Im Moment sieht man sie überall: Pilzsammler. Als Kind kannte ich sehr viele Pilze beim Namen und wusste auch, ob sie essbar oder giftig sind. Heute beschränke ich mich darauf, sie per Fotos zu sammeln. Man kann zwar jeden Pilz essen, aber den einen oder anderen eben nur einmal 😉 .
Ich
bin die letzte Tage öfter mit der Handykamera zugange gewesen, das
kannst du an den vielen Fotos sehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass
es mit den Menschen genauso ist wie mit den Pilzen.
Es
gibt welche, denen sieht man gleich an, dass sie giftig sind. Andere
wiederum sehen sehr gut aus, vergiften dich aber, sobald du mit ihnen
zu tun hast. Oder es gibt welche, die dich ganz langsam vergiften.
Dann gibt es die, die dir nicht auf Anhieb gefallen, sich aber dann
als sehr angenehm im Geschmack erweisen. Oder die, die einfach nur
gut sind.
Du
wirst sehen, dass dir von jeder Sorte einige über den Weg laufen
werden. Das ist einfach so. Aber mach dir keine Sorgen, du wirst
herausfinden, wer wie ist und mit wem es sich lohnt, deine Zeit zu
verbringen. Es ist übrigens gesund, Beziehungen zu beenden, die dir
nicht guttun. Und es ist noch viel gesünder, Beziehungen zu pflegen,
die dir guttun. Umgib dich mit deinen Freunden und deinen Lieben, so
oft es geht und schaffe dir gute Erinnerungen. Löse Verbindungen,
die dich vergiften, bevor es zu spät ist.
Ich
habe schon die eine oder andere Freundschaft oder Beziehung auflösen
müssen, weil sie mein Leben vergiftet hat. Dafür empfinde ich
andere Beziehungen und Freundschaften als besonders wertvoll. Und ich
wünsche mir, dass sie mir sehr sehr lange erhalten bleiben.
Wie ist das mit dir? Magst du Pilze? Und Menschen? Musstest du dich schon mal trennen?
At the moment you can see them everywhere: mushroom collectors. As a child I knew a lot of mushrooms by name and I knew if they are edible or poisonous. Today I limit myself to collecting them taking pictures. Admittedly you can eat every mushroom, yet one or the other only once 😉 .
I‘ve
been using my cell phone camera a lot lately – you can see that in
the many pictures. I noticed that with people it is just like with
mushrooms.
With
some of them you can immediately see that they are poisonous. Others
might look very good but they will poison you when you have to deal
with them. Or there are those that slowly poison you. Then there are
some you don‘t really like to start with, but their taste is very
pleasing. Or those who are simply good.
You
will see that some of each kind will cross your path. That‘s simply
how it is. But don‘t worry, you will find out who is how and who is
worth spending your time with. After all it is very healthy to end
relationships that don‘t do you good. And it is even much healthier
to cherish those relationships that do you good. Surround yourself
with your friends and loved ones as often as possible and create good
memories. Let go off relations that poison you, before it is too
late.
I
have had to end one or the other friendship or relationship because
it poisoned my life. On the other hand I sense that other
relationships and friendships are especially valuable. And I wish I
can keep them for a long long time.
How
about you? Do you like mushrooms? And people? Did you have to
disconnect already?
Am
vergangenen Sonntag bin ich durch den Morgennebel zum Gottesdienst
gefahren. Die Sonne hat den Nebel in einen geheimnisvollen Schleier
verwandelt. An manchen Stellen war der Nebel bereits verschwunden und
hat einen herrlichen Blick auf die bunt gefärbten Wälder
freigegeben. Ich musste an Papa denken und an einen wunderschönen
Ausblick, den uns die Bibel verheißt. Den findest du im Buch der
Offenbarung, im vorletzten Kapitel der Bibel:
Offenbarung 21
1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. 2 Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut für ihren Bräutigam…
10 Gottes Geist ergriff mich und führte mich auf einen großen, hohen Berg. Dort zeigte er mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott aus dem Himmel herabkam. 11 Die Stadt erstrahlte im Glanz der Herrlichkeit Gottes. Sie leuchtete wie ein Edelstein, wie ein kristallklarer Jaspis…
17 Dann maß er auch die Mauer der Stadt und verwendete dabei ein Maß, das auch wir Menschen gebrauchen. Sie war 144 Ellen hoch– das sind etwa 70 Meter – 18 und bestand ganz und gar aus Jaspis. Die Stadt war aus reinem Gold gebaut, klar und durchsichtig wie Glas. 19 Die Grundsteine der Stadtmauer schmückten die verschiedensten Edelsteine. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Karneol, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth und der zwölfte ein Amethyst. 21 Die zwölf Tore bestanden aus zwölf Perlen, jedes Tor aus einer einzigen Perle. Und die Hauptstraße war aus reinem Gold, klar und durchsichtig wie Glas.
Ich hatte das Gefühl, dass Gott
mir einen Vorgeschmack auf die neue Stadt schenken will, mit all den
wundervollen Farben – von Bernsteinfarben über Rubinrot,
Smaragdgrün, Opalblau, und so vielen mehr. In allen Schattierungen.
Einfach herrlich. Dann dachte ich, wenn wir hier schon so prächtige
Farben und Formen sehen dürfen, wie wunderbar wird es dann erst
sein, wenn wir in der neuen Stadt sein werden.
Für den einen oder anderen mag
mein Gedankengang verrückt klingen. Das macht mir aber nichts aus,
denn jeder hat sicher seine eigene Betrachtungsweise. Ich glaube nun
einmal an die Verheißungen des Neuen Testamentes. Und ich kann aus
ganz viel Erfahrung berichten, dass mir dieser Glaube in sehr vielen
Situationen Trost, Freude und Hoffnung geschenkt hat. Mein Papa hat
auch an diesen herrlichen Himmel geglaubt. Auch das ist für mich ein
enormer Trost. Und so wird diese Zeit der Trauer in Kombination mit
Nebel, Sonne und buntem Laub zu einer Zeit der Hoffnung. Das ist doch
wunderbar!
Worin findest du Trost, Freude, Hoffnung? Schreib mir doch mal in die Kommentare.
This past Sunday I drove to church
through a foggy morning. The sun transformed the fog into a
mysterious mist. In some places the fog was gone already and revealed
a wonderful view onto the multicolored forests. I had to think of Dad
and of a glorious view the Bible promises. You can find it in the
Book of Revelation, in the next-to-last chapter of the Bible.
