Fernweh – Wanderlust

Gestern abend bin ich von der Arbeit nach Hause gekommen und mein Schatz hat (wie immer) für mich gekocht. Aber diesmal wollte er mir nicht verraten, was es ist. Also musste ich mit geschlossenen Augen probieren. Ich kam aber nicht darauf, bis ich die Augen öffnen durfte. Es war Callaloo! Wow!

Und sofort hatte ich Fernweh! Die Sehnsucht nach Sandstrand und Palmen, nach frischen Kokosnüssen und eiskaltem Carib.

Heute habe ich Reste davon gegessen, mit Dasheen – noch ein solcher Fernwehtrigger.

Was ist denn eigentlich Callaloo? Es ist ein Gemüsegericht, ähnlich unserem Spinat oder Wirsinggemüse. Auf Trinidad gemacht aus den Blättern der Dasheen. Aus Mangel an Dasheenblättern hat Schatz Blattspinat verarbeitet. Dazu Okra, Knoblauch, Kokosmilch und verschiedene Gewürze. Auf Trinidad habe ich es das erste Mal mit blauen Landkrabben serviert bekommen. Die Krabbe war jetzt nicht so mein Ding, aber das Gemüse – ich liebe es. Und es ist schon über 2 Jahre her, dass ich das gegessen habe. Umso mehr hab ich gestern und heute mein Abendessen genossen.

Es gibt noch einige solcher kulinarischer Trigger, die mich sofort wieder von Trinidad träumen lassen: Roti oder Buss Up Shut (Fladen), Baigan Choka (Auberginenpüree mit Knoblauch), Pholourie (fritierte Teigbällchen), Mango Chutney, Bene Balls (Sesambällchen als Süßigkeit) oder Kurma (ein knuspriges Teiggebäck) – all das habe ich selber schon zubereitet und ich habe jedes mal Fernweh.

Gibt es etwas, was dir Träume in ferne Länder beschert? Oder einfach nur den Wunsch, mal woanders hinzugehen?

Last night I came home from work and my sweetheart had cooked dinner for me (like always). But this time he didn‘t want to reveal what it was. So I had to try with my eyes closed. I didn‘t figure out what it was until I was allowed to open my eyes. It was Callaloo! Wow!

Immediately I got wanderlust! Longing for sandy beaches, palm trees, for fresh coconuts and icecold Carib.

Today I had the leftovers, with dasheen – another wanderlust trigger.

Anyway, what is Callaloo? It is a vegetable dish, similar to our spinach or savoy cabbage. In Trinidad it is made of dasheen leaves. Because of a lack of dasheen leaves here, hubby used spinach leaves. Along with okra, garlick, coconut milk and several spices and herbs. The first time I was served Callaloo in Trinidad it came with blue land crab. The crab was not so much my thing, but I loved the veggies. And now it has been 2 years since I last ate it. All the more I enjoyed last night‘s and tonight‘s dinner.

There are quite a few more of those culinary triggers that make me dream of Trinidad right away: Roti or Buss Up Shut (flat bread), Baigan Choka (mashed eggplant with garlic), Pholourie (deep fried dough balls), Mango Chutney, Bene Balls (balls made of sesameseeds, sweet) or Kurma (crispy pastry) – all of which I prepared here myself and got wanderlust every time.

Is there something making you dream of countries far away? Or simply lets you wish to go some place else for some time?

Erdbeben und andere Katastrophen – Earthquakes and other disasters

Jeder von uns weiß, was ein Erdbeben ist. Viele vielleicht sogar aus Erfahrung. Darum war es für mich umso verwunderlicher, zu lesen, dass nicht einmal einen Kilometer von meinem Haus entfernt ein Erdbeben stattgefunden haben soll. Am vergangenen Samstag um etwa 1 Uhr morgens.

Kann man so etwas einfach verschlafen? Die Meldung über verschiedene Nachrichtenkanäle klang eher wie ein Scherz. Aber wie sich herausstellte, war es das nicht. In der Umgebung schmunzelte man trotzdem über die doch etwas sensationsträchtigen Schlagzeilen. Ja, die Erde hatte gebebt, in gut 2 km Tiefe und auf der Richterskala etwa bei 2,5. Und so verschliefen die Anwohner dieses in unserer Region doch sehr seltene Ereignis.

Wer allerdings wirklich schon einmal – wie mein Bruder, als er die Familie seiner Frau in Lima/Peru besuchte oder wie die Verwandten meines Mannes in der Karibik – ein „richtiges“ Erdbeben erlebt hat, bei dem Bilder von der Wand fallen, die Einrichtung umstürzt oder die Zimmerdecke herunterfällt, dem ist bei der ganzen Sache sicher absolut nicht zum Schmunzeln zumute. Ich bin sehr dankbar, dass die Erde hier nur ein wenig innerlich gezittert hat.

Dankbar bin ich zu dieser Jahreszeit auch für das leuchtende Orange, das aus meinem Kaminofen kommt. Das gleiche Orange versetzt im Moment die Menschen in Kalifornien in Angst und Schrecken. Dort kommen die Feuerwehrleute gar nicht hinterher mit dem Löschen, und viele Häuser wurden schon zerstört.

Es gibt so verrückt viele Dinge, die sich von etwas Gutem oder Normalen zu einer Katastrophe entwickeln können.

  • Ein kleiner finanzieller Engpass wird zum Bankrott,
  • eine Traurigkeit zur Depression,
  • ein ausfüllender Job zum Burn Out,
  • eine Verliebtheit zur Besessenheit,
  • ein Zweifeln zum Aufgeben.

Diese Liste ist mit Sicherheit noch um Vieles erweiterbar. Aber es geht auch anders herum. Und das ist etwas Wunderbares!

