about the person, but also about the situation that runs them down.

Let me tell you about the different ways I recharge my batteries.

In the morning definitely a cup of coffee. It is not so important if it is regular or decaf – I just need the ritual. During the day, when I notice myself getting tired or exhausted, a short break where I mindfully breathe with my eyes closed often is enough.

Some days I recharge my batteries with activities like a long walk with the dream team or a short trip with my husband – to a festival, a market, another city.

Some days I recharge myself cooking dinner for my husband. Although most of the time I recharge enjoying dinner my husband cooked for me ;-).

Then there are those days when dolce far niente is the best way. This is also important and has nothing to do with being lazy. Travelling, a massage, a good book, a nice movie or the favorite music are energy supplies. And painting. And singing, no matter if in the choir, with 4+1 or in the worship team in my church.

My friends are awsome charge stations. Sometimes it is enough to connect just shortly to let the energy flow – in both directions. Gorgeous!

The most energy though I get from cultivating my friendship with Jesus. My favorite stations are the Sunday services in my churchhttp://www.fcg-saaletal.de in Hammelburg and the live streams of the Tabernacle Church services in Clarksville, Tennesee https://www.thetabernacle.us/#. Plus the correlating meetings with brothers and sisters from church. Bible studies, prayer – together or alone, singing worhip songs – together or alone.

The possibilities are uncounted, and I am very very thankful for having such a wide range of possible means to fuel myself up.

Yet all of this only helps if I use it. It is like a pill prescribed by my doctor. If I let it sit on my nightstand I will wait for results forever. Only by taking the pill something will happen. Sometimes not right away, sometimes therapy takes its time. Fuelling up also can take a little longer, depending on how far down your battery already is.

How about you? Write in the comment section below how you recharge your batteries. The more possibilities we collect, the more diversified we can create our energy food. I‘m looking forward to your comment!