Revelation 21
1 Then I saw “a new heaven and a new earth,” for the first heaven and the first earth had passed away, and there was no longer any sea. 2 I saw the Holy City, the new Jerusalem, coming down out of heaven from God, prepared as a bride beautifully dressed for her husband…
10 And he carried me away in the Spirit to a mountain great and high, and showed me the Holy City, Jerusalem, coming down out of heaven from God. 11 It shone with the glory of God, and its brilliance was like that of a very precious jewel, like a jasper, clear as crystal…
17 The angel measured the wall using human measurement, and it was 144 cubits thick.18 The wall was made of jasper, and the city of pure gold, as pure as glass. 19 The foundations of the city walls were decorated with every kind of precious stone. The first foundation was jasper, the second sapphire, the third agate, the fourth emerald, 20 the fifth onyx, the sixth ruby, the seventh chrysolite, the eighth beryl, the ninth topaz, the tenth turquoise, the eleventh jacinth, and the twelfth amethyst 21 The twelve gates were twelve pearls, each gate made of a single pearl. The great street of the city was of gold, as pure as transparent glass.
I felt like God wanted to make me a present of a fortaste of the new city, with all the glamorous colors – from amber to ruby red, emerald green or opal blue, and so many more. In all shades. Simply gorgeous. Then I thought if we can see these splendid colors and shapes here, how glorious will it be when we arrive at the new city.
One or the other might think of my thoughts as quite crazy. That does not bother me because everybody has their own perspective. I simply do believe in the promises of the New Testament. And from a lot of experience I can tell you that this faith has given me comfort, joy and hope in numerous situations. My Dad also believed in this wonderful heaven. That itself is of huge comfort for me. Thus this time of mourning combined with the fog, sun and colorful leaves transforms into a time of hope. Isn‘t that wonderful?
Where do you find comfort, joy
hope? Tell me in the comments.
Wenn
du am Sonntag meinen Mann mit einem Spieß bewaffnet durch unser Dorf
Rödles laufen siehst, könntest du dich fragen, was das zu bedeuten
hat. Am kommenden Sonntag ist er Spießträger – ein Job, der in
unserem Dorf schon sehr sehr lange von den Männern – und nur von
den Männern – ausgeübt wird.
Vermutlich
stammt dieser Dienst aus Zeiten, in denen man die Häuser nicht
abschloss und in denen allerlei Gesindel sein Unwesen trieb und die
Tatsache ausnutzte, dass sonntags alle Dorfbewohner in der Kirche
waren.
Was
tat also der Spießträger?
Er
spazierte durch‘s Dorf und hatte ein Auge auf alles, was
ungewöhnlich war. Neben der Bewachung der üblicherweise
offenstehenden Häuser und der Abschreckung von Räubern war er
jedoch hauptsächlich als Feuermelder im Einsatz. Früher waren
offene Feuer in den Küchen, und die Gefahr eines Brandes war
ziemlich hoch. Der Spießträger ging also in die Häuser hinein und
überprüfte die Feuerstellen. Hin und wieder hat er sicher auch ein
Scheit Holz nachgelegt, damit das Feuer nicht ausging.
Auch
in die Ställe durfte und sollte der Spießträger gehen. Es ist
überliefert, dass einmal ein Bauer vom Spießträger aus der Kirche
heimgeholt wurde, weil die Kuh im Stall Probleme beim Kalben hatte
und der Bauer zu Hilfe kommen musste.
Selbst
der Bürgermeister hat des öfteren die Dienste des Spießträgers in
Anspruch genommen und ihn gebeten, nach dem Gottesdienst die Leute
aufzuhalten, damit jeder hören konnte, was er zu sagen hatte, z. B.
dass das Waschhaus gestrichen werden muss oder andere
gemeinschaftliche Aufgaben erledigt werden sollten.
Man könnte meinen, dass ein so alter Brauch ziemlich überflüssig ist, aber in Rödles wäre in den 50er Jahren ein Haus sicherlich abgebrannt, hätte der Spießträger nicht den Brand entdeckt und die Leute zum Löschen aus dem Gottesdienst geholt.
Der
Spießträger trägt übrigens den Spieß mit der Spitze nach unten
auf seinem etwa einstündigen Rundgang – vom Beginn bis zum Ende
des Gottesdienstes eben. Und am Ende der Runde wird der Spieß zum
nächsten männlichen Nachbarn gebracht. Du erinnerst dich, wir
Mädels dürfen den Spieß nicht tragen. Und wenn sich auch die etwa
200 Einwohner unseres schönen Dorfes einig sind, dass der Brauch
eigentlich in dieser hektischen und digitalen Zeit überholt ist,
wird der Spieß Woche für Woche von Haus zu Haus getragen und unsere
Männer machen ihren Rundgang. Dabei ist es egal, wieviele Besucher
der Gottesdienst zählt.
Ich
bin gespannt, was mein Mann alles Neues entdecken wird auf seinem
Rundgang am Sonntag.
Gibt es dort, wo du wohnst, auch alte Traditionen, die bis heute gepflegt werden? Schreib mir darüber in die Kommentare.
Kurzer Nachtrag: ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass es den Spießträger in unserer Gegend nur noch in unserem und zwei Nachbardörfern gibt.
Der Spieß – The Pike
If
you see my husband walk through our village Roedles next Sunday with
a pike in his hand, you might ask yourself, what that means. He‘ll
be a pike carrier next Sunday – a job that‘s been performed by
the men – and only by the men – for a long time.
Most
likely this duty dates back to the time when you didn‘t lock your
house and when all sorts of shady characters were up to mischief and
took advantage of the fact that all villagers were in church on
Sunday.
So
what did the pike carrier do?
He
walked through the village and kept a wary eye on anything unusual.
Besides watching over the usually unlocked houses and scaring away
thieves, his main task was being a fire detector. In old times
kitchens had open fire places and the danger of a fire was rather
high. So the pike carrier went into the houses to check the
fireplaces. Every now and then he might even have put a piece of wood
into the fire to keep it burning.
The
pike carrier also could and should go inside the stables. It is
recorded that once a farmer was called out of church by the pike
carrier to go home because the cow in the stable had problems calving
and the farmer had to help.
Even the mayor used the pike carrier‘s service every so often and asked him to stop the villagers after church so everybody could hear what he had to say, e.g. that the washhouse had to be painted or other communal tasks had to be accomplished.
You
could think that such an old custom is a waste, but in the 50s a
house in Roedles certainly would have burned down if the pike carrier
hadn‘t discoverd the fire and called the people out of church to
quench the fire.