  • So kann ein Zweifeln auch zu tiefem Glauben werden,
  • eine Verliebtheit zu tiefer, inniger Liebe,
  • ein ausfüllender Job zur Berufung,
  • eine Traurigkeit zu Freude,
  • ein kleiner finanzieller Engpass zu einer neuen Geschäftsidee.

Und selbst dort, wo einmal wilde Feuer gewütet haben, wird sich die Natur eines Tages ihren Raum zurückholen. Schau dir doch einmal an, wie es um Vulkane herum aussieht. Es dauert zwar seine Zeit, aber der Boden dort ist unglaublich fruchtbar.

Und dort, wo die Erde gebebt hat, kann auch wieder Neues entstehen.

Oh, und wenn es mal heftig in dir drinnen bebt, dann hast du die Wahl: entweder du gibst dich in diesem Beben auf oder du nutzt die Gelegenheit, ordentlich aufzuräumen, auszumisten und neu anzufangen. Es ist deine Entscheidung.

Wie siehst du das?

Hier ist der Beitrag, der als erstes auf meiner facebook-Seite aufging. This is the news that popped up first on my facebook-site https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/katastrophen/id_86691016/bayern-erdbeben-erschuettert-nordbayern-seltenheit-in-der-region.html

Das hat mir mein Chef geschickt – my boss sent this to me

We all know what an earthquake is. Maybe even from experience. That‘s why I found it quite astonishing to read that not even 1 km from my house there was an earthquake. This past Saturday at around 1am.

Can you sleep through something like that? The news which came through several news channels sounded more like a joke. But it turned out that it wasn‘t. Still, in the area people chuckled about the rather sensational headlines. Yes, earth had trembled in a depth of 2 km and at a magnitude of 2.5 on the Richter scale. And so the residents slept through this – in our region – very rare event.

One though who actually experienced a „real“ earthquake – like my brother when visiting his wife‘s family in Lima/Peru of like my husband‘s relatives in the Caribbean – an earthquake where photos fell off the walls, furniture fell over or the ceiling came down, absolutely doesn‘t find this whole situation funny. I am very thankful that earth here just trembled a little bit inside.

At this time of year I also am thankful for the bright orange shining from my fireplace. The same orange terrifies the people in California right now. The firefighters are having a really hard time trying to extinguish the flames and many houses have been destroyed already.

There are crazily many things that can turn from good or normal to a disaster.

  • A small financial shortage becomes bancruptcy,
  • a sadness becomes depression,
  • a fulfilling job becomes a burnout,
  • an amorousness becomes an obsession,
  • a doubt becomes capitulation.

This list definitely can be extended by many things. But it also works the other way round. And that is wonderful!

  • So a doubt can also become deep faith,
  • an amorousness becomes deep, intimate love,
  • a fulfilling job becomes a calling,
  • a sadness becomes joy,
  • a small financial shortage becomes a new business idea.

And even where wild fire has once raged, nature will reclaim its territory. Just look what the area around volcanos looks like. It takes its time but the soil there is immensely fertile.

And where there was an earthquake, new things can develop.

Oh, and if there is a fierce shaking inside of you, it is your choice: either you give into that quake inside or you take the opportunity to clean up decently, declutter and start anew. It is your decision.

What do you think?

Pilze und Leute – Mushrooms and people

Im Moment sieht man sie überall: Pilzsammler. Als Kind kannte ich sehr viele Pilze beim Namen und wusste auch, ob sie essbar oder giftig sind. Heute beschränke ich mich darauf, sie per Fotos zu sammeln. Man kann zwar jeden Pilz essen, aber den einen oder anderen eben nur einmal 😉 .

Ich bin die letzte Tage öfter mit der Handykamera zugange gewesen, das kannst du an den vielen Fotos sehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es mit den Menschen genauso ist wie mit den Pilzen.

Es gibt welche, denen sieht man gleich an, dass sie giftig sind. Andere wiederum sehen sehr gut aus, vergiften dich aber, sobald du mit ihnen zu tun hast. Oder es gibt welche, die dich ganz langsam vergiften. Dann gibt es die, die dir nicht auf Anhieb gefallen, sich aber dann als sehr angenehm im Geschmack erweisen. Oder die, die einfach nur gut sind.

Du wirst sehen, dass dir von jeder Sorte einige über den Weg laufen werden. Das ist einfach so. Aber mach dir keine Sorgen, du wirst herausfinden, wer wie ist und mit wem es sich lohnt, deine Zeit zu verbringen. Es ist übrigens gesund, Beziehungen zu beenden, die dir nicht guttun. Und es ist noch viel gesünder, Beziehungen zu pflegen, die dir guttun. Umgib dich mit deinen Freunden und deinen Lieben, so oft es geht und schaffe dir gute Erinnerungen. Löse Verbindungen, die dich vergiften, bevor es zu spät ist.

Ich habe schon die eine oder andere Freundschaft oder Beziehung auflösen müssen, weil sie mein Leben vergiftet hat. Dafür empfinde ich andere Beziehungen und Freundschaften als besonders wertvoll. Und ich wünsche mir, dass sie mir sehr sehr lange erhalten bleiben.

Wie ist das mit dir? Magst du Pilze? Und Menschen? Musstest du dich schon mal trennen?

At the moment you can see them everywhere: mushroom collectors. As a child I knew a lot of mushrooms by name and I knew if they are edible or poisonous. Today I limit myself to collecting them taking pictures. Admittedly you can eat every mushroom, yet one or the other only once 😉 .

I‘ve been using my cell phone camera a lot lately – you can see that in the many pictures. I noticed that with people it is just like with mushrooms.

With some of them you can immediately see that they are poisonous. Others might look very good but they will poison you when you have to deal with them. Or there are those that slowly poison you. Then there are some you don‘t really like to start with, but their taste is very pleasing. Or those who are simply good.