After all the pike carrier carries the pike upside down on his patrol – about an hour from beginning to the end of the church service. And at the end of the tour the pike will be taken to the next male neighbor. You remember, we girls are not allowed to carry the pike. Even though the approximately 200 inhabitants of our beautiful village agree on this custom being outdated in this hectic and digital time, the pike is being taken from house to house, week by week and our men go on patrol. It doesn‘t even matter how many people go to church.
I‘m
curious about how many new things my hubby will discover on his
patrol.
Do you also have old traditions which are still kept alive where you live? Write about them in the comment section below.
Short addition: I totally forgot to mention that in our area the pike carrier only still exists in our village and two more neighboring villages.
Ich liebe es, zu
laufen – also nicht Laufen im Sinne von Joggen, sondern Laufen im
Sinne von Nicht-Fahren.
Schon als ich etwa 3 Jahre alt war, bin ich mit Papa in den Nachbarort gelaufen, um dort meine Großeltern zu besuchen. Für die etwa 5 Kilometer haben wir meistens über 3 Stunden gebraucht, denn wenn ich nicht auf Papas Schultern saß, sondern selber gelaufen bin, musste ich an jedem Blümchen auf dem Weg schnuppern und jedes Käferchen bewundern. Das tue ich heute noch, aber im Gegensatz zu Papa damals sind meine Begleiter heute meist genervt von dieser Leidenschaft (dabei ist es egal, ob du jetzt an meine Hunde oder meinen Mann denkst 😉 ). In den über 50 Jahren meines Lebens habe ich auf all unseren Wegen immer wieder Neues von Papa gelernt und viel über das Leben und die Welt erfahren.
Als ich älter wurde, bin ich oft mit Papa, Bruder und Opa zu unserem Wochenendhaus gelaufen. Mama hatte die Omas und die Verpflegung im Auto. Oder wir gingen Pilze sammeln. Selbst zur Discozeit bin ich gelaufen – so konnte ich mir ein Bierchen trinken – und Papa hat mich zu einer abgesprochenen Zeit zu Fuß wieder abgeholt. Wir beide haben während unserer gemeinsamen Läufe die großen und kleinen Probleme der Welt diskutiert. Natürlich auch die aus unserer eigenen kleinen Welt.
Später habe ich in einem Nachbardorf gewohnt, das etwa 7 km Luftlinie von meinem Elternhaus entfernt war und durch den Wald über einen Hügel am Wochenendhaus vorbei einen etwa 2stündigen Spaziergang mit Hund bedeutete. Jedes Jahr am 1. Januar bin ich für viele Jahre gelaufen, habe mich mit Papa am Häuschen zur wärmenden Schnäpschenpause getroffen, um dann zum Neujahrsessen beim Rest der Familie einzutreffen. Wenn es mal ein paar mehr Schnäpschen waren, hat uns Mama dann besser nach Hause gefahren, aber meistens haben wir am Nachmittag die Stiefel geschnürt und sind zu Fuß wieder über den Hügel gegangen.
Auch in den Familienurlauben wurde viel auf den Füßen unternommen. Egal, ob Wanderungen an der Nordsee im Watt oder in den Alpen. Wanderschuhe waren immer dabei.
Seit ein paar Jahren
war es Papa, der langsam aber stetig an Geschwindigkeit verlor beim
Laufen. Irgendwann wurde ich ihm – obwohl ich schon langsamer lief
– zu schnell. So wurde aus dem Laufen eher ein Schlendern.
Spaziergänge, besonders mit dem Dreamteam, wurden für Papa immer
seltener. Wir haben unsere Welt-Geschichten-Diskussionen nun nicht
mehr im Laufen, sondern meist im Sitzen abgehalten.
Unzählige Wege sind wir gemeinsam gegangen. Am vergangenen Mittwoch Abend, genau zu der Zeit, als ich den Text für den letzten Beitrag hier zusammengestellt habe, ist Papa alleine gegangen. Einen Weg, den ich nicht mitgehen konnte. Und die vergangene Woche war eine der schwersten meines Lebens. Mama ist nach knapp 55 Jahren glücklicher und bis zum Ende verliebter Ehe ohne ihren Mann und mein Bruder und ich sind ohne Papa, die nächste Generation ohne Opa. Und doch geht Papa wieder mit mir laufen. Ohne Einschränkungen, so, wie er es als junger Papa konnte. Er kann wieder mithalten, denn in meinem Herzen kann er mich sogar überholen oder auf die Schultern nehmen oder sich mit mir an die Wiese setzen und an den Blumen schnuppern. Ich weiß, dass er zu einem wunderbaren Ort gelaufen ist, wo wir uns eines Tages wieder zu einem Päuschen treffen werden und vielleicht wieder über die Welt diskutieren oder einfach gemeinsam die Schönheit des Himmels genießen. Denn wirklich alleine ist er nicht gegangen.
Papa, ich liebe dich und ich vermisse dich!
I love walking –
not walking as in jogging, but walking as in not-driving.
Even when I was only
about 3 years old I walked with Dad to the next town to visit my
grandparents. For the approximately 3 miles we most of the time
needed more than 3 hours, because if Dad didn‘t carry me piggyback
and I walked by myself, I had to sniff at every little flower on the
way and adore every little bug. I still do that today, but contrary
to Dad then, this passion irritates my companions today (and it
doesn‘t matter if you have my dogs or my hubby on your mind now 😉
). In the more than 50 years of my life on all our paths I could
learn something new from Dad and hear about the world.
When I grew older, I walked with Dad, brother and Grandpa to our weekend home. Mum had the grandmothers and the provisions in the car. Or we went to collect mushrooms. Even in my disco time I walked – that way I could have a beer – and Dad came to pick me up at an agreed time. During our walks together we discussed the big and the small problems of the world. Of course the ones of our own little world, too.
Later I lived in a
little town about 5 miles beeline from my parents‘ home. That meant
a 2 hour walk with the dog through the forest, over a hill, passing
by the weekend home. For many years on January 1st I walked that way,
met Dad at our little house to have a warming schnapps, and then we
walked to join the rest of the family for New Year‘s lunch. If we
had a bit too much of the warming schnapps, Mum better gave us a ride
home, but most of the time we put on our boots in the afternoon and
walked back home over the hill.
On family vacations
we also spent a lot of our time on our feet. No matter if we walked
across the mudflats at the North Sea of if we were in the Alpes.
Walking boots were always in the suitcases.
A few years ago it was Dad who slowly but steadily lost speed walking. I was – even though I slowed down my pace – to fast for Dad. So our walk became more of a stroll. Walks, especially with the dreamteam, became rarer and rarer. We held our world-history-discussions no longer walking but most of the time sitting.