You will see that some of each kind will cross your path. That‘s simply how it is. But don‘t worry, you will find out who is how and who is worth spending your time with. After all it is very healthy to end relationships that don‘t do you good. And it is even much healthier to cherish those relationships that do you good. Surround yourself with your friends and loved ones as often as possible and create good memories. Let go off relations that poison you, before it is too late.

I have had to end one or the other friendship or relationship because it poisoned my life. On the other hand I sense that other relationships and friendships are especially valuable. And I wish I can keep them for a long long time.

How about you? Do you like mushrooms? And people? Did you have to disconnect already?

Himmlische Aussichten – Heavenly Preview

Am vergangenen Sonntag bin ich durch den Morgennebel zum Gottesdienst gefahren. Die Sonne hat den Nebel in einen geheimnisvollen Schleier verwandelt. An manchen Stellen war der Nebel bereits verschwunden und hat einen herrlichen Blick auf die bunt gefärbten Wälder freigegeben. Ich musste an Papa denken und an einen wunderschönen Ausblick, den uns die Bibel verheißt. Den findest du im Buch der Offenbarung, im vorletzten Kapitel der Bibel:

Offenbarung 21

1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. 2 Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut für ihren Bräutigam…

10 Gottes Geist ergriff mich und führte mich auf einen großen, hohen Berg. Dort zeigte er mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott aus dem Himmel herabkam. 11 Die Stadt erstrahlte im Glanz der Herrlichkeit Gottes. Sie leuchtete wie ein Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis…

17 Dann maß er auch die Mauer der Stadt und verwendete dabei ein Maß, das auch wir Menschen gebrauchen. Sie war 144 Ellen hoch– das sind etwa 70 Meter – 18 und bestand ganz und gar aus Jaspis. Die Stadt war aus reinem Gold gebaut, klar und durchsichtig wie Glas. 19 Die Grundsteine der Stadtmauer schmückten die verschiedensten Edelsteine. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Karneol, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth und der zwölfte ein Amethyst. 21 Die zwölf Tore bestanden aus zwölf Perlen, jedes Tor aus einer einzigen Perle. Und die Hauptstraße war aus reinem Gold, klar und durchsichtig wie Glas.

Ich hatte das Gefühl, dass Gott mir einen Vorgeschmack auf die neue Stadt schenken will, mit all den wundervollen Farben – von Bernsteinfarben über Rubinrot, Smaragdgrün, Opalblau, und so vielen mehr. In allen Schattierungen. Einfach herrlich. Dann dachte ich, wenn wir hier schon so prächtige Farben und Formen sehen dürfen, wie wunderbar wird es dann erst sein, wenn wir in der neuen Stadt sein werden.

Für den einen oder anderen mag mein Gedankengang verrückt klingen. Das macht mir aber nichts aus, denn jeder hat sicher seine eigene Betrachtungsweise. Ich glaube nun einmal an die Verheißungen des Neuen Testamentes. Und ich kann aus ganz viel Erfahrung berichten, dass mir dieser Glaube in sehr vielen Situationen Trost, Freude und Hoffnung geschenkt hat. Mein Papa hat auch an diesen herrlichen Himmel geglaubt. Auch das ist für mich ein enormer Trost. Und so wird diese Zeit der Trauer in Kombination mit Nebel, Sonne und buntem Laub zu einer Zeit der Hoffnung. Das ist doch wunderbar!

Worin findest du Trost, Freude, Hoffnung? Schreib mir doch mal in die Kommentare.

This past Sunday I drove to church through a foggy morning. The sun transformed the fog into a mysterious mist. In some places the fog was gone already and revealed a wonderful view onto the multicolored forests. I had to think of Dad and of a glorious view the Bible promises. You can find it in the Book of Revelation, in the next-to-last chapter of the Bible.

Revelation 21

1 Then I saw “a new heaven and a new earth,” for the first heaven and the first earth had passed away, and there was no longer any sea. 2 I saw the Holy City, the new Jerusalem, coming down out of heaven from God, prepared as a bride beautifully dressed for her husband…

10 And he carried me away in the Spirit to a mountain great and high, and showed me the Holy City, Jerusalem, coming down out of heaven from God. 11 It shone with the glory of God, and its brilliance was like that of a very precious jewel, like a jasper, clear as crystal…

17 The angel measured the wall using human measurement, and it was 144 cubits thick.18 The wall was made of jasper, and the city of pure gold, as pure as glass. 19 The foundations of the city walls were decorated with every kind of precious stone. The first foundation was jasper, the second sapphire, the third agate, the fourth emerald, 20 the fifth onyx, the sixth ruby, the seventh chrysolite, the eighth beryl, the ninth topaz, the tenth turquoise, the eleventh jacinth, and the twelfth amethyst 21 The twelve gates were twelve pearls, each gate made of a single pearl. The great street of the city was of gold, as pure as transparent glass.

I felt like God wanted to make me a present of a fortaste of the new city, with all the glamorous colors – from amber to ruby red, emerald green or opal blue, and so many more. In all shades. Simply gorgeous. Then I thought if we can see these splendid colors and shapes here, how glorious will it be when we arrive at the new city.

One or the other might think of my thoughts as quite crazy. That does not bother me because everybody has their own perspective. I simply do believe in the promises of the New Testament. And from a lot of experience I can tell you that this faith has given me comfort, joy and hope in numerous situations. My Dad also believed in this wonderful heaven. That itself is of huge comfort for me. Thus this time of mourning combined with the fog, sun and colorful leaves transforms into a time of hope. Isn‘t that wonderful?

Where do you find comfort, joy hope? Tell me in the comments.

Einer für alle – one for all

Wenn du am Sonntag meinen Mann mit einem Spieß bewaffnet durch unser Dorf Rödles laufen siehst, könntest du dich fragen, was das zu bedeuten hat. Am kommenden Sonntag ist er Spießträger – ein Job, der in unserem Dorf schon sehr sehr lange von den Männern – und nur von den Männern – ausgeübt wird.

Vermutlich stammt dieser Dienst aus Zeiten, in denen man die Häuser nicht abschloss und in denen allerlei Gesindel sein Unwesen trieb und die Tatsache ausnutzte, dass sonntags alle Dorfbewohner in der Kirche waren.

Was tat also der Spießträger?

Er spazierte durch‘s Dorf und hatte ein Auge auf alles, was ungewöhnlich war. Neben der Bewachung der üblicherweise offenstehenden Häuser und der Abschreckung von Räubern war er jedoch hauptsächlich als Feuermelder im Einsatz. Früher waren offene Feuer in den Küchen, und die Gefahr eines Brandes war ziemlich hoch. Der Spießträger ging also in die Häuser hinein und überprüfte die Feuerstellen. Hin und wieder hat er sicher auch ein Scheit Holz nachgelegt, damit das Feuer nicht ausging.

Auch in die Ställe durfte und sollte der Spießträger gehen. Es ist überliefert, dass einmal ein Bauer vom Spießträger aus der Kirche heimgeholt wurde, weil die Kuh im Stall Probleme beim Kalben hatte und der Bauer zu Hilfe kommen musste.

Selbst der Bürgermeister hat des öfteren die Dienste des Spießträgers in Anspruch genommen und ihn gebeten, nach dem Gottesdienst die Leute aufzuhalten, damit jeder hören konnte, was er zu sagen hatte, z. B. dass das Waschhaus gestrichen werden muss oder andere gemeinschaftliche Aufgaben erledigt werden sollten.

Man könnte meinen, dass ein so alter Brauch ziemlich überflüssig ist, aber in Rödles wäre in den 50er Jahren ein Haus sicherlich abgebrannt, hätte der Spießträger nicht den Brand entdeckt und die Leute zum Löschen aus dem Gottesdienst geholt.

Der Spießträger trägt übrigens den Spieß mit der Spitze nach unten auf seinem etwa einstündigen Rundgang – vom Beginn bis zum Ende des Gottesdienstes eben. Und am Ende der Runde wird der Spieß zum nächsten männlichen Nachbarn gebracht. Du erinnerst dich, wir Mädels dürfen den Spieß nicht tragen. Und wenn sich auch die etwa 200 Einwohner unseres schönen Dorfes einig sind, dass der Brauch eigentlich in dieser hektischen und digitalen Zeit überholt ist, wird der Spieß Woche für Woche von Haus zu Haus getragen und unsere Männer machen ihren Rundgang. Dabei ist es egal, wieviele Besucher der Gottesdienst zählt.

Ich bin gespannt, was mein Mann alles Neues entdecken wird auf seinem Rundgang am Sonntag.

Gibt es dort, wo du wohnst, auch alte Traditionen, die bis heute gepflegt werden? Schreib mir darüber in die Kommentare.

Kurzer Nachtrag: ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass es den Spießträger in unserer Gegend nur noch in unserem und zwei Nachbardörfern gibt.

Der Spieß – The Pike

If you see my husband walk through our village Roedles next Sunday with a pike in his hand, you might ask yourself, what that means. He‘ll be a pike carrier next Sunday – a job that‘s been performed by the men – and only by the men – for a long time.

Most likely this duty dates back to the time when you didn‘t lock your house and when all sorts of shady characters were up to mischief and took advantage of the fact that all villagers were in church on Sunday.

So what did the pike carrier do?

He walked through the village and kept a wary eye on anything unusual. Besides watching over the usually unlocked houses and scaring away thieves, his main task was being a fire detector. In old times kitchens had open fire places and the danger of a fire was rather high. So the pike carrier went into the houses to check the fireplaces. Every now and then he might even have put a piece of wood into the fire to keep it burning.

The pike carrier also could and should go inside the stables. It is recorded that once a farmer was called out of church by the pike carrier to go home because the cow in the stable had problems calving and the farmer had to help.

Even the mayor used the pike carrier‘s service every so often and asked him to stop the villagers after church so everybody could hear what he had to say, e.g. that the washhouse had to be painted or other communal tasks had to be accomplished.

You could think that such an old custom is a waste, but in the 50s a house in Roedles certainly would have burned down if the pike carrier hadn‘t discoverd the fire and called the people out of church to quench the fire.

After all the pike carrier carries the pike upside down on his patrol – about an hour from beginning to the end of the church service. And at the end of the tour the pike will be taken to the next male neighbor. You remember, we girls are not allowed to carry the pike. Even though the approximately 200 inhabitants of our beautiful village agree on this custom being outdated in this hectic and digital time, the pike is being taken from house to house, week by week and our men go on patrol. It doesn‘t even matter how many people go to church.

I‘m curious about how many new things my hubby will discover on his patrol.

Do you also have old traditions which are still kept alive where you live? Write about them in the comment section below.

Short addition: I totally forgot to mention that in our area the pike carrier only still exists in our village and two more neighboring villages.

Lebens-Lauf(en) – Walk of Life

Ich liebe es, zu laufen – also nicht Laufen im Sinne von Joggen, sondern Laufen im Sinne von Nicht-Fahren.

Schon als ich etwa 3 Jahre alt war, bin ich mit Papa in den Nachbarort gelaufen, um dort meine Großeltern zu besuchen. Für die etwa 5 Kilometer haben wir meistens über 3 Stunden gebraucht, denn wenn ich nicht auf Papas Schultern saß, sondern selber gelaufen bin, musste ich an jedem Blümchen auf dem Weg schnuppern und jedes Käferchen bewundern. Das tue ich heute noch, aber im Gegensatz zu Papa damals sind meine Begleiter heute meist genervt von dieser Leidenschaft (dabei ist es egal, ob du jetzt an meine Hunde oder meinen Mann denkst 😉 ). In den über 50 Jahren meines Lebens habe ich auf all unseren Wegen immer wieder Neues von Papa gelernt und viel über das Leben und die Welt erfahren.