Countless ways we walked together. This past Monday night, right at that time when I put together the text for last week‘s post, Dad went alone. A path I could not go with him. And this past week was one of the hardest in my life. Mum is – after almost 55 years of a happy and loving marriage – without her husband and my brother and I are without Dad, the next generation without Grandpa. And yet Dad goes walking with me again. Without impairments, just like he did as a young dad. He can keep pace with me because in my heart he can even pass me or carry me piggyback or sit down at the pasture to sniff the flowers. I know that he walked to a beautiful place where we one day will meet again to take a little break together and maybe discuss the world again. Or simply enjoy the beauty of heaven together. Because he not really went alone.
Heute erzähle ich dir eine echte Donnerstagsgeschichte 😉 – vor 8 Jahren, als ich in Schweinfurt in der US-Kaserne arbeitete, besuchte ich Donnerstags immer den Bibelkreis. Eines Abends, während der Heimfahrt, kam mir der folgende Text in den Sinn und ich denke, er ist perfekt für heute. Also denke ich, ich teile ihn einfach mit dir. Geschrieben hab ich ihn im Juni 2011.
Auf
dem Heimweg vom Bibelkreis am Donnerstag werde ich immer mit
wunderschönen Sonnenuntergängen gesegnet. Heute kam mir etwas in
den Sinn, als ich wieder einmal das beeindruckende
Bild sehen konnte, das mein Vater für mich gemalt hat.
Es ist immer der gleiche Himmel – Gott hat ihn gemacht – aber er sieht jeden Tag anders aus, für all die verschiedenen Menschen, mit ihren vielen verschiedenen Perspektiven. Genauso verschieden, wie wir sind. Wir sind alle Gottes Kinder, und doch sind wir alle verschieden. Und so ist auch Gottes Wort. Es ist das selbe – gestern, heute und in Ewigkeit. Trotzdem ist es verschieden für uns, abhängig von unseren verschiedenen Lebensperspektiven. Und es lässt sich für jedes Leben etwas anders anwenden. Es ist bunt, schön und wunderbar. Und jedes Mal, wenn wir eine Portion davon abbekommen, können wir etwas Neues entdecken.
Ich bin so dankbar für meine Freunde, die so verschieden sind – jeder einzelne. Sie passen auf verschiedene Weise in mein Leben, jeder einzelne ist genau richtig. Ich bin so dankbar für Gottes Wort. Es gilt für mein Leben auf so viele verschiedene Arten. Und ich bin dankbar für den Himmel, der mich immer wieder in Staunen versetzt, wenn ich eine schöne Wolke sehe, einen Sonnenuntergang, einen Regenbogen. Gottes Kunstwerke.
Und ich fühle mich sehr privilegiert – weil ich weiß, dass Gott diese Bilder nur für mich malt.
Und
dich.
Und dich.
Today, I tell you a real Thursday story 😉 – 8 years ago, when I worked on the Schweinfurt army base, I attended the Thursday bible studies on a regular basis. One evening while driving home, I had the following text on my mind and I think it is perfect for today. So I think, I just share it with you. It was written in June 2011.
On the way back home from bible
study on Thursdays I always am blessed with beautiful sunsets. Today
something came to my mind, when I again had the chance to see the
awesome picture my Father painted for me.
It is alway the same sky –
God made it – but it looks different every day, to all the different
people, with all different perspectives. Just as different as we are.
We are all God’s children, yet we all are different. And so is God’s
Word. It is the same – yesterday, today and forever. Yet it is
different to us, depending on our different perspectives of life. And
it applies to each life differently. It is colorful, beautiful,
wonderful. And each time we get a portion of it, we might discover
something new.
I am so thankful for my
friends, who are so different – each one of them. They fit into my
life in different ways, just every single one in the right way. I am
so thankful for God’s Word. It applies to my life in so many
different ways. And I am thankful for the sky which makes me stand in
awe every time I see a beautiful cloud, a sunset, a rainbow, God’s
artwork.
And I feel very priviledged – ‚cause I know my God paints these pictures just for me.
Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm! Psalm 118:24 SCH2000
Und dann gibt es Tage, an denen es mir sehr schwer fällt, fröhlich zu sein. Heute ist so ein Tag. Ich kann mich kaum konzentrieren und ich habe heute weder Zeit noch Energie für einen Beitrag. Ich bin aus sehr privaten Gründen regelrecht blockiert.
Ich bitte um Verständnis und ich hoffe, nächste Woche wieder einsatz- bzw schreibbereit zu sein. Ich danke dir.
This is the day which the Lord hath made; we will rejoice and be glad in it. Psalms 118:24 KJV
And there are days when I have a really hard time being happy or rejoicing. Today is such a day. I can hardly concentrate and do not have time or energy to write a post. Private reasons are blocking me totally.
I ask for your understanding and I hope to be able to get back to writing next week. Thank you.
Gestern habe ich
beim Einkaufen ein Rubbel-Los mit dem Kassenzettel bekommen. Ich habe
den Code freigerubbelt und… leider nichts gewonnen. Oder doch? Ich
sehe es so: ich hatte ein paar Minuten Spiel, Spaß und Spannung.
Also doch ein Gewinn.
Die ganze letzte
Woche war eine Aneinanderreihung von Gewinnen, man muss nur richtig
hinschauen. Es war nicht jeden Tag sonnig, auch nicht jeden Tag warm,
weder das Wetter, noch das Gefühlsleben betreffend. Trotzdem sehe
ich es nicht als Verlust an, dass schon wieder eine Woche um ist. Ich
sehe es als Gewinn, denn ich habe sehr viele schöne Momente
geschenkt bekommen, von denen ich wieder in der Erinnerung zehren
kann.
Ein paar davon will
ich mit dir teilen.
Freitag habe ich
einen alten Freund meines Mannes kennenlernen dürfen. Die Männer
hatten sich jahrelang nicht gesehen. Das Wiedersehen war so toll und
ich war sehr gerührt darüber, wie sich beide so unglaublich über
ihr Treffen gefreut haben. Wir konnten das Wochenende zusammen
verbringen und ich freue mich sehr, dass noch ein zweites Wochenende
folgen wird, bevor der Freund wieder in seine Heimat reisen wird.
Samstag war
Probentag für‘s Oktoberkonzert. Frauenchor und VIERPLUSEINS und
ich habe wieder ein paar schwierige Stellen in den Stücken lernen
können. Gewinn!
Sonntag ist sowieso
ein Gewinntag für mich. Im Gottesdienst habe ich mit U. den Lobpreis
gestalten dürfen. U. war Gast in der Gemeinde und hatte sich zur
Verfügung gestellt. Ich durfte ein paar neue Lieder lernen und wir
haben richtig gut harmoniert. Mit gutem Essen und guten Gesprächen
kamen noch mehr Gewinne dazu.