Als ich älter wurde, bin ich oft mit Papa, Bruder und Opa zu unserem Wochenendhaus gelaufen. Mama hatte die Omas und die Verpflegung im Auto. Oder wir gingen Pilze sammeln. Selbst zur Discozeit bin ich gelaufen – so konnte ich mir ein Bierchen trinken – und Papa hat mich zu einer abgesprochenen Zeit zu Fuß wieder abgeholt. Wir beide haben während unserer gemeinsamen Läufe die großen und kleinen Probleme der Welt diskutiert. Natürlich auch die aus unserer eigenen kleinen Welt.

Später habe ich in einem Nachbardorf gewohnt, das etwa 7 km Luftlinie von meinem Elternhaus entfernt war und durch den Wald über einen Hügel am Wochenendhaus vorbei einen etwa 2stündigen Spaziergang mit Hund bedeutete. Jedes Jahr am 1. Januar bin ich für viele Jahre gelaufen, habe mich mit Papa am Häuschen zur wärmenden Schnäpschenpause getroffen, um dann zum Neujahrsessen beim Rest der Familie einzutreffen. Wenn es mal ein paar mehr Schnäpschen waren, hat uns Mama dann besser nach Hause gefahren, aber meistens haben wir am Nachmittag die Stiefel geschnürt und sind zu Fuß wieder über den Hügel gegangen.

Auch in den Familienurlauben wurde viel auf den Füßen unternommen. Egal, ob Wanderungen an der Nordsee im Watt oder in den Alpen. Wanderschuhe waren immer dabei.

Seit ein paar Jahren war es Papa, der langsam aber stetig an Geschwindigkeit verlor beim Laufen. Irgendwann wurde ich ihm – obwohl ich schon langsamer lief – zu schnell. So wurde aus dem Laufen eher ein Schlendern. Spaziergänge, besonders mit dem Dreamteam, wurden für Papa immer seltener. Wir haben unsere Welt-Geschichten-Diskussionen nun nicht mehr im Laufen, sondern meist im Sitzen abgehalten.

Unzählige Wege sind wir gemeinsam gegangen. Am vergangenen Mittwoch Abend, genau zu der Zeit, als ich den Text für den letzten Beitrag hier zusammengestellt habe, ist Papa alleine gegangen. Einen Weg, den ich nicht mitgehen konnte. Und die vergangene Woche war eine der schwersten meines Lebens. Mama ist nach knapp 55 Jahren glücklicher und bis zum Ende verliebter Ehe ohne ihren Mann und mein Bruder und ich sind ohne Papa, die nächste Generation ohne Opa. Und doch geht Papa wieder mit mir laufen. Ohne Einschränkungen, so, wie er es als junger Papa konnte. Er kann wieder mithalten, denn in meinem Herzen kann er mich sogar überholen oder auf die Schultern nehmen oder sich mit mir an die Wiese setzen und an den Blumen schnuppern. Ich weiß, dass er zu einem wunderbaren Ort gelaufen ist, wo wir uns eines Tages wieder zu einem Päuschen treffen werden und vielleicht wieder über die Welt diskutieren oder einfach gemeinsam die Schönheit des Himmels genießen. Denn wirklich alleine ist er nicht gegangen.

Papa, ich liebe dich und ich vermisse dich!

I love walking – not walking as in jogging, but walking as in not-driving.

Even when I was only about 3 years old I walked with Dad to the next town to visit my grandparents. For the approximately 3 miles we most of the time needed more than 3 hours, because if Dad didn‘t carry me piggyback and I walked by myself, I had to sniff at every little flower on the way and adore every little bug. I still do that today, but contrary to Dad then, this passion irritates my companions today (and it doesn‘t matter if you have my dogs or my hubby on your mind now 😉 ). In the more than 50 years of my life on all our paths I could learn something new from Dad and hear about the world.

When I grew older, I walked with Dad, brother and Grandpa to our weekend home. Mum had the grandmothers and the provisions in the car. Or we went to collect mushrooms. Even in my disco time I walked – that way I could have a beer – and Dad came to pick me up at an agreed time. During our walks together we discussed the big and the small problems of the world. Of course the ones of our own little world, too.

Later I lived in a little town about 5 miles beeline from my parents‘ home. That meant a 2 hour walk with the dog through the forest, over a hill, passing by the weekend home. For many years on January 1st I walked that way, met Dad at our little house to have a warming schnapps, and then we walked to join the rest of the family for New Year‘s lunch. If we had a bit too much of the warming schnapps, Mum better gave us a ride home, but most of the time we put on our boots in the afternoon and walked back home over the hill.

On family vacations we also spent a lot of our time on our feet. No matter if we walked across the mudflats at the North Sea of if we were in the Alpes. Walking boots were always in the suitcases.

A few years ago it was Dad who slowly but steadily lost speed walking. I was – even though I slowed down my pace – to fast for Dad. So our walk became more of a stroll. Walks, especially with the dreamteam, became rarer and rarer. We held our world-history-discussions no longer walking but most of the time sitting.

Countless ways we walked together. This past Monday night, right at that time when I put together the text for last week‘s post, Dad went alone. A path I could not go with him. And this past week was one of the hardest in my life. Mum is – after almost 55 years of a happy and loving marriage – without her husband and my brother and I are without Dad, the next generation without Grandpa. And yet Dad goes walking with me again. Without impairments, just like he did as a young dad. He can keep pace with me because in my heart he can even pass me or carry me piggyback or sit down at the pasture to sniff the flowers. I know that he walked to a beautiful place where we one day will meet again to take a little break together and maybe discuss the world again. Or simply enjoy the beauty of heaven together. Because he not really went alone.

Dad, I love you and I miss you!

Einzigartig und wunderbar – Unique and wonderful

Heute erzähle ich dir eine echte Donnerstagsgeschichte 😉 – vor 8 Jahren, als ich in Schweinfurt in der US-Kaserne arbeitete, besuchte ich Donnerstags immer den Bibelkreis. Eines Abends, während der Heimfahrt, kam mir der folgende Text in den Sinn und ich denke, er ist perfekt für heute. Also denke ich, ich teile ihn einfach mit dir. Geschrieben hab ich ihn im Juni 2011.

Auf dem Heimweg vom Bibelkreis am Donnerstag werde ich immer mit wunderschönen Sonnenuntergängen gesegnet. Heute kam mir etwas in den Sinn, als ich wieder einmal das beeindruckende Bild sehen konnte, das mein Vater für mich gemalt hat.

Es ist immer der gleiche Himmel – Gott hat ihn gemacht – aber er sieht jeden Tag anders aus, für all die verschiedenen Menschen, mit ihren vielen verschiedenen Perspektiven. Genauso verschieden, wie wir sind. Wir sind alle Gottes Kinder, und doch sind wir alle verschieden. Und so ist auch Gottes Wort. Es ist das selbe – gestern, heute und in Ewigkeit. Trotzdem ist es verschieden für uns, abhängig von unseren verschiedenen Lebensperspektiven. Und es lässt sich für jedes Leben etwas anders anwenden. Es ist bunt, schön und wunderbar. Und jedes Mal, wenn wir eine Portion davon abbekommen, können wir etwas Neues entdecken.

Ich bin so dankbar für meine Freunde, die so verschieden sind – jeder einzelne. Sie passen auf verschiedene Weise in mein Leben, jeder einzelne ist genau richtig. Ich bin so dankbar für Gottes Wort. Es gilt für mein Leben auf so viele verschiedene Arten. Und ich bin dankbar für den Himmel, der mich immer wieder in Staunen versetzt, wenn ich eine schöne Wolke sehe, einen Sonnenuntergang, einen Regenbogen. Gottes Kunstwerke.

Und ich fühle mich sehr privilegiert – weil ich weiß, dass Gott diese Bilder nur für mich malt.

Und dich.

Und dich.

Today, I tell you a real Thursday story 😉 – 8 years ago, when I worked on the Schweinfurt army base, I attended the Thursday bible studies on a regular basis. One evening while driving home, I had the following text on my mind and I think it is perfect for today. So I think, I just share it with you. It was written in June 2011.

On the way back home from bible study on Thursdays I always am blessed with beautiful sunsets. Today something came to my mind, when I again had the chance to see the awesome picture my Father painted for me.

 It is alway the same sky – God made it – but it looks different every day, to all the different people, with all different perspectives. Just as different as we are. We are all God’s children, yet we all are different. And so is God’s Word. It is the same – yesterday, today and forever. Yet it is different to us, depending on our different perspectives of life. And it applies to each life differently. It is colorful, beautiful, wonderful. And each time we get a portion of it, we might discover something new.

 I am so thankful for my friends, who are so different – each one of them. They fit into my life in different ways, just every single one in the right way. I am so thankful for God’s Word. It applies to my life in so many different ways. And I am thankful for the sky which makes me stand in awe every time I see a beautiful cloud, a sunset, a rainbow, God’s artwork.

 And I feel very priviledged – ‚cause I know my God paints these pictures just for me.

And you.

And you.

Ein guter Tag? – A good day?

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm!
Psalm 118:24 SCH2000

Und dann gibt es Tage, an denen es mir sehr schwer fällt, fröhlich zu sein. Heute ist so ein Tag. Ich kann mich kaum konzentrieren und ich habe heute weder Zeit noch Energie für einen Beitrag. Ich bin aus sehr privaten Gründen regelrecht blockiert.

Ich bitte um Verständnis und ich hoffe, nächste Woche wieder einsatz- bzw schreibbereit zu sein. Ich danke dir.

This is the day which the Lord hath made; we will rejoice and be glad in it.
Psalms 118:24 KJV

And there are days when I have a really hard time being happy or rejoicing. Today is such a day. I can hardly concentrate and do not have time or energy to write a post. Private reasons are blocking me totally.

I ask for your understanding and I hope to be able to get back to writing next week. Thank you.

Gewinner oder Verlierer – Winner or Loser

Gestern habe ich beim Einkaufen ein Rubbel-Los mit dem Kassenzettel bekommen. Ich habe den Code freigerubbelt und… leider nichts gewonnen. Oder doch? Ich sehe es so: ich hatte ein paar Minuten Spiel, Spaß und Spannung. Also doch ein Gewinn.

Die ganze letzte Woche war eine Aneinanderreihung von Gewinnen, man muss nur richtig hinschauen. Es war nicht jeden Tag sonnig, auch nicht jeden Tag warm, weder das Wetter, noch das Gefühlsleben betreffend. Trotzdem sehe ich es nicht als Verlust an, dass schon wieder eine Woche um ist. Ich sehe es als Gewinn, denn ich habe sehr viele schöne Momente geschenkt bekommen, von denen ich wieder in der Erinnerung zehren kann.

Ein paar davon will ich mit dir teilen.

Freitag habe ich einen alten Freund meines Mannes kennenlernen dürfen. Die Männer hatten sich jahrelang nicht gesehen. Das Wiedersehen war so toll und ich war sehr gerührt darüber, wie sich beide so unglaublich über ihr Treffen gefreut haben. Wir konnten das Wochenende zusammen verbringen und ich freue mich sehr, dass noch ein zweites Wochenende folgen wird, bevor der Freund wieder in seine Heimat reisen wird.