Montag – für die
meisten erstmal ein Verlust, immerhin ist das Wochenende zu Ende 😦
. Ja, ich war auch ein wenig traurig darüber, weil das Wochenende ja
immer viel zu kurz ist. Aber tatsächlich habe ich am Montag auch
ganz viel gewonnen. Zunächst ist mein Chef wieder aus dem Urlaub
zurück – heißt, ich habe wieder meinen Ansprechpartner für die
täglichen Fragen im Büro zurück. Und obwohl es ein echt langer Tag
wurde, gab es noch mehr Gewinne für mich. Ich darf an einem Erste
Hilfe Kurs teilnehmen und habe schon am ersten Tag so viel Neues
gelernt. Immerhin ist mein letzter Kurs schon ein paar tausend Tage
her.
Dienstag hat sich
VIERPLUSEINS wieder getroffen und wir haben intensiv an einigen
Liedstellen gearbeitet, die uns immernoch Schwierigkeiten bereitet
haben. Mit Ausdauer und vielen Wiederholungen haben wir hier ganz
viel Sicherheit gewonnen.
Gestern, Mittwoch,
war der zweite Teil meines dreiteiligen Erste Hilfe Kurses. Und
wieder konnte ich einige Dinge auffrischen bzw Neues lernen.
Dazu kommt, dass ich
letzte Woche zum ersten Mal diesen Frühherbst einen Rollkragenpulli
anziehen konnte – ich mag den Sommer, aber ich liebe Rollis. Ich
habe Herbstzeitlosen gesehen, die ersten vom Tau benetzten
Spinnennetze in der Morgensonne, hatte nasse Turnschuhe beim
Spaziergang mit dem Dreamteam und überall fangen die Farben an zu
leuchten.
Und heute morgen –
während ich das schreibe – flackert im Flur der Kaminofen und
wärmt mir das Haus – wenn das kein Gewinn ist!
Siehst du dich diese Woche eher als Gewinner oder Verlierer? Schreib mir in die Kommentare! Ich freu mich, von dir zu lesen.
Yesterday during
shopping I was handed a scratch-off-ticket with my sales slip. I
scratched the silver off and checked the code and… no winning.
Really not? I see it that way: I had a few minutes of game, fun and
excitement. So that‘s a win!
The whole past week
was a series of winnings, you just have to look right. Not every day
was sunny, not every day was warm, considering the weather and
considering emotions. Still I don‘t count it a loss that another
week is gone. I count it as a win because I was given a lot of
beautiful moments that make memories to feed on.
A few I will share
with you.
Friday I got to know
one of my husband‘s old friends. The guys hadn‘t seen each other
in years. The reunion was so great and I was deeply touched by the
happiness this reunion created. We could spend the whole weekend
together and I am happy that another weekend will follow before the
friend will travel back home.
Saturday was
rehearsal day for the concert in October. Women‘s choir and
FOURPLUSONE. I was able to work out some difficult parts in the
songs. Win!
Sunday is a win for
me anyway. In church I had the chance to team up with U. for worship.
U. was a guest in church and he offered his service. I was able to
learn a few new songs and we were perfectly in tune with each other.
Good food and good conversations added even more winnings.
Monday – for most
people a loss. It means weekend is over 😦 . Yes, I was a little sad
too, because weekends always are too short. But actually I won a lot
on Monday. First, my boss is back from vacation – meaning, my
counterpart for the everyday questions in the office is back. And
although Monday turned out to be a very long day, there were more
winnings. I am able to take part in a first aid course and on this
very first day I learned so much new stuff. Anyway, my last course
took place a few thousand days ago.
Tuesday FOURPLUSONE
met again and we intensely rehearsed a few song lines that still give
us a hard time. With persistency and lots of repetitions we gained a
lot of confidence here.
Yesterday,
Wednesday, I visited the second part of the first aid course. And
again I could brush up some old knowledge and learn new things.
Additionally, I could wear a turtle neck sweater for the first time this fall – I like summer, but I love turtle necks. I saw autumn crocuses, cobwebs covered in dew drops shining in the morning sun, had wet sneakers walking the dreamteam and everywhere the colors start glowing more and more intensely.
And this morning –
while I‘m writing this – the fireplace in the hall is flickering
and warms up the house – should I not count this a a win?
Did you see yourself
as winner of loser this week? Write in the comments below. I‘m
looking forward to reading from you.
Ehrlich, ohne Musik wäre es doch langweilig auf der Welt. Wie erstaunlich ist es dazu noch, dass es soviele Musikstile gibt – von denen ganz sicher nicht alle meinen Geschmack treffen. Aber das ist ja auch nicht so wichtig, denn so verschieden wir Menschen sind, so verschieden dürfen auch die Vorlieben in der Musik sein, oder?
Musik
hat in meinem Leben schon ganz früh eine große Rolle gespielt.
Als
Kind genoß ich es, wenn mein Papa sein Schifferklavier auspackte und
einfach drauf los spielte. Melodien aus den 60er Jahren. Und immer
auswendig.
Ich lernte Blockflöte und Melodica (den Klang dieses Instrumentes finde ich aber nicht attraktiv). Mit 11 Jahren fing ich an, Alt-Saxophon zu lernen, später spielte ich das riesige Bariton-Saxophon. Bis mich eines Tages mitten im Auftritt ein Asthma-Anfall außer Gefecht gesetzt hat. Da habe ich alle Noten und Instrumente zur Seite gelegt und hab aufgehört, Musik zu machen.
Aber
weißt du, wenn du Musik in dir drin hast, kannst du die nicht
einfach abstellen. Also habe ich mich auf die Suche gemacht und mich
vor ein paar Jahren einem größeren Kirchenchor angeschlossen. Als
Tenor, denn aus welchem Grund auch immer, ich hab es nicht
hinbekommen, die Töne der Frauenstimmen zu treffen. Mein erstes
großes Konzert mit dem Chor hatte das „Halleluja“ von Händel
als Hauptstück. Was für ein Erlebnis. Mit diesem Chor sind die
Konzerte immer etwas ganz besonderes, weil wir mit Kammerorchester
und/oder Bläsern auftreten. Dazu gibt es immer auch die klassischen
(und professionellen) Solisten.
Dann
gibt es Auftritte mit dem Chor, in dem meine Mutter schon seit
Jahrzehnten singt. Da bin ich meist solistisch unterwegs, z. B. mit
„Thank you for the music“ von ABBA. Nach einem dieser Konzerte
wurde auch die Idee von VIERPLUSEINS geboren – also die allererste
Gedankenzelle davon – eigentlich auch erstmal nur für ein Duett.