Samstag war Probentag für‘s Oktoberkonzert. Frauenchor und VIERPLUSEINS und ich habe wieder ein paar schwierige Stellen in den Stücken lernen können. Gewinn!

Sonntag ist sowieso ein Gewinntag für mich. Im Gottesdienst habe ich mit U. den Lobpreis gestalten dürfen. U. war Gast in der Gemeinde und hatte sich zur Verfügung gestellt. Ich durfte ein paar neue Lieder lernen und wir haben richtig gut harmoniert. Mit gutem Essen und guten Gesprächen kamen noch mehr Gewinne dazu.

Montag – für die meisten erstmal ein Verlust, immerhin ist das Wochenende zu Ende 😦 . Ja, ich war auch ein wenig traurig darüber, weil das Wochenende ja immer viel zu kurz ist. Aber tatsächlich habe ich am Montag auch ganz viel gewonnen. Zunächst ist mein Chef wieder aus dem Urlaub zurück – heißt, ich habe wieder meinen Ansprechpartner für die täglichen Fragen im Büro zurück. Und obwohl es ein echt langer Tag wurde, gab es noch mehr Gewinne für mich. Ich darf an einem Erste Hilfe Kurs teilnehmen und habe schon am ersten Tag so viel Neues gelernt. Immerhin ist mein letzter Kurs schon ein paar tausend Tage her.

Dienstag hat sich VIERPLUSEINS wieder getroffen und wir haben intensiv an einigen Liedstellen gearbeitet, die uns immernoch Schwierigkeiten bereitet haben. Mit Ausdauer und vielen Wiederholungen haben wir hier ganz viel Sicherheit gewonnen.

Gestern, Mittwoch, war der zweite Teil meines dreiteiligen Erste Hilfe Kurses. Und wieder konnte ich einige Dinge auffrischen bzw Neues lernen.

Dazu kommt, dass ich letzte Woche zum ersten Mal diesen Frühherbst einen Rollkragenpulli anziehen konnte – ich mag den Sommer, aber ich liebe Rollis. Ich habe Herbstzeitlosen gesehen, die ersten vom Tau benetzten Spinnennetze in der Morgensonne, hatte nasse Turnschuhe beim Spaziergang mit dem Dreamteam und überall fangen die Farben an zu leuchten.

Und heute morgen – während ich das schreibe – flackert im Flur der Kaminofen und wärmt mir das Haus – wenn das kein Gewinn ist!

Siehst du dich diese Woche eher als Gewinner oder Verlierer? Schreib mir in die Kommentare! Ich freu mich, von dir zu lesen.

Yesterday during shopping I was handed a scratch-off-ticket with my sales slip. I scratched the silver off and checked the code and… no winning. Really not? I see it that way: I had a few minutes of game, fun and excitement. So that‘s a win!

The whole past week was a series of winnings, you just have to look right. Not every day was sunny, not every day was warm, considering the weather and considering emotions. Still I don‘t count it a loss that another week is gone. I count it as a win because I was given a lot of beautiful moments that make memories to feed on.

A few I will share with you.

Friday I got to know one of my husband‘s old friends. The guys hadn‘t seen each other in years. The reunion was so great and I was deeply touched by the happiness this reunion created. We could spend the whole weekend together and I am happy that another weekend will follow before the friend will travel back home.

Saturday was rehearsal day for the concert in October. Women‘s choir and FOURPLUSONE. I was able to work out some difficult parts in the songs. Win!

Sunday is a win for me anyway. In church I had the chance to team up with U. for worship. U. was a guest in church and he offered his service. I was able to learn a few new songs and we were perfectly in tune with each other. Good food and good conversations added even more winnings.

Monday – for most people a loss. It means weekend is over 😦 . Yes, I was a little sad too, because weekends always are too short. But actually I won a lot on Monday. First, my boss is back from vacation – meaning, my counterpart for the everyday questions in the office is back. And although Monday turned out to be a very long day, there were more winnings. I am able to take part in a first aid course and on this very first day I learned so much new stuff. Anyway, my last course took place a few thousand days ago.

Tuesday FOURPLUSONE met again and we intensely rehearsed a few song lines that still give us a hard time. With persistency and lots of repetitions we gained a lot of confidence here.

Yesterday, Wednesday, I visited the second part of the first aid course. And again I could brush up some old knowledge and learn new things.

Additionally, I could wear a turtle neck sweater for the first time this fall – I like summer, but I love turtle necks. I saw autumn crocuses, cobwebs covered in dew drops shining in the morning sun, had wet sneakers walking the dreamteam and everywhere the colors start glowing more and more intensely.

And this morning – while I‘m writing this – the fireplace in the hall is flickering and warms up the house – should I not count this a a win?

Did you see yourself as winner of loser this week? Write in the comments below. I‘m looking forward to reading from you.

Melodie meines Lebens – Melody of my Life

Ehrlich, ohne Musik wäre es doch langweilig auf der Welt. Wie erstaunlich ist es dazu noch, dass es soviele Musikstile gibt – von denen ganz sicher nicht alle meinen Geschmack treffen. Aber das ist ja auch nicht so wichtig, denn so verschieden wir Menschen sind, so verschieden dürfen auch die Vorlieben in der Musik sein, oder?

Musik hat in meinem Leben schon ganz früh eine große Rolle gespielt.

Als Kind genoß ich es, wenn mein Papa sein Schifferklavier auspackte und einfach drauf los spielte. Melodien aus den 60er Jahren. Und immer auswendig.

Ich lernte Blockflöte und Melodica (den Klang dieses Instrumentes finde ich aber nicht attraktiv). Mit 11 Jahren fing ich an, Alt-Saxophon zu lernen, später spielte ich das riesige Bariton-Saxophon. Bis mich eines Tages mitten im Auftritt ein Asthma-Anfall außer Gefecht gesetzt hat. Da habe ich alle Noten und Instrumente zur Seite gelegt und hab aufgehört, Musik zu machen.

Aber weißt du, wenn du Musik in dir drin hast, kannst du die nicht einfach abstellen. Also habe ich mich auf die Suche gemacht und mich vor ein paar Jahren einem größeren Kirchenchor angeschlossen. Als Tenor, denn aus welchem Grund auch immer, ich hab es nicht hinbekommen, die Töne der Frauenstimmen zu treffen. Mein erstes großes Konzert mit dem Chor hatte das „Halleluja“ von Händel als Hauptstück. Was für ein Erlebnis. Mit diesem Chor sind die Konzerte immer etwas ganz besonderes, weil wir mit Kammerorchester und/oder Bläsern auftreten. Dazu gibt es immer auch die klassischen (und professionellen) Solisten.

Dann gibt es Auftritte mit dem Chor, in dem meine Mutter schon seit Jahrzehnten singt. Da bin ich meist solistisch unterwegs, z. B. mit „Thank you for the music“ von ABBA. Nach einem dieser Konzerte wurde auch die Idee von VIERPLUSEINS geboren – also die allererste Gedankenzelle davon – eigentlich auch erstmal nur für ein Duett. Das haben wir dann erfolgreich ausprobiert bei der Goldenen Hochzeit meiner Eltern. Von da aus entwickelte sich dann das Duett zum Quartett bzw. zum Ensemble VIERPLUSEINS, das mittlerweile aus 5 Sänger/innen und der Pianistin besteht. Ab kommenden Samstag proben wir wieder für ein Konzert am 5. Oktober. Das Repertoire da ist wieder anders, es gibt humoristische Stücke, Oldies und wir singen natürlich auch wunderschön arrangierte Weihnachtslieder (nein, nicht nächsten Monat 😉 ).

Die wichtigste Musik in meinem Leben ist aber Lobpreis und Anbetungsmusik. Ich liebe es, nicht nur im Gottesdienst Lobpreislieder zu singen. Es kann passieren, dass man ohne Probleme mitbekommt, wo ich gerade mit dem Dreamteam unterwegs bin, weil ich aus vollem Halse singend im Wald oder auf den Wiesen unterwegs bin. Auch beim Fensterputzen singt es sich wunderbar. Noch viel besser aber ist es, mit anderen zusammen Loblieder zu singen. Seit November letzten Jahres bin ich Mitglied des Lobpreis-Teams meiner Gemeinde und das ist ein sehr wertvolles Geschenk für mich.

Die nächsten Monate sind wieder gut gefüllt mit Musik und ich freue mich auf diese ungewöhnliche Mischung. Es wird eine sehr aktive Zeit sein. Sonntags findest du mich im Gottesdienst, am 5. Oktober in Ostheim, dort singe ich mit VIERPLUSEINS und dem Frauenchor und darf dazu durch‘s Programm führen und im Februar 2020 gibt es mich wieder als Tenor im Chor 😉 .

Wenn du mal in der Nähe bist, schau doch einfach mal vorbei.

Schreib mir doch mal in die Kommentare, welche Musik du hörst oder selber machst. Ich freue mich auf die Antworten!

Honestly, the world would be rather boring without music. How astonishing it is that there are so many styles of music – which certainly do not all meet my preferences. But that isn‘t important because as different as we humans are, our preferences in music may be just as different, right?

From a very young age music was part of my life.

As a child I enjoyed my dad unpacking his accordeon and just starting to play. Melodies from the sixties. All by heart.

I learned to play flute and melodica (I do not find the sound of that instrument very attracting). At the age of 11 I started learning to play the Alto Saxophone, later I played the huge Baritone Saxophone. Until one day in the middle of a gig an asthma attack cut my breath off. That‘s when I layed all music sheets and the instruments aside and stopped making music.

But you know, when you have music inside of you, you cannot simply turn it off. So I searched, found and joined a church choir. Singing Tenor voice because, I don‘t know why, I cannot find the notes of the Sopranos and Altos. At my first concert with them we performed Haendel‘s „Halleluja“. What an experience. This Choir‘s concerts are always special because we sing accompanied by a chamber orchestra and/or a brass ensemble. Additionally there are the (professional) soloists.

Then there are gigs with the choir where my mom has been singing for decades. Most of the time I am the soloist there, e.g. singing „Thank you for the music“ from ABBA. After one of these concerts the idea of FOURPLUSONE was born – I mean the very first thought of it – actually only talking about a duett. We successfully tried that at my parents‘ 50th anniversary. From there on the duo formed into a quartett respectively into the ensemble FOURPLUSONE which meanwhile consists of 5 singers and the pianist. Starting this Saturday we will rehearse for a concert on October 5th. Our repertoire again is very different to the others. We have humorous pieces, oldies and of course we sing beautifully arranged Christmas songs (no, not next month 😉 ).

The most important kind of music in my life though is praise and worship music. I love to sing worshipsongs, not only in church. It can happen that people know without any problems where I am walking my dreamteam because you can hear me sing at the top of my lungs while I‘m out in the woods or fields. Also singing is perfect when cleaning your windows. But singing praises is even better together with others. Since November last year I am part of our church‘s Worship Team and this is a very valuable gift to me.

The coming months will be filled well with music and I look forward to this uncommon mixture. It will be a very active time. On Sundays you will find me in church. On Saturday, October 5th in Ostheim at the concert. I will be singing with FOURPLUSONE and the ladies‘ choir and will function as the show host. In February 2020 I will be Tenor in the Choir again 😉 .

If you‘re in the area, stop by if you like.

What kind of music do you hear or make yourself? Write about it in the comment area below. I‘m looking forward to your answers.