Das haben wir dann erfolgreich ausprobiert bei der Goldenen Hochzeit
meiner Eltern. Von da aus entwickelte sich dann das Duett zum
Quartett bzw. zum Ensemble VIERPLUSEINS, das mittlerweile aus 5
Sänger/innen und der Pianistin besteht. Ab kommenden Samstag proben
wir wieder für ein Konzert am 5. Oktober. Das Repertoire da ist
wieder anders, es gibt humoristische Stücke, Oldies und wir singen
natürlich auch wunderschön arrangierte Weihnachtslieder (nein,
nicht nächsten Monat 😉 ).
Die
wichtigste Musik in meinem Leben ist aber Lobpreis und
Anbetungsmusik. Ich liebe es, nicht nur im Gottesdienst
Lobpreislieder zu singen. Es kann passieren, dass man ohne Probleme
mitbekommt, wo ich gerade mit dem Dreamteam unterwegs bin, weil ich
aus vollem Halse singend im Wald oder auf den Wiesen unterwegs bin.
Auch beim Fensterputzen singt es sich wunderbar. Noch viel besser
aber ist es, mit anderen zusammen Loblieder zu singen. Seit November
letzten Jahres bin ich Mitglied des Lobpreis-Teams meiner Gemeinde
und das ist ein sehr wertvolles Geschenk für mich.
Die nächsten Monate sind wieder gut gefüllt mit Musik und ich freue mich auf diese ungewöhnliche Mischung. Es wird eine sehr aktive Zeit sein. Sonntags findest du mich im Gottesdienst, am 5. Oktober in Ostheim, dort singe ich mit VIERPLUSEINS und dem Frauenchor und darf dazu durch‘s Programm führen und im Februar 2020 gibt es mich wieder als Tenor im Chor 😉 .
Wenn du mal in der Nähe bist, schau doch einfach mal vorbei.
Schreib mir doch mal in die Kommentare, welche Musik du hörst oder selber machst. Ich freue mich auf die Antworten!
Honestly,
the world would be rather boring without music. How astonishing it is
that there are so many styles of music – which certainly do not all
meet my preferences. But that isn‘t important because as different
as we humans are, our preferences in music may be just as different,
right?
From
a very young age music was part of my life.
As
a child I enjoyed my dad unpacking his accordeon and just starting to
play. Melodies from the sixties. All by heart.
I
learned to play flute and melodica (I do not find the sound of that
instrument very attracting). At the age of 11 I started learning to
play the Alto Saxophone, later I played the huge Baritone Saxophone.
Until one day in the middle of a gig an asthma attack cut my breath
off. That‘s when I layed all music sheets and the instruments aside
and stopped making music.
But
you know, when you have music inside of you, you cannot simply turn
it off. So I searched, found and joined a church choir. Singing Tenor
voice because, I don‘t know why, I cannot find the notes of the
Sopranos and Altos. At my first concert with them we performed
Haendel‘s „Halleluja“. What an experience. This Choir‘s
concerts are always special because we sing accompanied by a chamber
orchestra and/or a brass ensemble. Additionally there are the
(professional) soloists.
Then there are gigs with the choir where my mom has been singing for decades. Most of the time I am the soloist there, e.g. singing „Thank you for the music“ from ABBA. After one of these concerts the idea of FOURPLUSONE was born – I mean the very first thought of it – actually only talking about a duett. We successfully tried that at my parents‘ 50th anniversary. From there on the duo formed into a quartett respectively into the ensemble FOURPLUSONE which meanwhile consists of 5 singers and the pianist. Starting this Saturday we will rehearse for a concert on October 5th. Our repertoire again is very different to the others. We have humorous pieces, oldies and of course we sing beautifully arranged Christmas songs (no, not next month 😉 ).
The
most important kind of music in my life though is praise and worship
music. I love to sing worshipsongs, not only in church. It can happen
that people know without any problems where I am walking my dreamteam
because you can hear me sing at the top of my lungs while I‘m out
in the woods or fields. Also singing is perfect when cleaning your
windows. But singing praises is even better together with others.
Since November last year I am part of our church‘s Worship Team and
this is a very valuable gift to me.
The coming months will be filled well with music and I look forward to this uncommon mixture. It will be a very active time. On Sundays you will find me in church. On Saturday, October 5th in Ostheim at the concert. I will be singing with FOURPLUSONE and the ladies‘ choir and will function as the show host. In February 2020 I will be Tenor in the Choir again 😉 .
If
you‘re in the area, stop by if you like.
What
kind of music do you hear or make yourself? Write about it in the
comment area below. I‘m looking forward to your answers.
Nein, es geht nicht um’s Abnehmen oder ein paar Pfund Hüftspeck – es geht um etwas völlig anderes.
In
den vergangenen Tagen jährte es sich zum 31. Mal, dass ich ein
erstes Mal geheiratet habe. Am Montag war es die standesamtliche, am
Dienstag die kirchliche Trauung, die sich jährte. Am Montag und
Dienstag jährte sich zum 57. Mal der Geburtstag zweier sehr lieber
Menschen, eines sehr engen Freundes und einer sehr engen Freundin.
Viele
Jahre lang waren die Hochzeitstage Tage, die ich gern gefeiert habe –
nach meiner Scheidung war es eher so, dass ich sie gar nicht mochte.
Aber die Geburtstage der Freunde haben dem Tag wieder eine schöne
Bedeutung gegeben.
Wie
ist das mit dem Gewicht der Tage? Sicher gibt es Tage, die in meinem
Empfinden sehr viel Gewicht haben. Manche würde ich einfach als
schwer bezeichnen. Manche sind aber auch federleicht und haben
trotzdem viel Gewicht.
Schwere Tage sind oft Tage, an denen ich jemanden verloren habe. Todestage oder Tage der Trennung können sehr schwer werden. Oder Tage, an denen ich eine schlimme Nachricht oder Diagnose erhalten habe, z. B. der Tag, an dem ich informiert wurde, dass ich einen Schlaganfall hatte. Leichte Tage mit viel Gewicht hingegen sind meist fröhliche Tage oder Tage, an denen wunderbare Dinge passiert sind. Z. B. als ich meine Stieftochter zum ersten Mal in den Arm nehmen durfte – zwei erwachsene Frauen, die sich zum ersten Mal begegnen und auf Anhieb einen guten Draht zueinander haben. Einfach toll. Leichte Tage mit viel Gewicht sind auch jene Tage, die ich ganz bewusst mit Gott verbringe, vielleicht mit Gottesdienst oder mit besonderen Gebetszeiten oder einer Gruppe Gleichgesinnter. Dann gibt es Tage, die schwer und leicht zugleich sind. Wie z. B. der Geburtstag meiner mittlerweile verstorbenen Großeltern. An diesen Tagen ist es schwer, weil sie nicht mehr da sind, aber es ist auch leicht, weil wir so viel Tolles miteinander erlebt haben. Selbst der Jahrestag meines Schlaganfalls ist mittlerweile leicht für mich geworden, denn mein Vertrauen auf Gottes guten Plan hat mich getragen.
Warum
habe ich das „Tages-Gewicht“ heute zum Thema gemacht? Weil ich
finde, dass wir alle lernen sollten, dass es natürlich immer wieder
schlimme oder schwere Tage geben wird, wir aber selbst entscheiden
dürfen, ob wir uns von dem Gewicht herunterdrücken lassen wollen
oder ob wir lieber der Leichtigkeit soviel Gewicht verleihen, dass
sie uns emporhebt, wie ein Luftballon. Aber ich gebe auch zu, dass
ich ohne Glauben diese Freiheit, zu entscheiden, wohl nicht hätte.
Vorgestern
hatte ich den genau passenden Text auf meinem Kalender im Büro –
schau mal auf das Foto.
Ich
versuche, jeden Tag nach diesem Motto zu leben. Meist gelingt es
auch. Und wenn ich doch mal einen echt schweren Tag habe, dann
verlasse ich mich ganz fest darauf, dass Gott den „Fluch in Segen“
verwandelt. Schau dich mal um, ob du auch solche Menschen im Umfeld
hast, die trotz schlimmer Zeiten niemals aufgeben, aus allem etwas
Positives ziehen können und anderen so ganz viel Mut zum Leben
schenken können. Mir fällt da eine Frau ein, die ich persönlich
leider noch nicht kennengelernt habe, aber mit der mich eine
gemeinsame Zeit auf einem US-Army-Stützpunkt in Deutschland und eine
daraus resultierende Facebook-Freundschaft verbindet. Ihre Tage sind
derzeit sicher nicht leicht – sie ist verheiratet und Mutter von
drei bezaubernden Mädchen und bekam kürzlich die Diagnose Krebs.
Aber sie ist eine Kämpferin, sie verleiht ihren Tagen Gewicht, indem
sie sich auf den Bibeltext auf dem Foto stützt. Das verleiht ihrer
Situation das richtige Gewicht. Und ihr Vertrauen trägt sie nicht
nur durch sondern gewissermaßen über die Situation hinaus.
Wieviel Gewicht haben deine Tage? Denk mal darüber nach und schreib mir deine Gedanken in die Kommentare.
No,
it is not about losing weight or about your love handles – the
subject is totally different.
In
the last couple of days it was the 31st anniversary of my
first marriage. Monday it was the civil ceremony and Tuesday the
church wedding. Monday and Tuesday it was the 57th
birthday of two very lovely people, a very close male friend and a
very close female friend.
For
years those anniversaries were days I loved to celebrate – after my
divorce they rather were unliked days. But our friends’ birthdays
gave these days a nice meaning again.
So
how does that work with the weight of days? Certainly there are days
that in my understanding have a lot of weight. Some days I would
simply call heavy. Some others on the other hand are as light as a
feather and yet they weigh a lot.
Heavy
days often are days when I lost somebody. Days of death or days of
separation can become very heavy. Or days when I received terrible
news or diagnosis like the day when I was told that I had suffered a
stroke. Then again light days with lots of weight mostly are happy
days or days when wonderful things happen, e.g. when I met my
stepdaughter for the first time – two grown women meeting for the
first time and being on good terms with each other from the start.
Simply amazing. Also, light days which weigh a lot are those days
that I consciously spend with God, maybe at church or in special
prayer times or with a group of like-minded people. Then there are
days which are heavy and light at the same time. Like my late
grandparents’ birthdays. Those days can be hard, for my
grandparents aren’t there any more, but also they can be easy
because we went through great things together. Even the anniversary
of my stroke has become easy by now because my trust in God’s good
plan has carried me.
Why
did I choose the “day-weight” as today’s subject? Because I
find it important that we all learn that of course there will be bad
or heavy days, but we also are free to decide if we want to let that
weight press us down or if we will give enough weight to lightness to
make it lift us up like a balloon. But I also admit that without
faith I would not have that freedom to decide.
Two days ago I had the matching text on my calender in the office – the photo says: From any situation – even the most painful – God can make something good. (Uschi Marty) – Deut. 23, 5b But the LORD thy God turned the curse into a blessing unto thee, because the LORD thy God loved thee
I
try to live by that every day. Most of the time it works. And even if
I do have a very heavy day, I firmly rely on the promise that God
will “change the curse into blessing”. Take a look around you and
check if you have such people around you who despite terrible times
never give up, who can draw something positive out of everything and
that way give others a whole lot of courage for life. This reminds me
of a woman I personally haven’t met yet, but we’re connected by
the time we shared on an Army-Base in Germany and a friendship via
facebook resulting from it. Her days are certainly not lightweight at
the moment – she’s married and mother of three adorable little
girls and she received not long ago a bad report saying she has
cancer. But she’s a fighter, she gives her days weight by standing
on the Bible verse from the picture. That puts the weight of her
situation into the right position. And her trust doesn’t only carry
her through but more or less over the situation.
How
much weight do your days have? Think about it and leave your thoughts
in the comments.
Stell dir vor, du
fährst von A nach B und plötzlich stehst du vor einer
Straßensperrung und kannst nicht weiterfahren. Kann passieren. Ist
gestern abend einer Freundin passiert. Jetzt hatte sie zwei
Möglichkeiten – eigentlich drei. Erstens: stehenbleiben und
schimpfen, weil sie in einer Sackgasse gelandet war. Zweitens:
Umdrehen und wieder nach Hause fahren – vielleicht etwas
frustriert, weil die Pläne durchkreuzt waren. Drittens: Umdrehen und
einen anderen Weg nehmen. Das tat sie auch, nachdem sie mich kurz
angerufen hatte und ich ihr eine Alternativstrecke erklärt hatte.
Mit nur ein paar Minuten Verspätung traf sie lächelnd am Treffpunkt
ein. Ich hab sie mit „Aufgeben ist keine Alternative“ begrüßt,
wir haben alle herzlich gelacht und haben einen wunderbaren Abend
genossen.
Ja, so ist das
manchmal im Leben. Du gehst einen Weg, den du kennst oder zu kennen
meinst. Dann ist da auf einmal ein Hindernis im Weg, mit dem du nicht
gerechnet hast. Im Fall meiner Freundin war es eine echt mies
ausgeschilderte Vollsperrung. Sie hätte sicher Zeit und ein paar
Kilometer sparen können, wäre diese Baustelle schon ein paar
Abzweigungen vorher angekündigt gewesen. Aber im Leben ist das oft
leider nicht der Fall, sondern du stehst plötzlich da und kannst
nicht weiter.
Im allerbesten Fall
gibt es eine Abkürzung zum Ziel. Aber auch hier ist es oft, wenn
nicht meistens so, dass dich auf der Abkürzung irgendwo eine
Überraschung erwartet, die es dir schwer bis unmöglich macht, dein
Ziel zu erreichen.
In den meisten
Fällen bedeutet eine Vollsperrung aber, dass du eine längere Route
nehmen musst, um an dein Ziel zu kommen. Manchmal ist gleich klar,
welchen Weg die Umleitung geht. Manchmal musst du erst eine Karte
oder dein Navi konsultieren, oder jemanden fragen, der da schon mal
langgefahren ist. Es kann auch sinnvoll sein, so jemanden zu bitten,
einfach mitzukommen und sicherzustellen, dass du dich nicht verirrst.
So ein Umweg kann
natürlich lästig sein – frag mal Pendler, die wegen einer
Vollsperrung monatelang Umwege zur Arbeit fahren müssen. Wenn du
klug bist, lässt du dich aber auf ein Experiment ein: du erkundest,
was es da Neues gibt auf dem Umweg. Vielleicht gibt es da Dörfer,
die du noch nie im Leben besucht hast, Häuser mit besonders schöner
Fassade, ein Waldstück mit bezauberndem Flair. Vielleicht gibt es
auch Brachland, bei dem du ein wenig Herzschmerz bekommst, weil du
dir vorstellst, wie es aussehen könnte, wenn sich da mal jemand
darum kümmern würde. Vielleicht siehst du Tiere, die du schon lange
nicht mehr gesehen hast auf deiner üblichen Strecke. Oder Kinder,
die völlig angstfrei draußen spielen, weil es einfach viel ruhiger
ist als du es gewohnt bist. Es gibt einfach viel zu entdecken und zu
lernen.
Am besten ist
sowieso, immer ein paar Extraminuten einzuplanen für
Unvorhergesehenes. Dann musst du im Falle einer Umleitung nicht in
Stress verfallen, weil du Angst hast, zu spät zu kommen. Ich habe im
Nachhinein entdeckt, wie wunderbar mich die eine oder andere
Vollsperrung in meinem Leben umgeleitet hat. Mittlerweile freue ich
mich nicht nur auf das Ziel, sondern auch auf den Weg dorthin. Wenn
du dich zu sehr nur auf das Ziel fokussierst, verpasst du einiges.
Nur in einem Punkt
gehe ich keine Umwege, und das ist im Gebet, im Gespräch mit Gott.
Da brauche ich keine Umleitung. Zugegeben, ich brauche manchmal Hilfe
auf dem direkten Weg, dann suche ich mir Begleitung in Form von
Menschen, die auch eine Direktverbindung haben. Aber selbst hier
plane ich nichts minutiös, denn es könnte ja sein, dass ich mich
mal zum Plaudern hinsetze oder dass ich den Weg mehrmals langgehe.
Manchmal ist es auch einfach nur zu schön, um gleich wieder
wegzugehen.
Ich kann nur
empfehlen, dass du deine Augen, Ohren und dein Herz offen hältst für
all das, was dir auf deinen Wegen begegnen kann. Egal, ob du gerade
eine coole Abkürzung gefunden hast, deinen üblichen Weg gehst oder
einen Umweg machen musst. Überall gibt es Tolles zu entdecken!
Abkürzung oder Umweg? – Shortcut or Detour?
Imagine driving from
A to B and suddenly there‘s a road block in front of you and you
cannot drive any further. That can happen. It happend to a friend
last night. Now she had two alternatives – or better three. One:
stay there and fuzz about being stuck in a dead end road. Two: Turn
around and drive back home – maybe a bit frustrated because her
plans had been foiled. Three: Turn around and take another route.
Which she did after she called me and I told her about and
alternative route. With only a few minutes delay she arrived at our
meeting point. I greeted her with „Giving up is no alternative“,
we all had a good laugh and enjoyed a beautiful evening together.
Yes, that‘s how life goes sometimes. You are on a way you know or you mean to know. Then all of a sudden there‘s an obstacle on your way which you did not expect. In my friend‘s case it was a terribly signposted total road block. She certainly could have saved time and several miles if the construction site had been announced a few intersections earlier. But every so often this isn‘t the case in life. You suddenly stand somewhere and can‘t move on instead.
In the very best
case there‘s a shortcut towards your goal. But also, often if not
most of the time somewhere on that shortcut a surprise awaits you,
making it hard or even impossible for you to reach your goal.
Most of the time a total road block means for you to take a longer route to get to your goal. Sometimes it is clear from the beginning which way the detour leads you. Sometimes you have to consult a map or your navigation system or ask someone who took that way before. It can also make sense to ask that person to simply come with you and make sure you don‘t get lost.
Such a detour can be annoying – ask a commuter who has to take long alternative roads to work for months because of a road block. If you are smart though you get into an experiment: you explore all the new things on that detour. Maybe there are villages you‘ve never visited before, buildings with a beautiful faces, a part of a forest with charming flair. Maybe there‘s some waste land that gives you a little heartache when you think of how it could look if someone took care of it. Maybe you see animals you haven‘t seen in a long time on your regular route. Or children fearlessly playing outside because it is so much quieter than what you are used to. There‘s simply so much to discover and learn.
Anyway, best thing
is to always consider a few extra minutes for unplanned things. Then
you don‘t have to stress yourself out if you need to take a detour
and fear to arrive late. In retrospect I discovered how wonderfully
one or the other total road block sent me alternative routes in my
life. By now I not only look forward to reaching my goal but also to
the way there. If you focus too much on your goal, you miss so much
traveling there.
There is only one
thing where I do not take any detours, and that is in prayer, in my
conversations with God. No detours necessary. Admittedly, sometimes I
need help on that direct path. I then search company with people who
also have the direct connection. Even there I do not preplan
meticulously because it could happen that I sit down for a little
chat or walk the way several times. Somtimes it is simply too nice to
leave right away.
I can only recommend you to keep your eyes, ears and your heart open for all that can come your way. No matter if you‘re on a cool short cut, you‘re walking your regular route or you have to take a detour. There are stunning things to discover everywhere!